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Tag 3 - Rom


Für heute morgen haben wir uns den Vatikan vorgenommen. Wir gehen nach einem kurzen Frühstück in unserer Stammbar zur Metro, die ja direkt vor unserer Wohnung abfährt und fahren Richtung Vatikan ( Linie B ). Die Metrolinie ist sehr voll und wir werden später erfahren, dass dies normal ist. Der Weg von der Metrostation zum Petersplatz ist ca. 1 Kilometer lang und führt direkt entlang der hohen Mauern des Vatikan. Am Petersplatz angekommen, fallen uns die starken Sicherheitsvorkehrungen, die einem Flughafen ähneln auf. Wir gehen zuerst auf den Petersplatz und schauen uns um.

Es ist unvorstellbar, wenn sich hier 500.000 Menschen versammeln. Wir wollen zuerst die Kuppel besichtigen und gehen deshalb zuerst in Richtung Sicherheitskontrolle. Schon dort ist eine lange Schlange an Menschen die den Petersdom besichtigen wollen. Es stellt sich später heraus, dass die besten Besuchszeiten der frühen Morgen oder erst am Nachmittag sind. Auch am Aufgang zur Kuppel ist eine lange Schlange und wir beschließen deshalb zuerst den Petersdom zu besichtigen. Erst 2000 wurde der komplette Innenbereich renoviert und strahlt in neuem Glanz. Einige Daten zum Petersdom:  211 Meter lang, 186 Meter an der breitesten Seite, 132 Meter Höhe. 60.000 Menschen finden darin Platz. Wir gehen Richtung Baldachin, der aufgrund seiner Grösse nicht übersehbar ist. Eine Marmortreppe vor dem Altar führt zum Grab Petri, was aber nicht besichtigt werden kann. Rechts neben dem Altar glänzt der blanke Fuss von St. Peter, der von vielen Pilgern geküsst und angefasst wird.

Petersdom - Vatikan

Die Hauptattraktion ist momentan das Grab von Johannes Paul II. Dies wird in der Sakristei des Doms aufgebahrt und die Schlange dorthin ist entsprechend lang. Wir entscheiden uns, dort anzustehen. Nach ca. 30 Minuten bekommen wir es dann zu Gesicht. Die Aufseher sind leider nicht sehr freundlich und wir werden im Eiltempo durch die Sakristei gewunken.

Grab Johannes Paul II

Wir entschließen uns noch in das Vatikanische Museum zu gehen. Dies ist auch der einzigste Zugang zur Sixtienische Kapelle, die ja durch die kürzliche Papstwahl wieder in das Rampenlicht gerückt ist. Das Museum ist das größte der Welt und beherbergt Kunstwerke in über 1400 Räumen. Hier gibt es alle Epochen von Kunst in 14 verschiedenen Museen. Die Wegstrecke beträgt 7 Kilometer und hierfür sollte mindestens ein Tag eingeplant werden. Zum Abschluss der Museen wird jeder Besucher durch die Sixtienische Kapelle geführt. Der Eintritt kostet 10.- € und ist jeden Cent wert. Wertung ***.  Öffnungszeiten leider nur bis 15.30 Uhr. Das wohl bekannteste Wandgemälde "Das jüngste Gericht" ist in der Kapelle zu sehen. Ein Link zur offiziellen Seite des Vatikans gibt es hier.

Das Castel Sant`Angelo war die Fluchtburg der Päpste und ist unmittelbar mit einer Mauer mit dem Petersdom verbunden. Diese Mauer diente auch als Fluchtweg bei Angriffen auf den Dom. Ursprünglich wurde diese Burg als Mausoleum für König Hadrian gebaut. Wertung **.

Castel Sant`Angelo

Wir gehen weiter über die Engelsbrücke, die über den Teber führt, in Richtung Innenstadt. Wir wollen noch den Piazza Navona besuchen. Einer der schönsten Plätze und beliebter Treffpunkt der Römer. Hier findet man Selbstdarsteller, Maler und Händler. Das Prunkstück des Platzes, die Fontana dei Quattro wurde wieder mal von Bernini geplant. Wertung **. Achtung auch hier sind die Preise in den Cafes mehr als übertrieben.

Piazza Navona

Unmittelbar an der Hauptstrasse befindet sich die Kirche S. Andrea del Valle. Da diese direkt a der Strasse liegt, ist der äußere Zustand nicht mehr so gut und die Tür in`s Innere sieht auch nicht sehr einladend aus. Das täuscht aber sehr und ein Besuch lohnt sich. Direkt dahinter befindet sich der Campo de`Fiori. Dort findet täglich ein Markt statt, der nicht der biligste der Stadt aber nach Aussage der Römer der schönste ist. Es werden Gemüse und weitere Spezialitäten verkauft. Für heute Abend haben wir uns ein Restaurant ausgesucht, was ganz in der Nähe dieser Plätze ist. Es ist ein Geheimtipp aus unserem Reiseführer. Es hat sich wieder mal gelohnt was zu versuchen, da die Preise außerhalb der touristischen Gegenden deutlich günstiger sind und es ist meist gemütlicher.

 
(C) by Frank Gayer - Update am 24.04.2008