Mammoth Cave in Kentucky

Etwa 650 Kilometer Höhlengänge sind schon entdeckt, die Mammoth Cave in Kentucky soll aber weit größer sein. Die Touren durch die längste Höhle der Welt führen auch auf schmalen Stegen über Abgründe.

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Bobby Beams holt ein kleines Feuerzeug aus der Hosentasche und hält es in die Höhe. „Würde mir jemand 20 Dollar dafür geben? Wohl kaum“, sagt der Ranger und dreht sich um zu einem Schaltkasten. Ein Klick – und die elektrische Beleuchtung an der Höhlendecke erlischt. Etwa 75 Meter unter der Oberfläche des Mammoth-Cave-Nationalparks im Süden Kentuckys ist es auf einmal stockfinster.

„Und nun? Wer bietet mir jetzt 20 Dollar?“, fragt Beams und lacht kurz auf in der Dunkelheit. Das Feuerzeug gehöre für die Ranger im Nationalpark zur Standardausrüstung, sagt er. „Es soll uns helfen, aus der Höhle herauszukommen, falls mal der Strom ausfällt.“

Ohne Kunstlicht wäre der Weg unmöglich zu finden, das System der Gänge, Schächte und Treppen ist viel zu verwinkelt – die Besucher wären in großer Gefahr. Doch eigentlich brauche man das Feuerzeug nicht mehr, sagt Beams, denn die Zeiten haben sich geändert: „Ihr hättet selbst genug Licht für den Weg nach oben. Alle mal die Mobiltelefone herausholen!“ Die meisten der rund 90 Zuhörer zücken ihr Handy, und schon wimmelt es in der Höhle von kleinen Lichtpunkten.

Kentuckys Höhle erstreckt sich über Hunderte Kilometer

Ja, die Zeiten haben sich geändert seit 1941, als Mammoth Cave zum Nationalpark erklärt wurde. Aber eines ist noch wie damals: Die US-Nationalparks – von Umweltaktivist Wallace Stegner einst als „Amerikas beste Idee“ bezeichnet – sind Orte der Erholung, des Naturschutzes und des Lernens geblieben.

 

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