USA 2011 – Reisebericht

Tag 1 wäre eigentlich der 07. März 2011. Wir beginnen aber mit unserer etwas anderen Geschichte Mitte Februar. Nämlich genau an dem Punkt an dem wir bei unserer letzten Reise im Februar aufgehört haben. Die letzten beiden Wochen vor diesem Urlaub waren wie Karneval. Ein kunterbuntes Treiben mit aufregenden Personen und Party ohne Ende. Nee im Ernst, die letzten beiden Woche vor unserem Abflug waren die spannendsten in unserem Leben. Die Geschichte nahm Tag für Tag mehr an Dynamik auf bis sie am 05.03.2011 ihren Höhepunkt fand.

Aber gehen wir erstmal etwas zurück in der Geschichte. Was alles zu einem Hauskauf dazugehört hast Du sicher in unserer kleinen Geschichte unseres letzten Floridaaufenthalts gelesen, aber ab jetzt geht es in eine andere Dimension. Wir dachten dass wir den schwierigsten Teil bereits überstanden hatten, das war aber weit gefehlt denn dieser schwierigste Teil kam mit dem Start der Vorbereitungen auf diesen Urlaub im März, der eigentlich als Rundreise geplant war. Die gebuchten Hotels hatten wir direkt nach unserer Ankunft am 06.02.2011 wieder storniert, uns überlegt wie wir die ersten Nächte verbringen und uns dann an die Arbeit gemacht.

Es gab vieles zu organisieren, Angebote einzuholen, diverse Dinge zu bestellen und auch Termine zu planen. Aber alle der Reihe nach. Nachdem wir der verkaufenden Bank die Restzahlung überwiesen hatten, warteten wir auf den Kaufvertrag der ja die Türen öffnet. Die Anzahlung mussten wir ja direkt nach unserer Ankunft am 07.02.2011 überweisen, damit wir überhaupt das Recht hatten das Haus zu kaufen. In der Zwischenzeit versuchten wir allerlei Dinge wie Fernseher, Grill, Bilder und vieles mehr online zu bestellen und dies an unseren Hausverwalter senden zu lassen. Der würde sich freuen, wenn er alle die Pakete bekommt, die er dann zum Haus bringen muss. Diese Besorgungen waren gar nicht so einfach als man das heute denkt. Bei normalen Einkäufen ist die Bezahlung mit Kreditkarte problemlos möglich aber wenn es an Summen  über mehrere tausend Dollar geht stellen sich die Kreditkartenfirmen wirklich mittelalterlich an. Wir haben daher erst nach mehreren Versuchen bei Amazon USA unsere Fernseher bestellen können. Ebenso hatten wir das gleiche Problem bei Home Depot mit unseren Küchengeräten. Nach vielen Anrufen und Versuchen hatten wir dann die richtige Karte die ein Abbuchen der Summe zuliess.

In der Zwischenzeit trafen die erste Angebote ein, die wir für Arbeiten am Haus angefragt hatten. Wir wollen natürlich alles so machen, dass es für uns perfekt ist und deshalb sind einige Arbeiten dabei die vielleicht nicht unbedingt nötig gewesen wären. Nach einigem Hin und Her haben wir dann die Elektroarbeiten samt Einbau einer Poolheizung vergeben. Zwischenzeitlich hat sich die verkaufende Bank gemeldet und uns den Kaufvertrag über sage und schreibe 45 Seiten zugesandt, der auf fast jeder zweiten Seite unterschrieben werden musste.

Was wir nicht gewusst haben bzw. was uns keiner gesagt hat ! Ohne diesen Kaufvertrag konnten wir keine Wasserversorgung anmelden und die wäre ja dringend nötig, damit unser Hausverwalter die Aussenfassade reinigen kann. Den Antrag hatten wir bereits zweimal gefaxt es hat sich aber niemand gemeldet dass diese so nicht bearbeitet wird. Nachdem Frank dann zum zweiten Mal dort angerufen hatte wurde ihm das schlussendlich mitgeteilt. Auch das Anmelden des Stroms bei LCEC, dem einzigen Stromanbieter in Cape Coral, war nicht ganz einfach. Auch hier musste ein Antrag gefaxt und eine Kaution hinterlegt werden. Diese Kaution konnte aber nur telefonisch beauftragt werden und so hat sich abwechselnd Brigit und Frank durch das Sprachmenü gehangelt und jedesmal kurz vor dem Ende wurde das Gespräch beendet. Somit hat es mindestens 10 Anrufe a 10 Minuten gekostet die Kaution zu hinterlegen und Strom ab dem 07.03.2021 zu bekommen. Prima !

Am Freitag 05.03.2011 war es dann soweit. Die verkaufende Bank signalisierte dass der unterschriebene Kaufvertrag nun bearbeitet wurde und die Besitzübergabe erfolgt ist. Ab sofort sind wir Besitzer eines Ferienhauses in den USA und die Reise am Montag kann starten.

Das Wochenende vor dem Abflug war auch anders als all die anderen vor einem normalen Urlaub. Das Packen nahm eine neue Dimension an und zum ersten Mal sind unsere Koffer nicht auf dem Rückflug sondern auf dem Hinflug voll. Allerlei Dinge die wir hier übrig oder als Reserve gekauft hatten, wandern jetzt nach Florida. Zusätzlich haben wir noch Bilder auf Acrylplatten beauftragt die wir auch mitnehmen. Der Karton ist aber so gross, dass wir diesen als Extragepäck aufgeben müssen. Solltest Du unsere Vorankündigung für diese Reise nicht bekommen haben, hier nochmals die Impressionen wie unser Gepäck am Abreisetag aussah:

gepaeck

Der Vorabend Check In war dringend notwendig, da es in Stuttgart wohl selten vorkommt, dass jemand in die USA fliegt. Die nette Dame hat uns das jedenfalls mitgeteilt, deshalb hat das Eingeben der APIS-Daten auch sehr lange gedauert. Wir verstehen nur nicht wie das sein kann, denn es gehen ja mit Umsteigen in Düsseldorf und Berlin täglich Flieger in die USA und ab Stuttgart fliegt dann nie jemand mit ?

Nachdem wir gestern schon unser Gepäck eingecheckt hatten, ging es heute morgen ruhiger zur Sache. Wir gingen direkt nach der Ankunft zur Sicherheitskontrolle und weiter zum Gate. Das alles dauert keine 10 Minuten, das ist schon überraschend da es doch um diese Uhrzeit viele Geschäftsflüge gibt. Auch unser Flug nach Berlin war bestimmt zur Hälfte mit Geschäftsreisenden gefüllt, da sah man daran, dass das Gepäckausladen schon fertig war als wir mit dem Bus Richtung Terminal losgefahren sind.

Jetzt mussten wir von Terminal E zu Terminal B. Das ist in Berlin-Tegel noch nach der altmodischen Art, weder ein Bus verkehrt noch ein Zug. Man läuft die Strecke einfach. Aber nicht komfortabel innerhalb sondern man muss raus in die Kälte und geht dann über mehrere Treppen und Wege zum Terminal B.

Dort angekommen müssen wir uns am Check In Schalter einen Stempel abholen. Für was wissen wir bis heute nicht. Danach gehen wir nochmals durch eine Pass- und Sicherheitskontrolle und stehen direkt am Gate. Der Raum wo sich die Fluggäste aufhalten erinnert an ein Asyllager. Eng, schlechte Luft, keine Möglichkeit zum Sitzen usw. So etwas haben wir noch selten gesehen, dass so ein grosses Flugzeug auf so engem Raum abgefertigt wird.

Das Boarding beginnt pünktlich um 10 Uhr nach Reihen aber auch das ist wieder mal zu schwierig für die meisten Passagiere, denn alle stürmen an den Schalter als der Flug nur ansatzweise aufgerufen wird. Man fragt sich dabei immer ob vielleicht hier der Gedanke aufkommt dass jemand zuhause bleiben müsste wenn er nicht als erster am Schalter steht. Auch hier gibt es für den Flieger nur eine Aussenposition also ab in den Bus. Die A330-200 wurde am Heckflügel erst neu „geflickt“, das macht für einige Passagiere einen unsicheren Eindruck. Der Flug ist mit 10.20 Stunden vom Piloten angegeben was sehr lange ist. Später erfahren wir warum.

Der Sitzabstand ist in den „normalen“ Reihen nicht bessser als bei US Airways, leider gibt es auch kein Inseat-Entertainment und Monitore, die ca. 20 Jahre alt sind, befinden sich nur über den Mittelreihen. Zum Filme schauen aus vielen Plätzen nahezu ungeeignet. Da sollte AirBerlin endlich mal Geld in die Hand nehmen und umrüsten.

Wir fliegen etwas südlich Englands quer über den Atlantik also nicht wie sonst üblich über Island und dann starten wir auf der Höhe Boston entlang der Atlantikküste bis nach Miami. Ansonsten gibt es vom Flug nicht viel zu berichten. Alles wie bei all den anderen Airlines, etwas besser oder etwas schlechter.

Wir landen pünktlich um 15.50 Uhr Ortszeit in Miami. Der Weg zur Immigration ist recht lang, dafür scheint ausser uns kein Flugzeug angekommen zu sein also sind wir recht schnell durch. Beim Baggage Claim dauert es etwas bis unser Gepäck vor allem der Karton mit den Bildern ankommt. Wir hatten die grössten Sorgen, dass dieser aufgrund der Behandlung vielleicht kaputt wäre, aber alles in bester Ordnung, was wir bisher davon gesehen haben.

Die Zollkontrolle überstehen wir trotz unserem Gepäck ohne Nachfragen und auch der Weg zum Shuttle Bus in`s neue Rental Car Center finden wir gleich. Mit dem Gepäck ist alles sehr mühselig aber schlussendlich sind wir dann am Center angekommen. Bei Hertz ist nicht viel los und wir sind gleich dran. Neu ist ja jetzt das mit dem Tollpass, hierbei werden die Gebühren für die mautpflichtigen Strecken direkt über die Mietwagenfirma abgerechnet und man kann an den Mautstationen nicht mehr bezahlen. Bei Hertz geht das über das Kennzeichen, wenn man es nichz nutzt kostet es auch nichts sonst pro genutzten Tagen 2,50 $ plus die Mautgebühren.

Wir bekommen ein Riesenschiff zugewiesen mit Rückfahrkamera, sieben Plätzen und weiteren Schnickschnack, optimal also für unser Vorhaben. Übrigens es ist ein GMC Acadia SLT.

Wir fahren direkt zu Macys, da wir noch reduzierte Bettwäsche anschauen bzw. kaufen wollen und werden aber nur bei Gläsern fündig. Da es hier auch Abercrombie & Fitch gibt schauen wir da auch vorbei, was ein Zufall.

Danach gehen wir noch kurz zu Hooters in Coconut Grove und essen Austern und Chicken Wings und anschließend fahren wir kauptt in`s Hotel in North Beach. Bilder gibt es heute keine, von was auch !

 

Tag 2

 

Der erste Tag im Urlaub läuft meist nach dem gleichen Schema ab. Früh aufstehen da man sowieso nicht lang schlafen kann und los. Da ist Franks Spruch „Früher Vogel fängt den Wurm“ mehr als passend. Heute haben wir aber einen weiteren Grund, denn ab 8 Uhr läuft die Parkuhr an der wir stehen und wir müssen Geld einwerfen sonst bekommen wir einen Strafzettel. Das Hotel liegt direkt am schönen Strand, leider hat es die besten Jahre schon vor einigen Zeiten gehabt und es müsste dringend etwas gemacht werden. Aber die Lage kompensiert das etwas.

days-inn-miami

Nachdem wir uns fertig gemacht und einen ausgiebigen Strandspaziergang gemacht haben, fahren wir Richtung Sawgrass Mills Mall, die grösste Outlet Shopping Mall Amerikas, oder Nordamerikas oder vielleicht der ganzen Welt. Zuvor gehen wir aber noch beim neuen Starbucks einen Kaffee schlürfen und eines der guten Gebäckstücke essen. Die Shopping Mall macht ja erst um 10 Uhr auf.

Wir erreichen kurz nach 10 Uhr das Outlet-Center, hier gibt es aber auch normale Läden wir American Signature oder Bed, Bath & Beyond. Beim letzteren werden wir gleich zu Beginn fündig und füllen 5 Einkaufswagen mit allerlei Dinge für unsere drei Bäder und die vier Schlafzimmer. Eines haben wir aber die letzten Wochen beim Einkaufen gelernt. Wenn Du grosse Summe mit einer Kreditkarte bezahlst solltest Du vor der Zahlung immer die Bank anrufen und die Abbuchung avisieren, denn schon einige Mal wurde die Abbuchung einfach abgewiesen. Hier hat es geklappt !

Nachdem wir das Auto schon fast voll haben, müssen wir uns für den weiteren Tag etwas zügeln. Aber eine Kleidungsstücke bei Ed Hardy und Co wandern noch in unser Auto. Auch tolle Strandtücher finden wir noch bei HomeGoods.

Nach einem kurzen Kaffee und noch einiger Zeit Schlendern machen wir uns vom Acker, denn wir haben noch Programm für heute Abend geplant. Zuerst fahren wir das kurze Stück zur Aventura Mall. Wir beschließen vor dem Einkaufen noch am Foodcourt etwas zu Essen, denn seit dem Frühstück gab es nichts mehr. Danach gehen wir noch in einige der für uns wichtigen Shops, hier ist es aber überall so voll, dass wir am Ende fast nichts gekauft haben. Nicht mal etwas für das Haus.

Wir düsen weiter Richtung Miami Downtown. Frank hatte schon von zuhause aus Karten für die Miami Heat gegen die Portland Trailblazers gekauft. Leider verspäten uns ein wenig, denn der Verkehr ist immens der nach Miami fährt. Wir treffen erst zu Spielbeginn auf unseren Plätzen ein, da sind wir aber nicht die einzigsten, denn auf unserem Weg zur Halle waren die Strassen noch voll mit Menschen die auch das Spiel sehen wollten.

miami-heat

Der vermeintliche Titelfavorit Miami Heat erwischt leider einen schlechten Tag und verliert am Ende doch deutlich. Hier noch ein kleines Video einer Spielszene mit Ansicht der Halle:

Nach dem Spiel fahren wir zurück in`s Hotel was von Downtown bis North Beach immerhin 30 Kilometer sind, sortieren noch einige Dinge und machen auch heute zeitig das Licht aus

 

Tag 3

 

Heute geht es schon weiter Richtung Cape Coral, zuvor starten wir aber einen kleinen Abstecher in die Lincoln Road. Jeder Tag startet mit einem Kaffe, den wir auch hier bei Starbucks finden. Pünktlich um 10 Uhr öffnen die Läden und wir schauen uns noch hier und da um. Auch bei Peter Lik schauen wir vorbei, der bereits für 200 Millionen $ Bilder verkauft hat. Auch er fotografiert Landschaften so wie wir nur wohl etwas erfolgreicher.

Auch am Ocean Drive müssen wir kurz Halt machen. Frank will noch einige Zigarren kaufen und Birgit noch die Galerie aufsuchen, die so tolle Bilder und andere Dinge hat. Den Abschluss bildet ein kleiner Spaziergang am Strand entlang, der heute doch sehr gut besucht ist.

south-beach

Das Auto haben wir gut voll geladen, aber das sollte nicht der letzte Einkauf sein. Die Fahrt von Miami nach Cape Coral dauert über die Interstate normal 3,5 Stunden über den Turnpike nur 3 Stunden. Wir fahren zuerst einige zeit über die Interstate bis wir an der Autobahn Ikea sehen. Den wollten wir schon immer mal besuchen und fahren ab.

Eigentlich ist unser Auto voll aber wir konnten es uns nicht verkneifen, doch einige Dinge wie Couchtisch, Geschirr, Regale und Kleinigkeiten zu kaufen. Auf dem Parkplatz räumen wir unser Auto nochmals aus und bringen den neuen Einkauf mit Mühe und Not unter. Durch einen Fahrfehler biegen wir nun doch auf den Turnpike ab, zahlen brav die Gebühr mit unserer „Toll by Plate“ Funktion im Auto und sparen eben die halbe Stunde Fahrzeit. Die restliche Fahrt ist mehr als langweilig den der Turnpike geht sage und schreibe 180 Kilometer geradeaus und links und rechts ist nur Sumpf.

Wir kommen genau um 18 Uhr an unserem Haus an. Unser Hausverwalter erwartet uns schon sehnsüchtig um noch einige Dinge zu besprechen und was alles gemacht wurde. Nachdem wir alles durch haben, räumen wir erstmal das komplette Auto aus und verstauen die Sache im Haus.

Arbeiten können wir heute Abend leider nicht mehr, deshalb machen wir uns vom Acker und gehen Abend essen. Ab Morgen startet unser Renovierungs-Marathon. Wir haben uns heute für das Outback Steakhouse entschieden, was an einem Wochentag knallvoll ist. Wir essen wieder sehr gute Steaks mit einigen Cola Zeros. Nach dem Essen fahren wir noch zum Home Depot und kaufen einige Sachen für morgen ein, damit wir loslegen können.

Im Hotel angekommen, halten wir noch alle besprochenen Punkte von heute fest, checken noch die Emails und gehen dann schlafen so dass wir morgen früh fit sind.

 

Tag 4

 

Der erste Eindruck im neuen Haus ist toll. Endlich etwas eigenes im schönen Süden Floridas aber noch so viel Arbeit vor uns. Gestärkt mit einem Starbucks Kaffee machen wir uns an die ersten Aufgaben. Zum Glück sollte uns heute niemand stören und auch keine weiteren Handwerker sind vor Ort so dass wir ohne grosse Unterbrechungen arbeiten können. Dachten wir !

Als wir am Haus ankommen steht bereits ein Fahrzeug auf der Hofeinfahrt. Wir sehen um das Haus niemand und wollen die Haustüre öffnen als wir feststellen, dass diese bereits geöffnet wurde. Sind da etwa die ersten Einbrecher da, nachdem es gerade in Cape Coral eine Einbruchsserie gibt ?

Zu unserer Beruhigung stellen wir fest, dass es der Elektriker ist, der den Strom für die Poolheizung legt. Aber wie kam er in das Haus ?  Das fragen wir ihnen und bekommen zur Antwort dass er sich über die Seitentüre der Garage Zugang verschafft hat. Zum Glück haben wir die Schwachstelle gleich heute entdeckt damit wir das sofort beheben können.

Nach der erste Orientierung gehen wir die Sache mit Struktur an. Etwa 40 Steckdosen und 20 Lichtschalter sowie Telefon- und Fernsehdosen müssen ausgetauscht werden. Der Vorbesitzer hat in den letzten Jahren wohl schon einiges neu gemacht aber die hässlich vergilbten Dosen aus den 90ern hat er drin gelassen und wir wollen alles einheitlich haben. Zuerst muss sich Frank aber orientieren wie das mit den Farben der Kabel so ist, denn in Deutschland ist das etwas anders.

steckdosen

Frank startet also Raum für Raum alle Schalter und Steckdosen zu entfernen und neue anzuschliessen. Birgit kümmert sich zwischenzeitlich um das Silikon und hat sich vorgenommen die sieben gekauften Kartuschen komplett zu verwenden. Leider gibt es an den Sockelleisten kein Silikon so dass es hier immer wieder Stellen gibt wo Wasser darunter fliessen kann bzw. dass sich dort Staub sammelt deshalb schliessen wir diese Fuge und zwar in allen Zimmern !

Wir machen noch uns eine neue Einkaufsliste und fahren zu Home Depot. Deinem freundlichen Baumarkt von nebenan. Leider werden wir bei den Schaltern und Dosen nicht vollständig fündig und müssen noch einen zweiten Store in Fort Myers anfahren, der gerade noch so unsere Bedürfnisse decken kann. Der Wagen ist wieder mal voll mit dies und das und alles muss verarbeitet werden. Puuhhh !

Wir holen uns am Abend bei Papa John`s eine Pizza und verspeisen die zur Premiere an unserem neuen Esstisch. Danach beginnen wir noch den Grill aufzupacken und auszubauen. Leider werden wir nicht mehr fertig denn nach 14 Stunden gibt der Körper auf. Die letzte Nacht im Hotel bricht an bevor wir morgen in`s Haus ziehen, wenn die Möbel kommen.

 

Tag 5

 

Auch heute holen wir uns zuerst einen Kaffee und sind pünktlich um 9 Uhr am Haus, denn heute geht es turbulent zu. Es sind mehrere Anlieferungen geplant und Handwerker geben sich die Klinke. Bis 10.30 Uhr haben wir erstmal Ruhe und arbeiten wieder am Licht bzw. Strom und Birgit am Silikon. Der erste Anlieferer avisiert sich per Telefon und taucht weniger später auch schon auf. Der Grossteil unserer Möbel wird angeliefert, angefangen von  der vier Schlafzimmern, über das Esszimmer und Teile des Wohnzimmers. Die beiden Herren bauen alles auf, zwischendurch unterbrochen von einem Regenguss. Hier das Hauptschlafzimmer.

masterbedroom

In der Zwischenzeit erscheint auch der bestellte Sanitärfritze, der heute unsere beiden WC`s überprüfen soll. Die Spülung funktioniert nicht bzw. der Druckbehälter ist undicht. Die Hiobsbotschaft kommt auch wenig später. Alle beiden WC`s sind defekt und müssen getaucht werden. Wir geben den Auftrag dazu. Zusätzlich müssen wir noch eine neue Armatur am Waschbecken in der Küche verkraften, denn die alte ist undicht. Der Küchenabfallschredder, der in den USA in jede Küche gehört ist auch schon in  die Jahre gekommen und wird ebenfalls gleich mit getauscht.

Auch die bestellten Poolmöbel kommen heute noch. Das Haus füllt sich langsam aber irgendwie steht dann später wieder alles im Weg. Wir stellen alles mal so zusammen dass es möglichst wenig Platz benötigt und schauen dann später wie wir das plazieren werden.

poolmoebel

Auch der Elektriker taucht auf und überprüft die Stromanschlüsse, schließt die Poolheizung an und hilft Frank bei der ein oder anderen verzwickten Kabelinstallation. Auf dem Bild der Poolheizung ist noch gut die alte Aussenfarbe zu erkennen, die die verkaufende Bank extra neu streichen lassen hat. Sehr schön. Am frühen Nachmittag meldet sich dann der zweite Möbellieferant an, der die Poolmöbel bringt. Auch hier klappt alles reibungslos und wenig später sind die beiden Jungs wieder weg.

poolheizung

Gegen 15.30 Uhr ruft dann der letzte Lieferant für heute an. Die Elektrogeräte für die Küche kommen noch. Wir sind schon gespannt wie unsere Edelstahlgeräte aussehen. Zuerst bekommen wir aber eine Hiobsbotschaft übermittelt. Die beauftragte Firma installiert den Geschirrspüler nur, wenn er direkt neben dem Waschbecken ist und das ist er bei uns nicht. Wir fragen kurzerhand den Sanitärtypen der gerade bei den WC`s fertig ist ob er das machen kann und wir bekommen prompt ein Angebot überreicht und stimmen zu.

Auch der Kühlschrank macht Zicken, den der Platz nach oben ist durch einen Oberschrank der Küche begrenzt und wegen fünf Zentimeter passt der Kühlschrank nicht darunter. Kurzerhand entfernen wir eben diesen Schrank, der hätte nachher eh nicht mehr benutzt werden können. Es wird eben immer alles grösser und teurer.

Nachdem alle Handwerker gegen 17.30 Uhr das Haus verlassen haben, machen wir uns auf dem Weg zu einem Special Event. Heute ist der Verkaufsstart des iPad 2 und wir wollen dabei sein. Der etwa 40 Meilen entfernte Apple Store innerhalb einer riesigen Shopping Mall im Freien verkauft seit 17 Uhr bereits, wir sind also zu spät. Entsprechend lang ist die Schlange als wir gegen 18.30 Uhr dort ankommen. Frank stellt sich in die Reihe und Birgit geht in den tollen Möbelgeschäften nach Allerlei zu suchen.

apple-store

Gegen 19.30 Uhr ist Frank dann im Apple Store und hält das neue iPad in der Hand. Leider haben wir schon draussen erfahren, dass alle Modelle bereits ausverkauft sind und niemand sagen kann wann es Nachschub gibt.

Wir gehen noch kurz bei Hollister vorbei, dort gibt es auch wieder eine tolle Verkaufsaktion, bei der wir bei einem Einkauf von 150 $ sage und schreibe 50 $ Nachlass erhalten !

Auch das Abendessen vergessen wir nicht. Auch heute ist es wieder spät geworden und wir kommen erst gegen 21 Uhr zu Applebees. Das Essen ist dafür wieder mal sehr gut und günstig. Als wir gegen 22.30 Uhr wieder im Haus ankommen, machen wir noch ein paar Kleinigkeiten, gehen dann aber kaputt schlafen !  Die erste Nacht im neuen Heim.

 

Tag 6

 

Heute morgen wollten wir eigentlich duschen, stellten dann aber schnell fest dass es kein Warmwasser gab. Der Wasserspeicher in der Garage war nicht eingesteckt und Frank checkte dann gleich ob dieser anläuft. Das tat er aber nicht. Kurzerhand entschieden wir uns die Sanitärfirma anzurufen die auch die WC`s gemacht hatten. Da es heute aber Samstag war hatten wir keine grosse Hoffnung. In der Firma war jemand erreichbar aber nur ein Techniker heute im Einsatz. Wir machten uns also keine grosse Hoffnung dass wir am Wochenende noch Warmwasser haben. Die Firma würde sich melden, wenn der Techniker noch Zeit hat.

In der Zwischenzeit kümmerten wir uns um die restlichen Steckdosen und Schalter sowie dass wir alle Teile die wir bestellt hatten auspackten und diese nach und nach zusammenbauten. Im Masterbad montierten wir ein Licht und einen Spiegelschrank.

Zusätzlich räumten wir alle leeren Kartons schon mal zusammen denn am Montag ist Müllabfuhrtag. Die werden sich freuen denn wir haben bis dahin eine ganze Menge zusammen.

Gegen 12 Uhr meldete sich die Sanitärfirma, dass der Techniker unterwegs sei und wenig später tauchte auch schon Bryan auf. Der Warmwasserspeicher war leider nicht mehr zu reparieren da ein Bauteil im Gerät defekt war und dieser durch das agressive Wasser schon angerostet ist. Wir bekamen daher das Angebot dass er diesen gleich tauscht und anschließt. Wir haben zugestimmt und Bryan machte sich auf den Weg das Teil zu holen.

warmwasser

Wir hatten bereits einen Badschrank und ein Licht dazu gekauft, den wir heute noch anbringen wollten. Grundsätzlich ist dieses kein grosses Problem, nur leider ist die Konstruktion der Wände so dünn, dass die normalen Dübel gar nicht halten. Die Hohlraumdübel sind in den meisten Fällen OK aber nur wenn es nicht bereits Löcher gibt die zu gross sind. Zum Glück haben wir Dübel aller Art von zu Hause mitgebracht, so dass wir auch dieses Problem gelöst bekommen.

Da heute Samstag ist erwarten wir keinen Handwerker mehr und können am Mittag unserer Arbeit nachgehen ohne dauernd gestört zu werden. Birgit widmet sich den vielen Kleinmöbeln die wir im Laufe der Woche gekauft haben und Frank geht nochmals an die Elektrik und schliesst die restlichen Schalter und Dosen an.

Frank hat die noch fehlenden Blenden für die Schalter nicht bekommen und wir müssen einen weiteren Baumarkt, der aber 40 Meilen entfernt ist anfahren.

Vor dem Abendessen fahren wir deshalb noch in den anderen Baumarkt und besorgen die Blenden die wir uns haben reservieren lassen. Danach gehen wir noch etwas Essen und räumen dann wieder mal noch etwas auf. Es ist schon erstaunlich wieviel Werkzeug und Teile man tagsüber hin und her bewegt und es dann irgendwo liegen lässt.

Wir haben unsere eigenen Bilder aus Deutschland mitgebracht die wir aufhängen wollen. Bisher hatten wir gar keine Zeit zu schauen ob diese überhaupt den langen Flug überstanden haben. Deshalb packen wir diese mal aus und schauen nach. Zusätzlich packt uns noch die Neugierde wie die Motive auf Acryl herauskommen.

arcryl

 

 

Tag 7

 

Heute ist Sonntag, für uns aber kein Ruhetag.

Am späten Vormittag kommt Kevin, den wir schon im Februar besucht haben um uns in Sachen Pflanzen rund um das Haus zu beraten. Leider hat der Vorbesitzer die Pflanzen etwas vernachlässigt bzw. einige sind im Laufe des letzten halben Jahres als das Haus leer stand einfach ausgetrocknet. Deshalb müssen wir hier und da etwas neues einpflanzen lassen.

 

Im weiteren Tagesverlauf sind noch einige Jobs zu erledigen, so dass uns nicht langweilig wird. So sieht aktuell das angehende Wohnzimmer aus.

wohnzimmer

Nachdem aber nach unserer Information morgen die Müllabfuhr anrückt, räumen wir heute Abend die komplette Garage aus. Dort wurde der komplette Müll wie Putz, Schränke, Regale und weiteres zwischengelagert und muss nun weg. Da aber leider unser Garagentor noch nicht aufgeht müssen wir es mühselig durch die Seitentüre der Garage schleppen. Hier ein Bild vom nächsten Morgen, was wir alles nach draussen geschleppt haben.

muell

 

 

Tag 8

 

Montag = Handwerkertag. Heute gehen die Handwerker wieder aus und ein. Der erste der eintrifft ist der Dacharbeiter, der die beanstandeten Dinge der Home Inspektion erledigt, u.a.. unseren Lichtausschnitt im Wohnzimmer, der undicht ist, wieder abdichtet. Das dauert den ganzen Vormittag an. Irgendwann verschwindet der Handwerker wortlos.

Auch Jeremy, der letzte Woche bereits die WC`s installiert hat, steht heute wieder auf der Matte. Der Geschirrspüler muss eingebaut werden. Diesen hatte der Lieferant ja nicht eingebaut da dieser nicht direkt neben dem Waschbecken seinen Platz gefunden hätte. Aber Jeremy macht das und er macht das richtig gut, aber in einem Tempo da würden in Deutschland die Handwerker davon träumen. Zeit ist hier nicht Geld.

Zusätzlich ist noch der Wasseranschluss des Hahns im Hauptbadezimmer undicht, der wird auch gleich mit behoben. Zahlen muss muss diese Arbeiten immer sofort aber Kreditkarte ist auch hier möglich.

Was machen wir eigentlich heute oder lassen wir nur arbeiten ? Nein auch wir haben etliches zu tun. Wir haben uns entschieden, nachdem Frank bei Home Depot fündig geworden ist, den Waschtisch aus dem Poolbad zu entfernen. Das ist keine leichte Angelegenheit, denn dieser wurde zwischen zwei Wänden nahezu perfekt eingepasst und lässt sich nur sehr schwer entfernen.

In der Zwischenzeit kommt der TV-Mann der unsere Satellitenanlage installiert und die Kabel die vorhanden sind durchcheckt. Nach etwas mehr als 2 Stunden haben wir an allen vier Fernsehgeräten ein sehr gutes Bild und alles ist fertig. Zum Glück mussten keinen neuen Kabel gelegt werden, da wir ja innen bereits alles gestrichen haben.

schuessel

Auch unser Hausverwalter taucht gegen Mittag auf und fängt an unsere neue Aussenfarbe aufzutragen. Da die jetzige Farbe ein dunkles Braun ist muss er aber zweimal drüber da die erste Schicht nicht gut genug deckt. Na ja, muss er halt etwas mehr Gas geben als sonst, das ist aber hier nicht so üblich.

Auch das zweite Bad bekommt einen neuen Anstrich. Wir haben uns entschieden dass wir das weiß machen und nicht wie die restlichen Räume in gelb. Dafür hat unser Hausverwalter extra einen „Lehrling“ mitgebracht der sich daran versucht.

Birgit lenkt sich etwas in der Sonne ab, auch das muss ab und an sein. Frank ist zwischenzeitlich mal wieder auf Einkaufstour. Es ist doch sehr erstaunlich wie oft man in einer Woche in einen Baumarkt gehen kann. Wir waren die letzten Tage mehrfach.

Am späten Nachmittag widmet sich Birgit unseren Barhockern, die erst heute morgen gekommen sind. Frank hat die noch fehlenden Blenden für die Schalter nicht bekommen und wir müssen einen weiteren Baumarkt, der aber 40 Meilen entfernt ist, anfahren.

Das machen wir dann aber erst am Abend, denn wir haben noch einiges anderes bis dahin zu erledigen. Frank packt schon mal die Bilder aus, die wir aus Deutschland mitgebracht haben, damit wir diese morgen aufhängen können.

Am frühen Abend fahren wir zuerst zum Wal-Mart, denn auch dort haben wir Leinwandbilder bestellt, die aber laut Internet noch nicht angekommen sind. Wir wollen das mal vor Ort klären und siehe da, alle Bilder liegen abholbereit dort und der erste Wagen ist wieder voll.

Zusätzlich benötigen wir noch einen kleinen Schreibtisch und einen Bürostuhl für unseren Privatraum und suchen noch nach einen Schrank für unseren Waschraum. Auch hier werden wir auf Anhieb fündig. Zusätzlich finden wir noch einige Dekoartikel so dass der zweite Wagen auch sehr gut gefüllt ist.

Wir nehmen ein Brathähnchen mit, was es im Walmart fix und fertig zu kaufen gibt, denn wir haben heute Abend keine Lust Essen zu gehen. Wir kommen erst gegen 20 Uhr wieder am Haus an, packen den Wagen erst gar nicht aus sondern essen zuerst das Hähnchen, was wirklich sehr gut schmeckt.

Nach dem Essen räumen wir noch den Wagen aus, fangen noch an hier und da etwas auszupacken und aufzuräumen. Der erste Schrank für den Waschraum soll heute Abend noch fertig werden aber ruck zuck ist es wieder 24 Uhr und wir stecken es auf

 

Tag 9

 

Der Dacharbeiter der gestern grusslos verschwunden war taucht heute morgen schon kurz vor Acht auf und hämmert auf dem Dach. Da Frank aber sowieso aufstehen muss da auch der Elektriker früh kommen wollte, spielt das nicht wirklich eine grosse Rolle. Birgit hingegen ist noch nicht fit, da sie gestern Abend bis spät noch gearbeitet hat.

Der Elektriker installiert uns zwei Bewegungsmelder die zum Komfort und der Sicherheit dienen sollen und wir stimmen ab wo diese angebracht werden müssen. Zusätzlich soll dieser noch unsere Telefondosen neu anschliessen da es hier auch neue Technik gibt.

Unser Hausverwalter lässt sich wieder gegen Mittag blicken und macht weiter den Aussenanstrich. Frank hat zwischenzeitlich angefangen die Bilder in den fertigen Räumen aufzuhängen. Da wir über 40 Bilder im ganzen Haus verteilt haben wird dafür der heutige Tag wohl nicht reichen. Birgit macht sich an den weiteren Zusammenbau der beiden Schränke für den Waschraum.

schrankzusammenbau

Am Nachmittag kommt dann die Crew für die Bepflanzung der Aussenanlage. Zuerst wollen wir besprechen welche Pflanzen wir nehmen wollen und wie wir diese plazieren. Das ist gar nicht so einfach, da wir rund um das Haus ca. 60 neue Pflanzen haben werden. Diese Aufgabe hat Birgit übernommen, die sich wirklich sehr gut mit den Sachen auskennt. Am Ende sollen wir dann ein Angebot erhalten, was wir an Kosten zu erwarten haben.

Am Abend räumen wir dann weiter auf, da wir morgen endgültig unseren Müll entsorgt bekommen, dachten wir, dazu aber morgen mehr. Der Müllberg wird immer grösser und das Grundstück reicht in der Breite fast nicht mehr aus. Hier ein Bild am nächsten Morgen.

muellberg

 

 

Tag 10

 

Unseren neuen Waschtisch für das Poolbad haben wir schon zusammengebaut und es meldet sich auch schon der bereits bekannte Handwerker für die Installation der Anschlüsse sowie der Armatur.

Zwischenzeitlich kommt erneut die Gärtnerin um die Sache mit dem vorhandenen Stumpf der grossen Eiche vor unserem Haus zu klären. Hier scheint es ein grösseres Problem zu geben, da die angefragten Firmen horrende Preise für das herausziehen des Baumstumpfes aufgerufen haben. Hier geben wir den Auftrag weiter nach einer Lösung zu suchen gg. selbst einen Bagger zu mieten.

Heute kommt ebenfalls der Dachspezialist der unsere Decke im Poolbereich neu macht. Die Trockenbaudecke ist leider aufgrund eines Lecks im Dachs, dass vor Jahren vorherrschte marode geworden und muss getauscht werden. Wir haben uns hier nicht für eine neue grüne Trockenbaudecke sondern für eine Vinylpanele entschieden. Der Vorteil dabei ist dass diese nicht gestrichen werden muss und wesentlich widerstandsfähiger als die Gipsplatte ist. Zusätzlich sieht diese auch noch besser aus. Der beauftragte Handwerker behebt dann auch noch die herausgerutschten Panele am Dachüberhang ringsrum sowie befestigt die Dachrinne

lanai

In unserem Inspektionsbericht wurde auch die Klimaanlage vermerkt, dass diese nicht richtig funktioniert bzw. das es einige undichte Stellen gibt. Heute kam die beauftragte Firma um sich das anzuschauen und ein Angebot abzugeben. Nachdem diese nach einiger Zeit vom Dach wieder herunterkommen geht es an das Angebot, dass wie die letzten Tage häufiger passiert, niederschmetternd ist. Eigentlich ist die Klimaanlage nach 12 Jahren quasi Schrott, wird uns mitgeteilt, entsprechend hoch fällt das Angebot aus. Das können wir so nicht akzeptieren und unser Hausverwalter beauftragt eine zweite Firma die morgen kommen will.

Zwischenzeitlich fährt der Müllwagen vor und fängt an den ganzen Müll einzuräumen. Was heisst den ganzen Müll ? Er pickt sich nur die schwarzen Säcke heraus, lässt aber all de losen Dinge wir Regale, Schränke usw. liegen. Nachdem wir ihn fragen, warum das so ist, veweist er darauf dass er einen sehr engen Zeitplan hat und nur schwarze Säcke mitnehmen kann. Auch das Angebot dass wir ihm beim Aufladen helfen bzw. dass wir ihm dafür Geld geben, lehnt er dankend ab.

Merkwürdigerweise nimmt er aber zwei Häuser weiter auch einen zerlegten Schrank und weitere Teile mit. Frank wird das zu bunt und geht nochmals zu diesem Mann hin um ihn zur Rede zu stellen. Jetzt begründet er es damit, dass alles was in einer Reihe direkt am Strassenrand liegt mitgenommen wird. Was ist jetzt denn los ?

Frank geht nach drinnen und holt das Handy um bei der Stadt anzurufen. Diese verweisen darauf dass innerhalb 48 Stunden jemand extra vorbei kommt um den Rest abzuholen. Geht doch !

Der Aussenanstrich geht mittlerweile in die entscheidende Phase. Bis zu drei Mann ( Frau ) sind derzeit beschäftigt abwechselnd gelb, weiß und blau zu bemalen. Leider dauert es etwas länger als wir alle dachten und wir werden auch heute nicht mit der Farbe fertig.

aussenanstrich

Am frühen Nachmittag hält dann wieder die Dame der Stadtverwaltung die schon mal da war und erkundigt sich, wann der Müll wegkommt. Als wir die Geschichte erzählen verspricht sie sich darum zu kümmern. Lassen wir uns da mal überraschen.

Frank geht wie eigentlich jeden Tag am späten Nachmittag in den Baumarkt und kauft all die Sachen ein die wir den ganzen Tag über aufgeschrieben haben. Das ist mittlerweile fast schon zum Ritual geworden.

Aber auch nach dem Abendessen gibt es keine Pause. Kleinere Arbeiten werden immer noch erledigt auch wenn es nichts ist was man am Ende sieht. Gemacht werden muss es dennoch

 

Tag 11

 

Für heute Morgen ist die Anlieferung der restlichen Möbel avisiert. Es fehlt noch die Couchgarnitur, der Frühstückstisch mit Stühlen und eine Nachttischlampe.

Zuerst aber widmet sich Frank den restlichen Bildern in den Räumen die jetzt gestrichen sind. Gegen 11 Uhr taucht dann unser Hausverwalter sowie fast zeitgleich die Möbelfirma auf. Innerhalb weniger Minuten ist die Couchgarnitur und der Tisch mit den Stühlen entladen und hingestellt.

Heute werden die Sprossentüren, die sehr viel Kleinarbeit erfordern gestrichen. Hierzu muss jedes einzelne Fenster abgeklebt werden. Weitere Malerarbeiten werden rings um das Haus erledigt.

Birgit hört ein lautes Brummen und meint dass es ein Müllfahrzeug ist. Frank springt nach draussen und tatsächlich taucht ein riesen Müllwagen mit einer Schaufel auf, der den restlichen Müll abholen soll. In Windeseile werden all die Teile auf den Wagen gehievt und mit der Schaufel zu Kleinholz gemacht. In weniger als eine halben Stunde ist alles weg, was wir die letzten Tage aus dem Haus geschafft haben.

muellwagen

Auch die Gärtnerin meldet sich wieder zurück. Im Schlepptau hat sie einen Mann der angeblich ohne Probleme ( Originalton:  No Problem ), diesen Baumstumpf entfernen kann. Er erklärt wie er das macht und was es kostet. Als wir versuchen herunterzuhandeln erklärt er uns was die Maschine kostet und das andere das doppelte verlangen würden. Wir wissen das und schlagen deshalb ein. Wir sind gespannt was das morgen wird, wenn er mit seinem Bagger kommt.

Birgit klebt noch die Wandfliesen an unseren neuen Waschtisch mit Sprühkleber und fertig angemachten Fugenmaterial, was erstaunlich gut funktioniert. Gibt es bei uns so etwas auch, habe es jedenfalls noch nie gesehen.

wandfliesen

Nachdem Frank heute Abend noch einen Elektronikladen aufsuchen muss und es schon wieder spät geworden ist holt er auf dem Heimweg eine leckere Pizza bei Pizza Hut und wir geniessen diese zusammen mit einem Samuel Adams Boston Lager auf der Terasse. Feieraband !

 

Tag 12

 

Heute kommen schon um 7.45 Uhr die ersten Handwerker also quält sich Frank gegen 7.30 Uhr aus dem Bett. Die Handwerker sind sogar fünf Minuten früher da und sind startklar unsere Bewegungssensoren rund um das Haus zu installieren. Zusätzlich haben wir noch einen zweiten Mann bestellt, der unsere Telefondosen sowie die restlichen Stromanschlüsse installiert.

Da die Elektrik in diesem Haus mehr als ungewöhnlich ist, hat Frank für die schwierigen Fälle extra etwas Geld in die Hand genommen und einen Profi an die Sache rangelassen. Auch für die ist es in einigen Fällen mehr als schwierig die verzwickte Verlegung der Kabel herauszufinden. Bis zu vier Schalter sind an einem Licht angekoppelt und erst nach drei Stunden sind alle Klarheiten beseitigt und alles funktioniert.

Zwischenzeitlich taucht auch die bestellte Klimaanlagenfirma auf. Nach der gestrigen Odysee mit dem sehr hohen Angebot macht es diese Firma besser und tauscht nur einen Teil der Zuleitungen aus bzw. isoliert die anderen neu. Diese Klimaanlage ist bereits zwölf Jahre alt und nach Auskunft der Handwerker ist meist mit 15 Jahren Schluss und dann wollen wir nicht das grosse Geld in die Hand nehmen.

Fast zeitgleich kommt auch Tony mit seinem Bagger der unsere riesen Eiche aus dem Vorgarten entfernen will, genauer gesagt, was von dieser noch übrig ist. Der Stumpf mit den Wurzeln muss leider raus, da wir an der gleichen Stelle neu bepflanzen wollen und das würde ohne Entfernen nicht funktionieren. Der Bagger hat zu Beginn etwas Mühe, da die Wurzeln über mehrere Meter unter dem kompletten Rasen laufen aber nach zwei Stunden ist der Spuk vorbei und der Baumrest entfernt.

baumstumpf

Der Pflanzentrupp hat in dieser Zeit bereits angefangen die bestellten Pflanzen zu verarbeiten. Rings um das Haus werden bis morgen 97 Pflanzen ein neues zuhause finden. Nachdem Tony mit dem Baum entfernen fertig ist, kann morgen auch Kevin mit der Palme anrücken und diese dort einsetzen.

bepflanzung

Schon zu Beginn unserer Ankunft hatten wir das Problem dass das Öffnen des Garagentors nicht möglich war. Immer wieder haben wir die Reparatur verschoben, da wir das selbst machen wollten aber nicht dazu gekommen sind. Jetzt hat unser Hausverwalter eine Firma angeschrieben, die heute kommen soll.

Eigentlich wollte unser Hausverwalter auch die etwas höheren Stellen des Hauses streichen aber ohne die geeignete Leiter ist das nicht möglich. Da aber der Elektriker die richtige Leiter dabei hat fragen wir ungeniert ob wir diese haben können und Birgit macht sich auf den Weg in schwindelnde Höhen.

streichen

Schnell wird klar, dass wir das nie hätten selbst machen können. Die kompletten Federn, die Aufhängung und Führung ist im Eimer und muss ausgetauscht werden. Die beiden Jungs machen einen sehr guten Eindruck und nach einer Stunde ist das Tor zum ersten Mal offen und läuft.

Direkt danach geht der bestellte Maler an das Werk und streicht die Wände und entfernt von der Decke den aufgetragenen Sprühputz. Für das Streichen der Decke reicht es aber heute nicht mehr.

Auch wir waren nicht untätig. Frank ist dauernd im Einsatz, die Handwerker in Schach zu halten. Birgit prüft zwischenzeitlich die Jalousien um zu schauen welche ausgetauscht werden müssen. Einige sind leider nicht mehr so schön bzw. funktioniere nicht richtig und wir gehen los um diese zu neu zu kaufen. Das witzige an der Sache ist, dass es zwar Standardbreiten und -längen gibt aber die Jalousien auch vor Ort auf Maß geschnitten werden können. Natürlich nur in der Breite. So bekommen wir exakt die Breite die wir für die einzelnen Fenster haben müssen.

Kurz noch einen Kaffee eingeworfen und schon geht es dran die Jalousien anzubringen. Es ist wirklich ein Kindespiel und wir schaffen die sechs Jalousien in weniger als einer Stunde. Es bleibt also noch Zeit hier und da etwas Feintuning zu machen, es ist immer wieder erstaunlich wieviel Zeit für Dinge drauf geht die man nicht sieht.

 

Tag 13

 

Der letzte volle Arbeitstag startet heute mit Regale aufhängen. Wir haben einige Regale für unser Büro bei Ikea auf dem Weg von Miami nach Cape Coral gekauft. Diese haben wir auch zu Hause und fanden die so gut, dass wir jetzt zwei davon verwenden.

Weitere Regale kommen in  eines der Queen Schlafzimmer und auch die Receiver erhalten ein kleines Regal, damit das Gerät nicht auf dem Boden steht.

Auch die Bepflanzung geht weiter. Am Morgen kommt ein LKW angefahren, der etwas zu kurz ist für das was er transportiert. Es ist Kevin, der unsere Palme bringt. Nachdem er keine Möglichkeit sieht diese zu entladen, bindet er die Wurzel einfach an einer unserer Palmen fest und fährt den LKW weg so dass die Palme heruntergezogen wird.

palmenanlieferung

Wir haben die Palme ja bereits im Februar vor Ort ausgesucht, da gibt es so viel verschiedene Sorten und Dinge zu beachten, dass dies gar nicht so einfach ist. Alles in allem haben wir jetzt die Bepflanzung mit dem heutigen Tag abgeschlossen und sind dafür eine Menge Geld losgeworden. Es hat sich aber mehr als gelohnt und der Vergleich zu vorher ist mehr als zufriedenstellend.

Unsere Maklerin Monika Wilson schaut überraschend vorbei und will sich ein Bild machen, wie weit wir am Haus sind. Sie hat ja den Originalzustand des Hauses vor dem Kauf gesehen und ist sehr überrascht, wie wir das jetzt entsprechend verändert haben. Wir bekommen ein Einzugsbild geschenkt, was einen Ehrenplatz in der Küche erhält.

Unser Hausverwalter ist auch wieder fleissig und streicht heute noch einige Stellen, an den Türen und zum Abschluss das Garagentor. Auch das wurde ja in braun angestrichen und nachdem es jetzt in weiß fertig ist kann man den Unterschied eigentlich nicht beschreiben. Was eine andere Farbe ausmacht, ist unglaublich

Zum Abschluss des heutigen Tages hat unser Hausverwalter uns angeboten, dass wir auf seiner Runde zwei Häuser zu prüfen mitfahren können. So haben wir einen Einblick was andere Vermieter in ihren Häusern haben bzw. wie diese gestaltet sind. Das ist für uns wertvoll, denn wir haben sicher das ein oder andere nicht bedacht oder einfach nicht gewusst

Zum Abschluss gehen wir heute Abend noch in ein tolles Lokal mit offenem Feuer und tollem Essen in Fort Myers. Wenn der Name dieses Restaurants interessiert:  Bahama Breeze

 

Tag 14

 

Für den heutigen Tag haben wir keinen weiteren Arbeiten geplant. Im Gegenteil, heute wollen wir das ganze Haus fotografieren, da zu müssen wir es entsprechend herrichten. Birgit ist dafür mehr als geeignet und richtet das Esszimmer, den Frühstücksraum und den Poolbereich toll her.

Frank geht derweil nach draussen und macht schon seit 8 Uhr Aussenaufnahmen. Hier eine Auswahl der schönsten Bilder von allen Seiten und natürlich auch von innen:

 

Nachdem wir das alles fertig und alles wieder weggeräumt haben, fahren wir noch etwas Shoppen nach Naples.

Am späten Nachmittag geniessen wir die erste Poolrunde, bevor wir am Ende den letzten Tag mit einem tollen Steak im Outback Steakhouse abschliessen. Noch ein Bier am Pool und der letzte Tage geht zu Ende. Das wichtigste aber ist:  Wir haben alles geschafft, was und wie wir uns das vorgestellt haben und es ist ganz toll geworden.

 

Tag 15

 

Heute übergeben wir unser Ferienhaus in die vertrauensvolle Hände unseres Hausverwalters Gunther Schmidt. Zuvor müssen wir aber noch das Master Schlafzimmer herrichten, was wir ja die letzten Tage benutzt haben.

Wir gehen das Inventar zusammen durch, besprechen alle wichtigen Punkte und übergeben anschließend die Schlüssel.

Es wird Zeit loszufahren, denn unser Flieger wartet nicht. Wir sind in etwa drei Stunden in Miami, geben unseren Mietwagen ab und sind erst etwa 1,5 Stunden vor Abflug am Check  In. Das macht aber nicht wirklich was aus, denn bei der Ausreise sind die Amerikaner deutlich schneller als bei der Einreise.

Der Flug geht etwas verspätet los und wir landen nach 9:30 Stunden um 9.45 Uhr in Berlin-Tegel. Hier haben wir leider etwa drei Stunden Aufenthalt bevor es weiter nach Stuttgart geht. Dort landen wir um 14 Uhr und unsere Mission „Working in Paradise“ ist damit abgeschlossen