London 2010 – Reisebericht

Nachdem für gestern Abend die Schneewalze angesagt war und wir gegen 23 Uhr noch nichts weisses draussen sahen, sind wir nach dem Aufstehen um 4 Uhr doch etwas überrascht. Es hat gut und gerne 20 Zentimeter Neuschnee hingeschmissen.

Wir checken kurz den Flughafenstatus auf der Webseite des Stuttgarter Flughafens. Es wird aber nichts besonderes gemeldet und wir planen dass die Reise stattfindet. Wir machen uns fertig und starten um 4.30 Uhr die Reise an den Flughafen. Keine einzige Strasse ist geräumt, aber da so gut wie kein Verkehr ist, lässt es sich doch erstaunlich gut fahren. Ab der Autobahn sind dann die Strassen frei und wir sind gegen 5.10 Uhr am Flughafen.

Wir parken im Kurzparkerparkhaus und laufen den kurzen Weg bis zum Abflugterminal. Am Germanwings Check In Schalter ist ausser uns niemand und wir haben in wenigen Minuten unser Reisegepäck aufgegeben. Angemeldet haben wir das Reisegepäck online, denn das ist wesentlich günstiger als am Check In Schalter.

Die Sicherheitskontrolle ist um diese frühe Uhrzeit auch nicht angespannt und so sind wir deutlich früher als geplant am Boardinggate. Pünktlich um 6.15 Uhr geht das Boarding los und wir wären eigentlich um 6.40 Uhr fertig zum Starten. Leider muss in diesem Augenblick aber erst das Flugzeug enteist werden und direkt danach wird die Rollbahn frei geschoben. Wir starten daher erst gegen 7.20 Uhr.

Der Sitzabstand ist für einen Menschen wie Frank nicht länger als 1,5 Stunden aushaltbar, so lange geht dieser Flug auch nur. Wir landen gegen 8 Uhr am Airport London-Stansted, was nördlich des Zentrums ist.

Mit dem Zug geht es zum Hauptterminal und dort durch eine lange Schlange an der Passkontrolle zum Baggage Claim. Birgit hat die Möglichkeit mit ihrem biometrischen Reisepass an einen automatisierten Schalter zu gehen, dort ist die Schlange auch deutlich kürzer, aber am Ende funktioniert der Scan dann doch nicht und sie ist nur kurz vor mir fertig.

Das Gepäck wartet schon auf uns und wir gehen Richtung Bahn. Wir haben für den Stansted Express schon zu Hause über die Ryanair Promotion vergünstigte Tickets gekauft. Das war gut so, denn zum ersten war es 5 Pfund günstiger und zum anderen müssen wir nicht an die lange Schlange am Ticketschalter anstehen. Frank holt noch kurz am ATM Geld und wir gehen weiter Richtung Gleise.

Stansted Express

Um 9 Uhr geht der Stansted Express Richtung Liverpool Street. Der Flughafen wirbt mit eine Transitzeit von 45 Minuten, die wir aber heute aufgrund einiger unvorhergesehenen Stops nicht schaffen. Der Zug ist gerammelt voll, in unserem Abteil sind gefühlt 100 Finnen, die schon morgens ihren ersten Schluck Bier benötigen. Sehr lecker.

Nach etwas mehr als 1,5 Stunden treffen wir an der Endstation Liverpool Street an. Nach dem Aussteigen bewundern wir zuerst diesen tollen Bahnhof. Die meisten vielleicht sogar fast alle laufen ohne einen Blick links oder rechts zu würdigen Richtung Umsteigemöglichkeit. Wir haben uns hier etwas mehr Zeit gelassen.

Direkt gegenüber findet man die Underground oder Tube, wie sie hier genannt wird. Leider gibt es kein Wochenend- sondern nur eine 1-Tages- oder 7-Tagesticket. Wir nehmen jeder erstmal nur ein 1-Tagesticket und orientieren uns wo die rote Linie fährt. Wir fahren dann mit der Underground bis Tottenham Court Road und dann weiter mit der schwarzen Linie zur Waterloo Station. Auch dieser Bahnhof ist wunderschön, zumindest von innen und fast zu schade um von Zug zu Zug zu rennen.

Wir gehen den kurzen Weg zu unserem Hotel, dem Park Plaza Westminster, wie der Name schon sagt, direkt an de Westminster Bridge. Beim Einchecken werden wir wieder mal nicht aufgrund der gebuchten Family & Friends Rate befragt und beziehen unseren Superior Room mit 27 qm im vierten Stock.

Park Plaza Westminster

Nach dem kurzen Vorbereiten unsere Unterlagen gehen wir auch schon wieder auf Tour. Als wir nach draussen kommen hat es leicht angefangen zu schneien. Nichts gegen das was heute morgen noch vor der Haustüre gelegen ist. Wir gehen über die Brücke, sehen direkt an der rechten Uferseite das London Eye, was wir später noch fahren wollen.Bevor wir aber weiter gehen lernen wir was ganz wichtiges. In England ist Linksverkehr und an jeder Strasse schauen wir in die falsche Richtung. Deshalb ist für uns Touristen auch auf dem Boden vermerkt wohin wir schauen sollen wenn wir eine Strasse überqueren.

Achtung Linksverkehr !

Das erste markante Gebäude auf der linken Brückenseite ist das Westminster Houses of Parliament und direkt an der Strasse der Big Ben. Das erste Bild was wir von London bzw. den Highlights erblicken ist der typische Doppeldeckerbus vor dem Big Ben.

Big Ben mit Doppeldeckerbus

Der Big Ben schlägt seit 1859 regelmäßig jede volle Stunde die Westminster Time. Eine Lampe über den Ziffern zeigt ab das Parlament tagt. Wir haben Glück denn es ist gerade 12 Uhr und wir hören den vollen Klang.

Big Ben

Wir biegen nach links ab, lassen das Parlament, was schwer bewacht ist, rechts liegen und kommen nach wenigen Minuten zur Westminster Abbey. Wir bezahlen stolze 15 Pfund pro Person Eintritt und sind in der Kirche. Dafür gibt es aber zusätzliche einen Audioguide und sogar auf deutsch.

Westmister Abbey

Die Westminster Abbey ist zugleich Krönungskirche und Begräbnisstätte aller englischen Könige nach Wilhelm der Eroberer 1066 n. Chr. Der ausführliche Rundgang erzählt Details der einzelnen Gräber, deren Könige oder Königinnen sowie Details zu den einzelnen Räumen. Leider darf man innen keine Bilder machen und das wird auch sehr streng überprüft.

Westminster Abbey

Nach etwa einer Stunde verlassen wir wieder das Kloster und laufen Richtung Norden. Das nächste Ziel ist der Buckingham Palace. Zuvor durchqueren wir aber den St. James‘ s Park in Ost-West Richtung. Dieser ist wunderschön angelegt und lädt zum Verweilen ein, nur nicht im Winter. Am Westende des Parks befindet sich der Buckingham Palace, der Sitz der Königin.

Buckingham Palace

Wenn die Fahne gehisst wurde ist die Königin da. Wir haben Glück, heute sehen wir auf dem Dach eine Fahne. Ist das nicht die Königing die gerade den Palast verlässt ?

Queen Elizabeth II ?

Mit Sicherheit nicht, denn eine Königin lässt sich heraus chauffieren und nicht tragen, aber im erste Moment hatten wir den Gedanken. Die Wachen stehen die meiste Zeit brav in ihren kleinen Wachräumen und bewachen den Buckingham Palace. Alle paar Minuten paradieren sie hin und her. Wir denken dass dies aktuell nur wegen der Kälte ist, denn wenn man länger als eine Stunde auf einem Fleck steht frieren einem sicher die Zehen ab.

Wache im Buckingham Palace

Direkt davor steht das Queen Victoria Memorial, das zu Ehren der Königin Victoria erbaut wurde. Unsere Reise geht weiter vorbei am Green Park, der aktuell aber geschlossen ist über die Pall Mall Street zum Picadilly Circus, der von John Nash gebaut wurde. Dies ist der berühmteste Platz Londons, auch bekannt durch seine Eros-Statue.

Picadilly Circus

Dort gehen wir erst einen Kaffe trinken, natürlich im Starbucks Coffee nebenan. Wir schlendern entlang der Regent Street, eine der Haupteinkaufsstrassen in London. Hier findet man alle Marken die man kennt oder auch nicht kennt. Natürlich schauen wir hier und da in einen der Läden, aber fündig werden wir bisher nicht. Das ändert sich spätestens am Apple Store, bei dem wir bisher immer was gekauft haben und da macht auch London keine Ausnahme.

Apple Store Regent Street

Aber wir sind nicht nach London gekommen ohne den Abercrombie & Fitch Store wenigstens besucht zu haben. Dieser ist etwas versetzt zur Regent Street in einer der noblen Strassen die viele noble Boutiquen und Schneider beherbergt. Als wir um die Ecke biegen, stehen wir direkt in der Schlange bei allen denen die auch in den Laden wollen.

Zum Abendessen haben wir uns das Hardrock Cafe ausgesucht. Hier in London wurde die heute weltweit aktive Restaurantkette 1971 durch Isaac Tigrett und Peter Morton gegründet. Das Restaurant ist heute noch an seinem angestammten Platz in der Old Park Lane am Green Park.

Wir essen zuerst die berühmten Nachos an der Bar, da wir auf den Tisch angeblich 50 Minuten warten sollen. Als wir die Nachos gerade angefangen zu Essen haben, blinkt schon unser Pager der uns signalisiert dass wir einen Tisch haben. Wir klären kurz ab ob wir unser Essen mitnehmen können und laufen mit Teller und Gläser durch das Hardrock Cafe nach unten, denn dieses Restaurant ist zweigeschossig.

Wir essen zur Hauptspeise noch Sirloin Steak und einen Legendary Burger und trinken noch das ein oder andere Cola Light. Gestärkt machen wir uns auf den Rückweg, selbstverständlich zu Fuß bis zum Hotel.

Da waren wir etwas mutig, denn die Strecke ist doch etwas lang und führt noch durch den verlassenen St. James`s Park aber mit dem Umweg über den Big Ben kommen wir wieder am Hotel an und können uns noch etwas ausruhen.

Big Ben bei Nacht

 

 

Tag 2

 

Wie, es ist 9:15 Uhr und wir liegen noch im Bett ? Das hat es die letzten Jahre nicht mehr gegeben, aber das frühe Aufstehen von gestern hat uns doch etwas geschlaucht. Wir machen uns also fertig, die Putzfrau klopft zwischenzeitlich noch zweimal bei uns an, bis wir um 10 Uhr das Hotel verlassen. Irgendwie ist heute etwas anders als gestern,nur was ?

Draussen ist es um diese Uhrzeit noch recht dunkel und wir wissen auch warum ! Es schneit und zwar richtig ordentlich ! Wir gehen über die Westminster Bridge Richtung Big Ben, genau gegenüber ist nämlich die Underground Haltestelle Westminster die wir heute nutzen.

Doppeldecker im Schnee

Heute fahren wir bis zur Haltestelle Oxford Circus, die an der Oxford Street liegt. Die Oxford Street ist eine weitere Einkaufsstrasse, die direkt zum Hyde Park, eines unserer heutigen Ziele, führt. Das Schneetreiben wird immer stärker und wir nutzen daher den Unterstand einiger Geschäfte aus. Wir wollten eigentlich heute nicht einkaufen gehen, sind aber durch das Schneetreiben geradezu gezwungen.

Oxford Street

Der Weg Richtung Hyde Park ist sehr idyllisch und es macht uns sichtlich Spass auch wenn wir nach einiger Zeit doch erheblich nass sind. Wir wollten bis Notting Hill laufen, da wir aber noch eine Tour im Chelsea Stadium machen wollten, nehmen wir die nächte Underground dorthin. Was heisst nehmen ? Wir kommen genau eine Station und als wir umsteigen bekommen wir durch eine Durchsage mitgeteilt, dass in London-Heathrow heute zwischen 10 und 17 Uhr alle Flüge gestrichen wurden und auch die Underground aufgrund der Schneeprobleme sehr unregelmäßig fährt. Hoffen wir mal dass es morgen besser ist und nicht auch noch unser Flug ausfällt.

Nachdem die letzten 15 Minuten kein Zug gekommen ist, entscheiden wir uns die Stadiontour ausfallen zu lassen und durch den Hyde Park zu laufen. Zuerst aber wollen wir uns noch etwas stärken oder wo wären das nicht passender als im Cafe Diana mit Fish & Chips. Das Cafe erinnert völlig überraschend an Lady Diana, mit vielen Bildern, Originalbrief und weiteren Memorabilias. Die Fish & Chips schmecken ausgezeichnet und sind mit 6.25 Pfund auch nicht zu teuer.

Cafe Diana London

Gestärkt machen wir uns auf den Weg durch den Hyde Park, vorbei an der Orangiere des Kensington Palace, etwas weiter kommt dann der Kensington Palace noch zum Vorschein, wobei die Frontansicht leider durch einen Bauzaun etwas eingeschränkt ist.

Hyde Park

Der Kensington Palace ist der heutige Wohnsitz der königlichen Famile und die Gedenkstätte für Lady Diana bis heute.

Kensington Palace

Direkt auf gleicher Höhe befindet sich der Round Pond. Dieser kleine See ist im Winter von Menschen belagert die den Enten und Gänsen zu fressen geben. Die Tiere sind so zutraulich, dass sie sogar aus der Hand fressen.

Round Pond

Als wir kurze Zeit später das südliche Ende des Hyde Parks erkennen, sticht uns eine sehr schöne Säule in den Blick die wir unbedingt anschauen müssen. Hier handelt es sich um das Royal Albert Memorial, direkt vor der Royal Albert Hall.

Royal Albert Memorial

Die Royal Albert Hall ist die wohl sehenswerteste Konzerthalle in der Welt. Hier treten Woche für Woche die bekanntesten Interpreten auf. Eines der bekanntesten Konzerte war wohl der Auftritt von Robbie Williams mit seinem Swing-Debut. In der Halle finden 5500 Zuschauer Platz.

Royal Albert Hall

Uns führt es wieder Richtung Zentrum immer entlang des Hyde Park. Als wir im Hyde Park eine Art Kirmes mit Riesenrad und anderen Fahrgeschäften entdecken gehen wir wieder in den Park um uns das anzuschauen. Das Thema heisst Winter Wonderland und hier gibt es auch ein bayerisches Dort mit allerlei Ess-Ständen und Verkaufsständen mit bayerischen Produkten.

Das Harrods Kaufhaus ist unser nächstes Ziel. Das wohl bekannteste Kaufhaus in London vielleicht zusammen mit Macys in New York sogar auf der Welt. Leider ist es jetzt schon dunkel oder zum Glück, denn es ist hier alles sehr schön beleuchtet und geschmückt.

Harrods London

Die Underground direkt am Harrods wird partiell gesperrt, da einige Linien aufgrund des Schneefalls ausgefallen oder verspätet sind und der Andrang aufgrund des Vorweihnachtswochenede besonders gross ist.

Underground London

Birgit war ja vor ca. 20 Jahren schon mal in London und hat in Erinnerung dass die Lebensmittelabteilung sehr sehenswert sein soll. Wir schlendern durch die verschiedenen Bereiche, finden uns aber aufgrund der verschachtelten Räume gar nicht zurecht. Als wir die Kleidungsabteilungen zwar gefunden aber nicht für uns als passend eingestuft haben, gehen wir doch über die Lebensmittelbereiche aufzusuchen.

Dort findet man in den einzelnen Räumen seltene und weniger seltene Lebensmittel getrennt nach Bereich. Dazu gibt es immer wieder die Möglichkeit diese Lebensmittel zu verköstigen, aber zu Preisen die wir uns nicht leisten wollen. Interessant ist es aber allemal all die Dinge die man sonst nur im KaDeWe oder anderswo findet zu sehen.

Harrods London

Alles in allem ist das Harrods nicht so sehenswert wie es der Name verspricht, aber beim ersten London-Besuch muss man eben mal dort gewesen sein !

Wir schlendern weiter Richtung City, denn der Abend ist noch jung. Wir wollen nochmals in der Oxford Street den weiteren Teil den wir gestern nicht besucht haben anschauen. Dazu nehmen wir mal wieder die Underground, denn zum Laufen wäre es wirklich zu weit. Leider ist aufgrund des starken Schneefalls den ganzen Tag es nahezu unmöglich in eine Bahn zu kommen. Ich denke nicht, dass dies in London häufig vorkommt.

Underground London

Die Läden haben heute bis 21 Uhr geöffnet, aber nur die grossen Kaufhäuser und alle die die mitmachen. Etwa auf halber Strecke entdecken wir einen Pizza Hut und entschliessen und vor dem weiteren Einkaufen dort eine  Pizza zu essen.

Leider ist die Schlange entsprechend lang und wir müssen auf einen Sitzplatz warten. Das ist aber nicht das letzte Mal auf was wir heute Abend warten müssen. Der Service ist nicht Amerika-Like und alles dauert etwas länger oder ist chaotisch. Die Pizzen die wir bestellt haben sind aber durchaus gut, obwohl Frank eine grössere bekommt als er bestellt. Prompt wird diese auch noch berechnet, aber nach einer Reklamation wird das wieder korrigiert.

Wir haben noch etwas Zeit und schauen noch etwas in die noch geöffneten Läden. Als wir um 21 Uhr mit dem letzten Gong-Schlag noch bezahlen, werden wir quasi aus dem Laden befördert. Wir laufen noch ein ganzes Stück draussen entlang, denn die Luftr ist herrlich und heutes Abend ist es auch nicht zu kalt. Den restlichen Weg machen wir wieder mit der Underground bis Westminster. Noch kurz über die Brücke, am Big Ben vorbei, das London Eye bewundert, dass abends toll erleuchtet ist ….

London Eye

… und wieder retour in`s Hotel. Ein langer zweiter Tag geht zu Ende, die Füsse und der Rücken schmerzen aber sehr interessant war es.

 

 

Tag 3

 

Bevor wir das Hotel verlassen checken wir noch kurz aus und geben das Gepäck beim Concierge ab. Das ist bei einem besseren Hotel immer wieder ein Vorteil, da es dort solche Dienstleistungen gibt.

Der Schnee hat sich in der Stadt über Nacht fast aufgelöst, aber der Match ist hier und da noch recht stark vertreten. Interessant sind die Touristen die mit Ihren Chucks durch den Restschnee stapfen und sich wundern dass es nach 10 Minuten kalt wird. Die andere Fraktion sind die, die sich mit Schals und Mützen eingedeckt haben, da es überraschend kalt geworden ist und man nicht vorbereitet war.

Wir starten heute den üblichen Weg zur Westminster Bridge. Auch heute lassen wir das London Eye rechts liegen, da die Aussicht auf die Stadt noch immer nicht gut ist. Der Himmel ist schneeweiß als ob wir nochmals Schnee erwarten. Diese Attraktion behalten wir uns für das nächste Mal auf.

Westminster Bridge

Direkt nach der Brücke biegen wir dieses Mal rechts ab. Etwa einen Block weiter beginnt die Downing Street, exakter aber die 10, Downing Street. Diese Adresse ist der offizielle Wohnsitz des Premierministers, aktuell Gordon Brown und entsprechend bewacht und nicht wirklich von der Strasse aus einsehbar. Die berühmte Türe wo der Premierminister einige Staatsgäste empfängt ist hinter dem rechten Gebäude schlecht erkennbar.

10, Downing Street

Etwas weiter östlich befindet sich die Horse Guards, also die berittene Wache, die jeden Tag um 11 Uhr und Sonntags um 10 Uhr eine Wachablösung zelebriert.

Dazu übernehmen die Regimente der Life Guards und der Blues and Royals auf dem Paradeplatz die Verantwortung über die Sicherheit des Horse Guards. Diese beinhaltet ein ca. halbstündiges Ausharren der beiden Wachtruppen auf dem Paradeplatz. Im Winter eine ganz schön kalte Angelegenheit.

Horse Guards - Wachablösung

Das ganze noch als Video, dass besser verdeutlicht wie aufwendig diese Tradition hier in London auch heute noch vorangetrieben wird. Die ganze Zeremonie würde immer 30 Minuten dauern.

Direkt an der Strasse gibt es zusätzlich noch zwei abschließbare Tore in denen auch zwei berittene Guards ihren Dienst verrichten.

Horse Guards

Wir gehen auf der Strasse weiter Richtung Trafalgar Square, dem größten öffentlichen Platz Londons. Hier laufen einige der Hauptstrassen und Metrostationen zusammen. Von hier sieht man auf der westlichen Seite bis zum Buckingham Palace.

Trafalgar Square

Nachdem es am Morgen noch recht frisch ist und der Wind pfeift entscheiden wir uns hier zu frühstücken. Die Kaffees sind um diese Uhrzeit natürlich sehr gut gefüllt und wir bekommen nur schwer einen Platz. Die Muffins und Croissants schmecken ausgezeichnet auch die Winter-Kaffeesorten wir Gingerbread Latte oder Eggnogg Latte sind ausgezeichnet.

Frisch gestärkt und aufgewärmt gehen wir weiter Richtung Covent Garden. Dieser Stadtteil war bis vor kurzem noch für seinen Blumen- Obst- und Gemüsemarkt. Hier findet zusätzlich noch ein kleiner Weihnachtsmarkt mit diversen Fresständen statt, der sehenswert ist. Aber seit einigen Monaten hat dort ein Apple Store eröffnet der seinesgleichen sucht

Apple Store Covent Garden

Der traditionsreiche Altbau aus dem Jahr 1876 wurde für ca. 25 Millionen € komplett restauriert. Der Innenhof der einstigen Pferdestallung wurde durch ein riesiges Glasdach geschlossen.Auf einer Fläche von 25.000 qm und drei Stockwerken findet der Apple Liebhaber alles was das Herz begehrt. Der bis dahin größte Apple Store an der 5th Avenue in New York würde locker in dieses Gebäude passen.

Apple Store Covent Garden

Auch die James Street und quer verlaufende Floral Street scheinen gute Einkaufsmöglichkeiten zu bieten und auch am Sonntag sind alle Geschäfte zumindest zwischen12 und 18 Uhr geöffnet. Auch hier ist auffälllig, dass an fast jeder Ecke eines der bekannten Musicals gespielt wird. Die Auswahl ist hier riesig und die meisten Aufführungen finden in tollen Gebäuden wie diesem hier statt.

The Lion King London

Wir nehmen wieder ein Stück die Metro. Unsere Tageskarte für 5,60 Pfund hat sich wirklich schon gelohnt. Der nächste Halt ist der Tower of London bzw. Tower Bridge. Der Tower of London oder Her Majesty`s Royal Palace and Fortress genannt, ist ein im Mittelalter errichteter Gebäudekomplex der als Waffenkammer, Gefängnis und Schatzkammer diente. Heute beherbergt es die Kronjuwelen.

Tower of London

Im Jewel House sind alle Kronen und weiterer Schmuck für die Krönungszeremonien der einzelnen Könige aufbewahrt. Der Trakt ist das am besten bewachte Gebäude, dass jeden Abend mit einer Zeremonie pünktlich um 22 Uhr abgeschlossen wird. Früher wurde die Sammlung in der Westminster Abbey aufbewahrt, das wurde aber irgendwann zu unsicher.

Jewel House

Der größte Diamant an einem Zeremonieschwert hat 530 Karat. Bei den Hauptausstellungsstücken wird man auf einem Laufband vorbeigefahren, so hat jeder die Möglichkeit gleich lang die Gegenstände anzuschauen. Natürlich ist es aber möglich dieses Laufband mehrfach zu betreten. Das Fotografieren ist in diesem Gebäude strikt verboten und somit gibt es nur die etwas „pixelige“ Auflösung aus dem iPhone.

Kronjuwelen im Jewel House

Wenn man von der Towermauer auf die Themse schaut sieht man im Hintergrund die Tower Bridge, die 1894 erbaut wurde. Die Brücke ist 244 m lang und die beiden Türme sind 65 Meter hoch

Tower Bridge London

Die obere Fußgängerbrücke ist heute noch begehbar. Darin befindet sich aber eine Ausstellung die 7 Pfund Eintritt kostet. Die Brücke ist hochklappbar so dass auch größere Schiffe durchfahren können.  Noch heute wird die Brücke bis zu 1000 mal im Jahr hochgeklappt.

Tower Bridge London

Wir gehen nach Überqueren der Brücke wieder retour zur Underground Station und kommen mit Umsteigen und etwas Laufen an der St. Pauls Cathedral an. Diese Kathedrale wurde 1666 anstelle der alten Kathedrale die im grossen Brand von London zerstört wurde, errichtet.

Sie ist die grösste Kathedrale der Welt zusammen mit der Westminster Abbey. Die Kathedrale ist in einem tollen Zustand auch innen ist alles noch in prima Zustand. Leider ist das Fotografieren verboten und so gibt es nur ein Bild von draussen.

St. Paul`s Cathedral

Direkt gegenüber finden wir durch Zufall noch eine Shopping Mall mit einem Supderdry Store. Da entscheiden wir doch noch kurz einzukehren. Der Blick aus dem modern Gebäude auf die alte St. Paul`s Cathedral ist ein toller Kontrast und gerade das interessante an London.

St. Paul`s Cathedral

Langsam wird es aber dann wieder Zeit zur Rückfahrt, denn wir haben es schon 16 Uhr und eigentlich wollten wir noch was Essen gehen und um 17 Uhr an den Flughafen fahren. Aber alles ist immer wieder etwas anders.

Wir treffen dann erst gegen 17 Uhr an der Noodle Bar ein, die direkt vor unserem Hotel liegt und wir bisher jeden Tag beim Vorbeilaufen gesehen haben. Wir hatten schon zu Beginn der Reise entschieden dass wir das unbedingt mal probieren müssen. Hier gibt es die typische japanische oder chinesische Nudelsuppe die man selbst zusammenstellen kann. Welchen Nudeltyp ? Welche Brühe ? Welche Fleischsorte ? Welche weiteren Beilagen

Noodle Bar London

Ein sehr interessante Sache und vor allem sehr gut und geschmackvoll und mit 8,25 Pfund auch nicht zu teuer.

Wir holen unser Gepäck ab und Frank versucht noch bei Germanwings anzurufen ob unser Flug pünktlich geht. Da alles gut ausschaut, machen wir uns auf den Weg zum Flughafen.

Wir nehmen wieder die Underground ab Westminster bis Liverpool Street, dem Startbahnhof des Flughafenzugs National Express. Leider geht auch heute die Underground nur mäßig und wir müssen15 Minuten auf die richtige Linie warten.

Underground

In der Liverpool Street ist die Hölle los, auch hier warten zahlreiche Fluggäste auf Ihre Verbindungen und auch die Züge vom Flughafen kommend haben teilweise Verspätung. An der Anzeigetafel ist noch keine Plattform angeschrieben also harren wir der Dinge die da kommen. Erst um viertel nach sechs bekommen wir die Info dass Plattform 4 die richtige ist und alles stürmt los. Erstaunlicherweise ist der Zug dann doch nicht zu voll.

Wir fahren zügig los und sind 50 Minuten später am Flughafen Stansted angekommen. Kurz orientiert und los zum Check In. Wir haben nur noch eine Stunde bis zum Abflug was normalerweise die unterste Grenze ist. Am Schalter ist außer uns niemand und wir sind gleich fertig. Noch kurz durch die Sicherheitskontrolle und mit dem Zug zum Abfluggate. Wir treffen dort um 19.40 Uhr ein was eigentlich die Zeit zum Boarding wäre. Aber das Boarden verschiebt sich etwas und wir haben noch eine halbe Stunde Zeit. Viele andere Flüge wie nach Paderborn oder Münster sind ausgefallen.

Die Maschine ist knallvoll und wir haben heute nur eine Stunde Flugzeit also landen wir fast pünktlich um 23:05 Uhr in Stuttgart. Das Gepäck ist schnell da und wir sitzen um halb zwölf im Auto und fahren heim. Ein langer Tag geht zu Ende und morgen geht für einen Teil das Arbeiten wieder weiter !