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Tag 9 - USA 2004

Für den heutigen Tag haben wir uns den Horseshoe Bend und  den Antelope Canyon vorgenommen. Da beides in derselben Richtung liegen, bietet sich das an. Wir verlassen also Page in Richtung Kayenta. Nach ca. 3 Meilen sehen wir schon rechts das Schild zum Horseshoe Bend. Wir parken an dem nahe gelegenen Parkplatz. Der Trail zur "Hufeisenschleife" ist gut erkennbar und leicht zu laufen.

Horseshoe Bend - Page

Nach ca. 15 Minuten erreichen wir den Aussichtspunkt direkt am Colorado.  Die Aussicht ist atemberaubend und es geht ziemlich steil hinunter. Erstaunlich ist, das keinerlei Zäune zur Sicherung angebracht sind. Leider ist die Sonne im Winterhalbjahr etwas flacher und wir haben auf der linken Seite etwas Schatten. Wir beschließen daher nochmals am Nachmittag hierher zu kommen. Wir fahren weiter in Richtung Kraftwerk und sehen am Horizont schon die Schornsteine. Die beiden Einfahrten zum Antelope Canyon sind jeweils ca. 500 m vor dem Kraftwerk links und rechts der Strasse. Wir wollen zuerst in den Upper Canyon, also biegen wir rechts ein. Die freundliche Indianerin vermittelt uns, dass der nächste Jeep erst in einer Stunde abfährt, da außer uns heute niemand da ist/war. Zur  Erklärung:  Den Upper Canyon kann man nur in Begleitung der Navajos erreichen. Das eigene Fahrzeug muss auf dem Parkplatz davor abgestellt werden. Man wird dann mit einem Jeep die etwas drei Meilen lange Sandpiste bis vor den Eingang gefahren. Wir entschließen uns, zum Lower Canyon zu gehen, und überqueren wieder die Hauptstrasse. Dort angekommen, stellen wir fest, dass wir auch hier alleine sind, was uns gar nichts ausmacht. Die drei Indianer am Eingang begrüßen uns freundlich und "knöpfen" uns den  für unser Meinung sehr hohen Eintritt ab. Ein Indianer begleitet uns den etwa 200 Meter langen Weg bis zum Eingang. Auf etwa halber Strecke wurde ein Mahnmal für die 1997 ertrunkenen Besucher nach einem Flash-Flood erstellt. Danach wurde der Canyon für ein Jahr geschlossen und die Sicherheits-Maßnahmen grundlegend verbessert. Der Einsteig in den Canyon ist sehr eng und steil. Hier gilt es schon zu  Beginn seine Sportlichkeit unter Beweis zu stellen. Auch der weitere Verlauf im Canyon ist teilweise sehr eng und verwinkelt und es ist an einigen Stellen schwer mit dem Rucksack zu laufen. Wir können uns sehr gut vorstellen, dass hier viel weniger als im Upper Canyon los ist und einige Amerikaner hier nicht "hinuntergehen" wollen/können. Mit dem Abstieg wird man aber belohnt und bekommt ein eindruckvolles Farbenspiel zu sehen. Die Verläufe ähneln sich die eines Korkenzieher, daher hat dieser Canyon auch seinen Zweitnamen "Corkscrew Canyon". Wir gehen den kompletten Canyon durch. Am Ende besteht die Möglichkeit durch eine steile Treppe den Canyon zu verlassen und an der "Erdoberfläche" zurück zu gehen. Wir entscheiden uns aber den unterirdischen Weg zurück zu gehen, um weitere eindrucksvolle Motive zu bekommen. Im Großen und Ganzen haben wir für den Lower Canyon 1,5 Stunden benötigt. Wir fahren wieder hinüber zum Upper Canyon und tatsächlich sind mittlerweile zwei weitere Personen da, die auch in den Canyon wollen. Wir lassen uns nach einer weiteren Eintrittsgebühr zum Canyoneingang fahren.

Jeep am Upper Antelope Canyon

Da wir nur die "normale Tour" gebucht haben, ist die Zeit auf eine Stunde begrenzt. Es gibt noch eine Fototour, die auf zwei Stunden angesetzt ist, die aber auch wesentlich mehr kostet. Da heute sehr wenig los ist, hat unser Navajo-Guide ein Einsehen und verlängert den Aufenthalt um eine halbe Stunde. Wir machen einige Fotos und werden dann gefragt, ob wir noch einen weiteren Canyon in der Nähe sehen wollen. Wir stimmen zu und gehen auf eine kleine Wanderung direkt neben dem Upper Canyon und sehen noch einen weiteren Canyon, der leider keinen Namen hat. Nach zwei Stunden fahren wir mit dem Jeep wieder zurück zum Parkplatz. Hier ist der Link zu unserem "Antelope Canyon" Special mit Bildern. Nachdem wir noch Zeit hatten, entschieden wir uns den Alstrom Point für ein paar schöne Bilder vom Lake Powell zu suchen. Eine Wegbeschreibung hatten wir ja dabei. Also fuhren wir nach Big Water und bogen dort nach rechts, auf Höhe des neuen Visitor Centers, in das kleine "Städtchen" ab. Nach 500 Meter ging es wieder nach rechts auf eine Dirt Road. Nach kurzer Strecke mussten wir den Wahweap Creek überqueren, der an diesem Tag reichlich Wasser führte. War aber insgesamt doch kein Problem. Da es die Tage zuvor stark geregnet hatte, war die Dirt Road schon zu Beginn sehr schlecht und wir wussten von einigen Beschreibungen, dass die Strasse noch sehr viel schlechter werden sollte. Dies hat sich dann auch bewahrheitet. Nach ca. 12 Meilen haben wir aufgegeben und sind wieder nach Page zurück gefahren. Wir müssen uns ja auch noch was für den nächsten Besuch im Südwesten aufbewahren. Am Abend gehen wir in eine Bar mit angrenzender Bowling-Bahn. Dort ist es relativ voll und gemütlich, da Helloween ist und sind alle verkleidet zum Bowling-Spiel erscheinen.

Lake Powell

 
(C) by Frank Gayer - Update am 16.02.2008