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Für den heutigen Tag haben wir uns den Horseshoe Bend und
den Antelope Canyon vorgenommen. Da beides in derselben Richtung
liegen, bietet sich das an. Wir verlassen also Page in Richtung Kayenta. Nach ca.
3 Meilen sehen wir schon rechts das Schild zum Horseshoe Bend. Wir parken an dem
nahe gelegenen Parkplatz. Der Trail zur "Hufeisenschleife" ist gut erkennbar und
leicht zu laufen.
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Nach ca. 15 Minuten erreichen wir den Aussichtspunkt direkt am
Colorado. Die Aussicht ist atemberaubend und es geht ziemlich steil
hinunter. Erstaunlich ist, das keinerlei Zäune zur Sicherung angebracht sind. Leider ist die Sonne im Winterhalbjahr etwas flacher und wir haben auf der
linken Seite etwas Schatten. Wir beschließen daher nochmals am Nachmittag
hierher zu kommen. Wir fahren weiter in Richtung Kraftwerk und
sehen am Horizont schon die Schornsteine. Die beiden Einfahrten
zum Antelope Canyon sind jeweils ca. 500 m vor dem Kraftwerk links und rechts der Strasse. Wir
wollen zuerst in den Upper Canyon, also biegen wir rechts ein. Die freundliche
Indianerin vermittelt uns, dass der nächste Jeep erst in einer Stunde abfährt,
da außer uns heute niemand da ist/war. Zur Erklärung: Den Upper
Canyon kann man nur in Begleitung der Navajos erreichen. Das eigene Fahrzeug muss
auf dem Parkplatz davor abgestellt werden. Man wird dann mit einem Jeep die
etwas drei Meilen lange Sandpiste bis vor den Eingang gefahren. Wir entschließen uns, zum Lower Canyon zu gehen, und überqueren wieder die
Hauptstrasse. Dort angekommen, stellen wir fest, dass wir auch hier alleine
sind, was uns gar nichts ausmacht. Die drei Indianer am Eingang begrüßen uns
freundlich und "knöpfen" uns den für unser Meinung sehr hohen Eintritt ab. Ein Indianer begleitet uns den etwa
200 Meter langen Weg bis zum Eingang. Auf etwa halber Strecke wurde ein Mahnmal
für die 1997 ertrunkenen Besucher nach einem Flash-Flood erstellt. Danach wurde
der Canyon für ein Jahr geschlossen und die Sicherheits-Maßnahmen grundlegend
verbessert. Der Einsteig in den Canyon ist sehr eng und steil. Hier gilt es
schon zu Beginn seine Sportlichkeit unter Beweis zu stellen. Auch der
weitere Verlauf im Canyon ist teilweise sehr eng und verwinkelt und es ist an
einigen Stellen schwer mit dem Rucksack zu laufen. Wir können uns sehr gut
vorstellen, dass hier viel weniger als im Upper Canyon los ist und einige
Amerikaner hier nicht "hinuntergehen" wollen/können. Mit dem Abstieg wird man
aber belohnt und bekommt ein eindruckvolles Farbenspiel zu sehen. Die Verläufe
ähneln sich die eines Korkenzieher, daher hat dieser Canyon auch seinen
Zweitnamen "Corkscrew Canyon". Wir gehen den kompletten Canyon durch. Am Ende
besteht die Möglichkeit durch eine steile Treppe den Canyon zu verlassen und an
der "Erdoberfläche" zurück zu gehen. Wir entscheiden uns aber den
unterirdischen Weg zurück zu
gehen, um weitere eindrucksvolle Motive zu bekommen. Im Großen und Ganzen haben
wir für den Lower Canyon 1,5 Stunden benötigt. Wir fahren wieder hinüber zum
Upper Canyon und tatsächlich sind mittlerweile zwei weitere Personen da, die
auch in den Canyon wollen. Wir lassen uns nach einer weiteren Eintrittsgebühr zum
Canyoneingang fahren.
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Da wir nur die "normale Tour" gebucht haben, ist die Zeit
auf eine Stunde begrenzt. Es gibt noch eine Fototour, die auf zwei Stunden
angesetzt ist, die aber auch wesentlich mehr kostet. Da heute sehr wenig los
ist, hat unser Navajo-Guide ein Einsehen und verlängert den Aufenthalt um eine halbe
Stunde. Wir machen einige Fotos und werden dann gefragt, ob wir noch einen
weiteren Canyon in der Nähe sehen wollen. Wir stimmen zu und gehen auf eine
kleine Wanderung direkt neben dem Upper Canyon und sehen noch einen weiteren
Canyon, der leider keinen Namen hat. Nach zwei Stunden fahren wir mit dem Jeep
wieder zurück zum Parkplatz.
Hier ist der
Link zu
unserem "Antelope Canyon" Special mit Bildern. Nachdem wir noch Zeit
hatten, entschieden wir uns den Alstrom Point für ein paar schöne Bilder vom
Lake Powell zu suchen. Eine Wegbeschreibung hatten wir ja dabei. Also fuhren wir
nach Big Water und bogen dort nach rechts, auf Höhe des neuen Visitor Centers,
in das kleine "Städtchen" ab. Nach 500 Meter ging es wieder nach rechts auf eine
Dirt Road. Nach kurzer Strecke mussten wir den Wahweap Creek überqueren, der an
diesem Tag reichlich Wasser führte. War aber insgesamt doch kein Problem. Da es
die Tage zuvor stark geregnet hatte, war die Dirt Road schon zu Beginn sehr
schlecht und wir wussten von einigen Beschreibungen, dass die Strasse noch sehr
viel schlechter werden sollte. Dies hat sich dann auch bewahrheitet. Nach ca. 12
Meilen haben wir aufgegeben und sind wieder nach Page zurück gefahren. Wir
müssen uns ja auch noch was für den nächsten Besuch im Südwesten aufbewahren. Am
Abend gehen wir in eine Bar mit angrenzender Bowling-Bahn. Dort ist es relativ
voll und gemütlich, da Helloween ist und sind alle verkleidet zum Bowling-Spiel
erscheinen.
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