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Tag 4  - USA 2006 Viva SouthWest

Heute holen wir nach, was wir in 2004 aufgrund starker Regenfälle verpasst haben. The Subway. Wir hatten uns sehr gut auf diese Tagesetappe vorbereitet, da es keine ordentlichen Wegbeschreibungen gibt und wir überall von Flußüberquerungen gelesen hatten. Neoprensocken und Gammaschen sollten es dann schon sein. Da aber ein Koffer noch fehlte, mussten wir uns die beiden wertvollen Ausrüstungsstücke teilen. Wir stehen früh auf, da wir mit einem 9-Stunden Tag rechnen. Es wird zwar erst um 18 Uhr dunkel, aber man sollte immer eine Reserve haben. Unser Fahrt führt uns von St. George in östliche Richtung nach Virgin. In diesem kleinen Kaff geht die Kolob Terrace Road nach links weg. Die Strasse schlängelt sich nach oben. Wegweiser zum Trailhead gibt es nicht. Man muss also aufpassen um den Parkplatz nicht zu verpassen. Es ist der zweite Trailhead der von der Strasse aus zu erkennen ist, der Left Fork Trailhead.

Trailhead Subway

Das ist das erste und letzte Hinweisschild bis zum Fluss. Es befindet sich direkt nach dem Verlassen des Parkplatz. Die weitere Strecke ist mehr oder weniger gut durch Cairns ( Wegweiser aus Steinhaufen ) markiert. Der Trailhead schlängelt sich den Berg hinab, hier und da verliert man die Spur. Da es aber immer nach unten gehen muss, ist es nicht schwierig den Weg zu finden. Am Fluss angekommen ist der zweite und letzte Wegweiser zu finden, da den Trailhead für den Weg zurück markiert.

Hinweisschild Left Fork Trailhead

Vom Fluss aus gesehen geht es dann nach links, immer am Fluss entlang weiter. Nachdem wir in einigen Reiseberichten gelesen haben, dass einige wenige sogar ohne den Fluss zu wechseln zur Subway gekommen sind, hoffen wir auf das Beste, sind aber für alles vorbereitet. Zu Beginn der Strecke ist es noch einfach, da es einen klaren Weg gibt und man nicht auf Felsen steigen muss. Mit zunehmender Dauer werden die Felsen immer mehr und wir müssen hier und da die Seite wechseln. Das jemand diese Strecke ohne Seitenwechsel geschafft hat scheint uns jetzt unmöglich zu sein. Nach zwei Stunden wechseln und Felsen steigen, sehen wir die ersten Kaskaden. Dies ist das erste Zeichen dafür, dass die Subway nicht mehr weit ist. Die Kaskaden lassen sich auch zu dieser Jahreszeit gut belaufen, da dass Wasser nicht sehr hoch ist. Es ist nur hier und da etwas rutschig.

Kaskaden

Es geht dann noch einige Biegungen nach rechts. Verlaufen kann man sich jedenfalls nicht. Aufpassen sollte man auf der letzten Kaskade, damit man nicht diesen wunderschönen Wasserlauf verpasst, der in allen Bildergalerien und Kalendern zu finden ist. Er wird auch The Crack genannt. Hier verweilen wir einige Zeit, da dieses Motiv dem Hobbyfotografen einiges abverlangt und herausfordert.

The Crack

Einige Meter weiter kommen wir an eine Rechtskurve und warten gespannt was sich dahinter verbirgt. Nach 3,5 Stunden sehen wir endlich die Röhre zum ersten Mal aus der Entfernung. Davor liegt ein abgestorbener Baum quer. Wir kämpfen uns voller Vorfreunde nach vorne und stehen vor dem ersten kleinen Pool. Wir gehen weiter und kommen an eine Linkskurve. Dort sind die zwei besten Pools zu sehen. Weiter oben ist das Wasser leider so hoch, dass wir uns nicht an dem beschriebenen blauen Seil abseilen können. Aber auch die bereits beschriebenen Pools entschädigen für die lange Wanderstrecke. Zuerst wissen wir gar nicht, wie wir am besten fotografieren sollen, aber nach einigen Einstellungen haben wir den Dreh heraus.

Subway Pools

Nach endlosen Fotos und Kameraeinstellungen wollen wir wieder zurück. Die Beine sind schon schwer und der Rücken tut von den schweren Rucksäcken weh. Wir wollen jedenfalls schnellstmöglich vorwärts kommen, da wir ja jetzt schon geübt sind. Es ist aber anstrengender als wir gedacht und die Pausen werden länger bzw. die Abstände zwischen den Pausen kürzer. Wir treffen unterwegs noch zwei Wanderer die auf dem Weg zur Subway sind. Ob die es noch vor dem Dunkeln zurück schaffen ? Wir erreichen nach 2 Stunden wieder den Wegweiser zum Anstieg und sind guten Mutes das letzte Stück auch noch zu schaffen. Es wird aber viel schwerer als wir uns das vorgestellt haben. Die Beine brennen, die Luft wird dünn, aber nach 2:50 Stunden sind wir wieder am Auto. Wir waren über die Zeit selbst überrascht. Jedenfalls ist diese Route nichts für unsportliche Menschen. Sie verlangt alles vom Körper ab. Da es noch nicht warm war, möchten wir uns diese Route nicht im Hochsommer vorstellen. Gehört für uns zu den Must-Sees des Südwesten.

 

 

Bewertung:

Subway   Hätte auch 4 Sterne verdient. Zeitbedarf min. 8 Stunden

Best Western Coral Hills, Kanab 

Gefahrene Strecke 107 Meilen

 

 
(C) by Frank Gayer - Update am 16.02.2008