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Auch der heutige Tag beginnt mit einer Hiobsbotschaft. Das Wetter ist wieder nicht gut. Wir wollen nicht jammern, denn wir können in kurzen Hosen und Flip Flops draussen umherlaufen, aber für Strand reicht es dennoch nicht.
Deshalb entscheiden wir uns doch das Edison & Ford Winter Estates zu besuchen. Das hatten wir nämlich gestern Abend zu Gunsten eines Strandtages gestrichen.
Wir hatten bereits im Reiseführer gelesen, dass es zwei verschiedene Möglichkeiten gibt, die Räumlichkeiten zu besichtigen. Die Häuser von Edison und Ford oder zusätzlich noch das Museum und das Labor. Wir entscheiden uns für das Komplettpaket, denn der Preisunterschied von 12 $ zu 20 $ ist nicht mehr so viel und da gleich eine Guided Tour startet, nutzen wir das aus. Marcy ist unser Tour Guide und man sieht ihr an, mit welcher Freude sie diesen Job ausfüllt.
Wir besichtigen die Wohnhäuser von Edison und Ford und zu fast jedem Raum bekommen wir von ihr eine Erklärung oder eine Geschichte. Zusätzlich erhalten wir noch einen Audio-Guide in deutsch, den wir für unsere Self-Guided-Tour später nutzen können. Nachdem wir die beiden Häuser angeschaut haben, bekomen wir von Marcy noch eine kleine Erklärung, was es noch zu sehen gibt und wir starten mit unserem Audioprogramm.
Da wir gerne noch das Labor anschauen wollen, schliessen wir uns der eben gestarteten zweiten Tour an. Zuerst erfahren wir einiges über die seltene Baumart, die hier im Winter Estate gewachsen ist. Der Baum zieht dünne Fäden aus Holz Richtung Boden. Daraus wächst wieder ein neuer Stamm. Somit hat ein einziger Baum mehrere Stämme und pflanzt sich somit über mehrere 100 Meter Bodenfläche selbst fort. Diese Baumart nennt sich "Walking Trees" und wächst nur in Florida und Hawaii in dieser Art.
Das Labor ist der interessanteste Teil der Führung, zusammen mit dem Museum. Erst jetzt registrieren wir, dass Edison nicht nur die Glühbirne erfunden hat. Er hat in seinem 65 Jahren Erfinderleben 1093 Patente angemeldet, darunter die aufladbare Batterie, den Phonograph, die Schreibmaschine, die 35mm Kamera und vieles mehr. Für die beiden Touren sollte man ca. 2 Stunden einplanen. Es ist sicher eines der Highlights in Ft. Myers und gehört zu jedem Besuch dazu. Wir hätten es fast versäumt.
Wir fahren weiter Richtung Sanibel / Captiva - Island, obwohl das Wetter nicht besser geworden ist. Die Fahrt über den Causway ist schon sehr interessant. Kurz vor der Insel sehen wir einige Delphine im Meer schwimmen. Die beiden Inseln bestehen hauptsächlich aus Hotels der "besseren" Klasse. Jedes Hotel hat einen eigenen Strandabschnitt, so ist es für Besucher fast nicht möglich an das Meer zu kommen. Es gibt einige Public Beaches, die aber Parkgebühren kosten. Uns wurden pro Stunde 2 $ abgenommen, was wir unverschämt finden. Wir parken trotzdem, denn wir wollen einige Muscheln suchen gehen.
Für Muschelsucher ist das ein Paradies. Es macht riesen Spass hier die verschiedenen Muschelarten und -farben zu suchen und danach zu jagen, denn das Meer ist unerwartet schnell und treibt die Sammlung wieder zurück in`s Wasser. Wir starten unsere weitere Reise nach Norden, denn wir müssen / wollen heute noch in Tampa, genauer gesagt in Treasure Island sein. Die Fahrt führt grösstenteils über die Interstate, so dass wir schnell vorankommen. Ein Highlight, die Sunshine Skyway Bridge sehen wir leider nur noch im Halbdunkel. Da fahren wir aber auf jeden Fall morgen nochmals drüber.
Dank unserer Kartensoftware finden wir das vorgebuchte Best Western auf Anhieb. War eine gute Idee, dass wir hier vorgebucht haben, denn es ist brechend voll. Das ist bisher das beste Zimmer unserer Reise, denn es hat einen extra Wohnbereich, einen Schlafbereich und eine kleine Küche. Der Strand ist in Sichtweite unseres Zimmer und wir morgen getestet.
Gefahrene Strecke: 200 Meilen
Hotel: Best Western Sea Castle Suites, Treasure Island
Essen: Hooters, St. Petersburg $ 44.- | |