Heute Nacht hat es einen richtigen Sturm gegeben. Die komplette Hotelanlage ist noch richtig unter Wasser.
Das Frühstück findet an dem kleinen Cafe direkt am Strand statt. Nichts schöneres als sich bereits am Morgen den feinen Wind um die Nase blasen zu lassen und auf`s Meer zu schauen.
Nach dieser Stärkung fahren wir wieder retour nach Key Largo. Wir wollen heute im John Pennekamp SP eine Schnorcheltour unternehmen. Die 9am Tour war uns zu früh also schauen wir dass wir um 12 noon noch Plätze bekommen. Wir kommen sehr zeitig um 10.30 am dort an und gehen an den Schalter. Wir sind erst Person 7 und 8 für diese Tour. Sehr erstaunlich für einen Sonntag. Nachdem wir zuvor noch nie geschnorchelt sind, gehen wir am nahegelegenen Park in`s Wasser und testen unsere in Deutschland gekaufte Ausrüstung. Nachdem wir alles eingestellt haben, sind wir zufrieden und packen unsere Sachen für die Tour.
Leider hat das zweite Akku der Kamera nicht richtig funktioniert und wir müssen noch eine Steckdose suchen um es zu laden. Irgendwie hat die Ladefunktion in Deutschland nicht geklappt. Nachdem wir das Akku zumindest für einen halbe Stunde laden konnten, geht es um 12 noon auch mit dem Boarding los.
Es ist jetzt erstaunlich viel los und wir zählen 49 Teilnehmer. Kapitän Mike und Instructor Dean erklären die Sicherheitsweste und dann geht es raus auf`s Meer. Das Riff liegt ca. 5 Meilen vor der Küste und nach einer schönen Fahrt kommen wir dort an und werden erneut eingewiesen, was wir tun dürfen und was nicht.
Das Riff ist vom Schiff aus gut zu erkennen und wir schwimmen los. Zu Beginn ist alles noch etwas ungewohnt, da es schwerfällt unter Wasser ruhig zu atmen. Nach einer gewissen Zeit wird es immer besser und wir können uns voll auf die tollen Fische, mit ihren verschiedenen Farben konzentrieren.
Auch die verschiedenen Korallen haben wir uns nicht so schön vorgestellt als wir das hier sehen. Alles ist lebendig und bewegt sich. Die Fische leuchten in allen Farben. Leider lässt sich dies mit unserer Kamera in keinster Weise festhalten. Es muss auch Dinge geben, die man nicht auf Foto bannen kann, zumindest wir nicht.
Das Wasser ist angenehm warm und die Zeit vergeht wie im Flug. Immer mehr schwimmen wieder zurück zum Boot, da das paddeln doch mehr anstrengt als es viele geglaubt haben. Wir sind eine der letzten, die kurz vor dem Signalhorn wieder an Bord sind. Leider hat Birgit auf dem Rückweg eine Kollision mit einer Qualle gehabt. Aber Instructor Dean hat das notwendige Spray an Bord uns es brennt dann nur kurz. Hier ist so ein Exemplar aber aus sicherer Entfernung fotografiert.
Wir hatten das Glück, dass einige sehr schöne Exemplare vor die Linsen schwammen und haben deshalb auch ein kleines Video versucht zu drehen. Hier das Ergebnis:
Zurück an Land, packen wir unsere Sachen zusammen und fahren Richtung Key West. Das sind ca. 90 Meilen und wir rechnen 2 Stunden dafür ein. Unterwegs halten wir hier und da noch an um zu fotografieren, aber die Zeitplanung passt optimal. Es ist schon faszinierend, wie diese Brücken gebaut wurden. Die erste Brücke wurde 1906 erstellt und wurde 1982 durch den Neubau ersetzt. Die 7-Mile Bridge ist das bemerkenswerteste Bauwerk aller Brücken, schon alleine aufgrund Ihrer Länge.
An diversen Stellen sind auch Teile der alten Brücke zu erkennen. Die zuerst nur als Zugbrücke diente uns erst viel später als Autobrücke umgebaut wurde. Teilweise sind die Fahrspuren so schmall, dass man heute darauf nicht mehr fahren könnte. Die alten Brücken werden teilweise noch zum Angeln genutzt.
Wir checken in das vorgebuchte Hotel ein. Vorbuchen war dringend notwendig, da in Key West in dieser Woche das Fantasy Fest stattfindet und alle Leute reisen etwas vorher an. Das Fantasy Fest ist vergleichbar mit Fasching. Alle Besucher sind verkleidet. Die Sponsoren des Fests veranstalten Wettbewerbe wie "bester Kopfschmuck" oder ähnliches. Es findet eine Parade statt und alle Leute sind völlig crazy. Das hat man schon heute Abend gemerkt.
Die Duval Street ist voll von Menschen. Vergleichbar mir der Bourbon Street in New Orleans. Wir schlendern entlang bis zum Mallory Square. Wo einige Darbieter Ihre Künste und vorführen. Am Hafen hat die MS Disney Magic angelegt. Ein atemberaubendes Kreuzfahrtschiff, dass wir uns näher anschauen. Die Passagiere verlassen am Morgen das Schiff, besuchen kurz die Duval Street, kaufen Souvenirs oder trinken eine Margarita und fahren am Abend wieder weiter.
Wir laufen wieder zurück Richtung Sloppy Joe`s, die wohl bekannteste Kneipe in Key West. Hier hat Ernest Hemmingway seine Abende verbracht. Wir trinken natürlich dort etwas und lauschen der Band, die für unseren Geschmack recht gut spielt aber sehr laut ist.
Nachdem wir etwas Hunger verspüren laufen wir weiter und werden auch fündig. In der Duval Street sind leider alle Lokale um diese Uhrzeit mehr als voll. Zum Abschluss gehen wir noch in eine Sportsbar, denn heute ist Spiel 7 zwischen den Boston Red Sox und den Cleveland Indians im Baseball. Das lassen wir uns bei einer Lime Maragarita nicht entgehen.
Gefahrene Strecke: 120 Meilen
Hotel: Southernmost Hotel, Key West
Essen: The Cheesburger, Key West $ 38.- |