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Wir hatten uns ja im Vorfeld überlegt den Grand Canyon Skywalk zu besuchen. Die Preise haben uns aber abgeschreckt und der Plan ist gereift, den Toroweap Point anzugreifen. Die Berichte im Netz sind ja nicht sehr erfreulich, da es grösstenteils über eine Dirtroad gehen soll. Das alles ist ja nicht das Problem, aber 75 Meilen am Stück ist dann schon ganz schön heftig.
Egal, wir gehen es an und starten in St. George zuerst über die I-15. Nach wenigen Meilen verlassen wir die Interstate und biegen auf eine "Vorstufe" einer Dirtroad ab. Kurz danach beginnt die CR 5, also eine Connecting Road. Diesen Namen hat diese Strasse mehr als verdient, den mehr als eine Verbindung hat hier keiner hergestellt. Geschwindigkeiten von 45 mph sind möglich, aber man muss ständig auf der Hut sein. Die Beschriftung ist soweit ganz gut, deshalb ist ein GPS nicht zwingend notwendig.
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Am Mount Trumbull geht es dann steil und kurvig nach oben und der Zustand wird deutlich schlechter. Mehr als 25 mph sind hier nicht drin, da die Fahrspuren etwas ausgewaschen und die Strasse etwas schmäler wird. Am Gipfel sehen wir dann einige Lodges. Hier wird doch niemand Urlaub machen wollen ? Dann geht es wieder bergab und anschliessend weiter auf der CR 115 bis zum Grand Canyon Tuweep Area Welcome-Schild. Kurz danach taucht auf der linken Seite ein Haus auf. Hier wohnt der Ranger, der auf den View Point aufpasst. Was für ein einsamer Job. Die Strasse wird ab da katastrophal, mit starken Querrillen und Steinplatten. Für die 5 Meilen benötigen wir fast 30 Minuten. Als wird am Parkplatz ankommen, sind wir tatsächlich nicht alleine. Es hatten also noch weitere Fahrzeuge den Weg geschafft unter ihnen ein Tour-Guide mit Kunden aus Kanab.
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Der Ausblick auf den Canyon ist atemberaubend. Hier sieht man das Verhältnis Mensch - Natur. Man steht an freiem Felsen 1200 Meter über dem Colorado und hat keinen Zaun oder ähnliches dazwischen. Es ist unglaublich, welchen Weg sich der Colorado freigeschaffen hat und am South Rim ist nicht annährend etwas davon zu sehen, wenn man an den View Points steht.
Wir versuchen im Liegen so nah wie möglich an den Abgrund zu kommen, aber so richtig trauen wir uns nicht. Der erfahrene Guide erzählt zwischenzeitlich etwas über die Gegend und informiert uns über Dinge aus Kanab und Umgebung. Dass er "The Wave" ist daher nicht überraschend.
Wir essen zusammen etwas an einem sehr schönen und schattigen Sitzplatz und dürfen dabei seinen Werbeordner durchschauen. Da kommt uns doch sehr viel bekannt vor und als wir die Preise sehen, denken wir uns unseren Teil. Wir folgende der Gruppe noch zu den Lava-Falls, die man ganz leicht vom Parkplatz aus findet. Es hat sich gelohnt hierher zu kommen, auch wenn der Aufwand recht gross ist.
Als wir wieder zur Rückfahrt aufbrechen, entscheiden wir den Weg über Colorado City zu nehmen. Nach der Topo-Karte sind das ca. 15 Meilen weniger Dirtroad und wir müssen auch keinen Berg überqueren. Dafür ist es etwas mehr Meilen insgesamt.
Die Strecke ist bis zum Visitor Center wieder eine langsame Angelegenheit, aber ab dort lässt es sich angenehm fahren. Als wir dann nicht nach Mount Trumbull abbiegen, sondern gerade aus weiterfahren, stellt sich dies als eine sehr gute Entscheidung heraus. Die Piste hier ist wesentlich besser und stellenweise können wir sogar 50 mph fahren. Am Ende sind wir dann in 2,5 Stunden wieder in St. George. Ohne Panne und falsch fahren. Das hatten wir auch selten, aber dank GPS ist das heute fast nicht mehr falsch zu machen.
Wir legen uns noch etwas an den Pool, den der Staub auf der kompletten Strecke haben auch wir abbekommen. Das Auto ist noch schlimmer dran und wir wohl morgen gewaschen werden.
Gefahrene Strecke: 210 Meilen / 336 Kilometer
Ausgaben:
Essen: Red Lobster 70.- $, Starbucks 4.- $
Trinken: 0.- $
Eintritt: 0.- $
Sonstiges:
Bewertung:
Hotel Best Western Travel Inn, St. George
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