Puuhh, was ist das für ein Urlaub, wenn man um 6 Uhr aufstehen muss ? Na ja, das ist für uns ja kein Problem und wir sind innerhalb von einer halben Stunde startklar. Unser Boot geht um 7.30 Uhr und bis dahin müssen wir noch ausgecheckt, ein Taxi geordert und unser Gepäck eingecheckt haben. Das ist schon eng geplant, müsste aber reichen. Leider lässt sich der Hotelier mit der Rechnung etwas Zeit, aber auch hier stößt Frank wieder auf Verbesserungspotential. Beim Einchecken haben wir unsere Kreditkarte abgegeben, da das Zimmer noch nicht vorab bezahlt war. Jetzt beim Auschecken muss er zuerst den Beleg vom Einchecken stornieren und das Hotelzimmer dann neu abrechnen. Irgendwie unlogisch und deshalb dauert das auch so lange.
Zum Glück ist ein Taxi bereits vor der Tür, dass uns zum Fährterminal bringt. In zehn Minuten sind wir dann auch am Fährterminal und stellen uns natürlich an den falschen Schaltern an. Warum eigentlich natürlich ? Weil uns schon einige Male aufgefallen ist, dass die Beschilderungen mehr als mau sind. Auch hier ist nach dem Betreten des Gebäudes kein Wegweiser. Also gehen wir zum Schalter, der extra für das Einchecken der Fähre zum Flughafen geöffnet hat. Da wir bereits online gebucht hatten, dauert das Einchecken nur wenige Minuten. Das Koffer einchecken dauert auch nur recht kurz, die Gepäckkosten sind hier im Fährpreis bereits inkludiert.
Das Boot von Turbojet legt pünktlich um 7.30 Uhr ab, auch dieses Schiff ist wie ein Flugzeug ausgestattet und sehr komfortabel. Da wir heute noch keinen Kaffee hatten, ordern wir einen an Board. Nach exakt einer Stunde legen wir am Chek Lap Kok Hong Kong International Airport an. Direkt nach dem Betreten des Gebäudes gibt es mindestens 20 Schalter, die alle für das Einchecken der Flüge aufmachen. Das Gepäck bekommen wir nach wenigen Minuten und laufen zuerst orientierungslos an den falschen Schalter, da die Anzeige nicht stimmt.
Wir können bereits hier bis Frankfurt einchecken und sind nach wenigen Minuten mit allem fertig. Klasse Service, wie wir finden. Leider gab es keine Plätze am Exit, da wir kein Russisch sprechen, was die Airline vorschreibt. Wir haben deshalb etwas mehr Zeit als wir eigentlich geplant hatten und schlendern noch etwas über den Flughafen.
Um 10.20 Uhr ist Boarding und wir sind überpünktlich am Gate. Es geht dann auch fast pünktlich los und wir sind kurze Zeit später im Flieger. Die Auslastung dieser Maschine ist nicht sonderlich hoch und wir spekulieren wieder auf zwei frei Plätze direkt vor der Trennwand zur Business Class. Als der Pilot mitteilt, dass das Boarding abgeschlossen ist, nutzen wir die Gelegenheit und laufen nach vorne. Wieder mal Glück gehabt.
Als wir etwa eine Stunde in der Luft sind wundern wir uns warum der Pilot immer noch nordwärts fliegt. Wir sind schon auf der Höhe von Peking. Eigentlich sollte er schon westlich abgebogen sein. Die Flugstrecke sollte 7200 km bis Moskau betragen, so langsam sind wir bei 7600 Kilometer. Wir wissen nicht warum, ist aber auch egal, Hauptsache wir fliegen nicht länger als wir müssen.
Wir landen pünktlich um 17 Uhr in Moskau. Scheinbar bekommen wir keinen Platz am Gate und müssen auf dem Rollfeld aussteigen. Alles scheint organisiert, bis wir im wartenden Bus vor einer verschlossenen Türe stehen. Diese öffnet sich nach gefühlten zehn Minuten.
Immer dem Transitschild folgend, kommen wir an eine geschlossene Passkontrolle. Der Mitarbeiter fragt jeden einzelnen ab, wohin er weiterfliegt und die meisten müssen zum Terminal D gebracht werden. Dazu wird ein Bus organisiert, der in wenigen Minuten abfahren soll. Aus wenigen Minuten wird nichts und wir stellen uns schon auf eine weitere Wartezeit ein, als ein Frau uns bittet ihr zu folgen. Wir laufen quer durch das Terminal Treppen runter und wieder rauf, als wir gebeten werden vor einer Tür zu warten, die direkt vor einer Toilette ist. Leider riecht es hier nicht gerade nach Veilchen und wir sind froh also sich ein Loch auftut und die resolute Dame, die dort steht, den Namen Frankfurt ruft. Wir fühlen uns angesprochen und stürmen nach vorne und auch sogleich in den wartenden Bus.
Der Bus ist knallvoll mit Passagieren für Terminal D. Als wir endlich starten stellen wir fest, dass wir 2/3 der Fahrtroute schon vom Flugzeug zum Terminal gefahren sind. Merkwürdig wie hier alles organisiert ist, aber wir kommen dann doch noch an. Direkt nach dem Betreten des Gebäudes, was erst 2004 eingeweiht wurde, kommt eine Sicherheitskontrolle. Die ist aber so schlecht geplant, dass es keinen Platz gibt seine Sachen auf das Band zu legen, geschweige denn nach dem Scannen sich anzuziehen oder sein Zeug irgendwo abzulegen. Grausam !
Das Terminal D selbst ist eine einzige Katastrophe. Es gibt fast keine Shops oder Restaurants, die geöffnet haben und wir haben Hauptreisezeit. Wir schlagen uns die Zeit bis zum Abflug tot, der auch noch verspätet startet. Die Maschine scheint sehr voll zu werden, entsprechend lang ist die Schlange am Check In. Es handelt sich nur im eine A319 also eine recht kleine Maschine und keine Chance auf einen Sitz vor einer Wand oder am Exit. Schade eigentlich.
Übrigens, Fazit zum Flughafen in Moskau. Das ist der einzige Grund warum man Aeroflot nicht buchen sollte.
Die Maschine ist rappelvoll und startet etwas verspätet. Der Flug ist nicht so toll, da weder Birgit noch Frank richtig schlafen können, da es einfach keinen Platz in diesem Maschinentyp hat, aber egal, das holen wir nach. Überraschenderweise landen wir fast eine Stunde vor der geplanten Zeit.
Nach der Passkontrolle dreht sich schon das Gepäckband. Wenig später ist das Gepäck auch schon da und wir gehen Richtung Zoll. Eigentlich haben wir zu viel eingekauft und würden bei einer Kontrolle vielleicht ein Problem bekommen, aber nervös sind wir deshalb auch nicht.
Da der Fernbahnhof in Terminal 1 ist und wir in Terminal 2 gelandet sind, müssen wir den Skylift nehmen, der diese beiden Terminal verbindet. Zuerst schauen wir uns aber noch das Ende des EM-Qualifikationsspiels Deutschlang gegen die Türkei an. Nach dem Ende geht es mit dem Skylift zum Terminal 1 und dann weiter mit dem Zug nach Hause.
Um 2:13 Uhr kommen wir in Vaihingen/Enz an, wo bereits wie vereinbart unser Auto, bereit steht. Als wir um 2:30 Uhr zuhause sind, waren wir exakt 24 Stunden unterwegs. Aber angekommen ist die Hauptsache und jetzt schlafen wir erstmal einige Stunden, bis es morgen äh heute mit dem Programm weitergeht.








