Heute ist Sonntag und das Wetter ist wie an einem Sonntag es sein muss, strahlend blauer Himmel, aber leichter Wind. Wir starten heute wieder erst gegen 10 Uhr. Gestern Abend war es nach 1 Uhr bis Frank den Tagesbericht Korrektur gelesen hat. Der Arme, aber es ist ja auch unsere gemeinsame Homepage. Heute wollen wir den Tian‘anmen Platz unsicher machen. Im Sprachgebrauch auch Platz des Himmlischen Friedens genannt. Der Weg dorthin führt uns über die Wangfujing Street, die wir schon einige Mal gelaufen waren. Und kommen auch an diesen interessanten Straßenlaternen vorbei. Diese haben auch noch die Funktion der Beschallung des Platzes und der Videoüberwachung durch mehrere Kamerasysteme – alle Achtung der Feind „hört“ mit – hoffentlich leuchten sie auch bei Nacht!
Am Ende dieser Straße geht es nur noch nach links oder rechts. Das Überqueren wurde durch Zäune verhindert. Die weitere Strecke ist ein ständiges Ausweichen, da wohl schon die ersten wieder retour kommen. Warum ? Später mehr. Als wir dort angekommen sind, sehen wir einen riesigen Platz, gefüllt mit Massen an Menschen und das Mao Mausoleum zur Linken und das Tor des himmlischen Friedens mit dem Mao Gemälde zur Rechten. Hier das Tor des himmlischen Friedens
Egal wo man hinsieht überall nur Menschen. Wir entscheiden uns zuerst auf den Platz zu gehen bzw. das Mausoleum anzuschauen. Das ist aber gar nicht so einfach, denn zuerst passieren wir eine weitere Schranke und dann noch eine Sicherheitskontrolle. Dort angekommen sehen wir zuerst das Denkmal der Volkshelden als Obelisk.
Weiter rechts davon ist dann das Mao Mausoleum gebaut worden. Eine riesige moderne Halle, die fast einem Staatsgebäude gleich sieht. Völlig unpersönlich und ringsherum abgeriegelt. Wir umrunden dies und wissen wohl jetzt warum viele uns schon entgegen gekommen sind. Das Mausoleum ist nur bis 12 Uhr Dienstag bis Sonntag geöffnet. Dann machen wir das vielleicht am Dienstag früh. Pech gehabt, denn unser Reiseführer hatte andere Zeiten stehen.
Wir entscheiden uns etwas weiter nach Süden noch zu laufen, müssen daher aber wieder die Sicherheitssperre passieren und eine Unterführung nehmen. Auf dem Vorbeiweg schauen wir uns noch das Eisenbahnmuseum an, was früher der Bahnhof von Peking war. Ein sehr schönes Gebäude, schade dass dieser nicht mehr aktiv ist.
Die Qianmen Street, die südlich des Zhengyang Gates, das zum Platz des himmlischen Friedens führt, beginnt ist auch sehr modern und ist als Fußgängerzone angelegt. Parallel dazu gibt es noch eine „alte“ Einkaufsstrasse mit allerlei Krimskrams und windigen Händlern sowie dem bekannten Laden „Silk King“. Alles in allem ist es einen kleinen Abstecher wert.
Birgit will sich unbedingt eine Uhr kaufen, da bei ihr die Batterie leer geworden ist und sie ohne Uhrzeit nicht leben kann. Gerade gut, dass in der Nähe ein Swatch-Shop ist. Kurz hineingeschaut und nach fünf Minuten war eine Uhr am Handgelenk.
Wir gehen wieder zurück quer über den Platz des himmlischen Friedens, wo aber von himmlischen Frieden weit und breit nichts zu erkennen ist und vorbei an der Stelle wo morgens und abends bei Sonnenauf- bzw. -untergang die chinesische Fahne gehisst wird. Danach gehen wir zurück in`s Hotel. Das dauernde in der Masse laufen schlaucht und wir wollen auch mal ohne Kamera unterwegs sein. Deshalb ab hier keine Bilder mehr. Versprochen !
Das Video zeigt den völlig überfüllten Platz besser als das Bild. Trotzdem werden die Dimensionen sichtbar.
Wir gehen etwas shoppen und anschließend wollen wir unseren anstehenden Florida-Urlaub einleiten indem wir in ein Outback Steakhouse gehen, was wir gestern beim nach Hause laufen zufällig entdeckt haben. Wir wollen aber vorher noch die Oriental Plaza Mall besuchen, die uns in mehreren Berichten als die grösste Mall in Peking angepriesen wurde. Dort angekommen, wieder durch die Menschenmassen gepflügt, ist es innen wesentlich ruhiger. Wir holen uns aber zuerst einen Kaffee bevor wir starten. Dort treffen wir auf einen Deutschen, der seit zwei Jahren in Peking lebt und als Physiotherapeut arbeitet. Wir unterhalten uns über dies und das und kommen auf die gleichen ungewöhnlichen Dinge, die China von Europa unterschieden. Dazu aber später im Fazit mehr.
Wir shoppen etwas aber das Preisniveau ist etwa wie in Europa bei den Marken die uns interessieren. Frank findet trotzdem ein kleines Teil. Wir gehen nun unser wohlverdientes Steak essen. das Outback Steakhouse ist im Peking Hotel am Ende der Wangfujing Street. Leider ist der Nebeneingang zu und wir müssen fast das ganze Hotel umrunden. Als wir dann endlich da sind: das gewohntes Bild. Gleiche Einrichtung, gleiche Karte und natürlich unsere Lieblingsvorspeise „Bloomin Onions“. Ob die genauso gut schmecken und aussehen wie in den USA ? Seht selbst !
Auch die Steaks schmecken ausgezeichnet und als Vorspeise gab es auch das übliche warme Brot mit gesalzener Butter. Der Salat dazu ist auch schön angerichtet.Wir sind mit allem zufrieden. Preislich ist es wie in der USA aber natürlich im Vergleich zum Nachtmarkt oder einer Fressgasse deutlich teurer.
Gesättigt gehen wir Richtung Hotel. Heute sind wir etwas früher zurück, gehen noch einen Cocktail in der Lobby schlürfen. Aber dann es reicht allemal. Morgen früh müssen wir um 6.30 Uhr aufstehen, es geht zur Großen Mauer. Bis dann also !
Hotel: Crowne Plaza, Peking
Sonstige Ausgaben: Starbucks 60 Y, Häagen Dazs 158 Y, Crowne Plaza 141,45 Y
Essen: Outback Steakhouse 492 Y








