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Bevor wir das Hotel verlassen checken wir noch kurz aus und geben das Gepäck beim Concierge ab. Das ist bei einem besseren Hotel immer wieder ein Vorteil, da es dort solche Dienstleistungen gibt.

Der Schnee hat sich in der Stadt über Nacht fast aufgelöst, aber der Match ist hier und da noch recht stark vertreten. Interessant sind die Touristen die mit Ihren Chucks durch den Restschnee stapfen und sich wundern dass es nach 10 Minuten kalt wird. Die andere Fraktion sind die, die sich mit Schals und Mützen eingedeckt haben, da es überraschend kalt geworden ist und man nicht vorbereitet war.

Wir starten heute den üblichen Weg zur Westminster Bridge. Auch heute lassen wir das London Eye rechts liegen, da die Aussicht auf die Stadt noch immer nicht gut ist. Der Himmel ist schneeweiß als ob wir nochmals Schnee erwarten. Diese Attraktion behalten wir uns für das nächste Mal auf.

Westminster Bridge

Direkt nach der Brücke biegen wir dieses Mal rechts ab. Etwa einen Block weiter beginnt die Downing Street, exakter aber die 10, Downing Street. Diese Adresse ist der offizielle Wohnsitz des Premierministers, aktuell Gordon Brown und entsprechend bewacht und nicht wirklich von der Strasse aus einsehbar. Die berühmte Türe wo der Premierminister einige Staatsgäste empfängt ist hinter dem rechten Gebäude schlecht erkennbar.

10, Downing Street

Etwas weiter östlich befindet sich die Horse Guards, also die berittene Wache, die jeden Tag um 11 Uhr und Sonntags um 10 Uhr eine Wachablösung zelebriert.

Dazu übernehmen die Regimente der Life Guards und der Blues and Royals auf dem Paradeplatz die Verantwortung über die Sicherheit des Horse Guards. Diese beinhaltet ein ca. halbstündiges Ausharren der beiden Wachtruppen auf dem Paradeplatz. Im Winter eine ganz schön kalte Angelegenheit.

Horse Guards - Wachablösung

Das ganze noch als Video, dass besser verdeutlicht wie aufwendig diese Tradition hier in London auch heute noch vorangetrieben wird. Die ganze Zeremonie würde immer 30 Minuten dauern.

Direkt an der Strasse gibt es zusätzlich noch zwei abschließbare Tore in denen auch zwei berittene Guards ihren Dienst verrichten.

Horse Guards

Wir gehen auf der Strasse weiter Richtung Trafalgar Square, dem größten öffentlichen Platz Londons. Hier laufen einige der Hauptstrassen und Metrostationen zusammen. Von hier sieht man auf der westlichen Seite bis zum Buckingham Palace.

Trafalgar Square

Nachdem es am Morgen noch recht frisch ist und der Wind pfeift entscheiden wir uns hier zu frühstücken. Die Kaffees sind um diese Uhrzeit natürlich sehr gut gefüllt und wir bekommen nur schwer einen Platz. Die Muffins und Croissants schmecken ausgezeichnet auch die Winter-Kaffeesorten wir Gingerbread Latte oder Eggnogg Latte sind ausgezeichnet.

Frisch gestärkt und aufgewärmt gehen wir weiter Richtung Covent Garden. Dieser Stadtteil war bis vor kurzem noch für seinen Blumen- Obst- und Gemüsemarkt. Hier findet zusätzlich noch ein kleiner Weihnachtsmarkt mit diversen Fresständen statt, der sehenswert ist. Aber seit einigen Monaten hat dort ein Apple Store eröffnet der seinesgleichen sucht

Apple Store Covent Garden

Der traditionsreiche Altbau aus dem Jahr 1876 wurde für ca. 25 Millionen € komplett restauriert. Der Innenhof der einstigen Pferdestallung wurde durch ein riesiges Glasdach geschlossen.Auf einer Fläche von 25.000 qm und drei Stockwerken findet der Apple Liebhaber alles was das Herz begehrt. Der bis dahin größte Apple Store an der 5th Avenue in New York würde locker in dieses Gebäude passen.

Apple Store Covent Garden

Auch die James Street und quer verlaufende Floral Street scheinen gute Einkaufsmöglichkeiten zu bieten und auch am Sonntag sind alle Geschäfte zumindest zwischen12 und 18 Uhr geöffnet. Auch hier ist auffälllig, dass an fast jeder Ecke eines der bekannten Musicals gespielt wird. Die Auswahl ist hier riesig und die meisten Aufführungen finden in tollen Gebäuden wie diesem hier statt.

The Lion King London

Wir nehmen wieder ein Stück die Metro. Unsere Tageskarte für 5,60 Pfund hat sich wirklich schon gelohnt. Der nächste Halt ist der Tower of London bzw. Tower Bridge. Der Tower of London oder Her Majesty`s Royal Palace and Fortress genannt, ist ein im Mittelalter errichteter Gebäudekomplex der als Waffenkammer, Gefängnis und Schatzkammer diente. Heute beherbergt es die Kronjuwelen.

Tower of London

Im Jewel House sind alle Kronen und weiterer Schmuck für die Krönungszeremonien der einzelnen Könige aufbewahrt. Der Trakt ist das am besten bewachte Gebäude, dass jeden Abend mit einer Zeremonie pünktlich um 22 Uhr abgeschlossen wird. Früher wurde die Sammlung in der Westminster Abbey aufbewahrt, das wurde aber irgendwann zu unsicher.

Jewel House

Der größte Diamant an einem Zeremonieschwert hat 530 Karat. Bei den Hauptausstellungsstücken wird man auf einem Laufband vorbeigefahren, so hat jeder die Möglichkeit gleich lang die Gegenstände anzuschauen. Natürlich ist es aber möglich dieses Laufband mehrfach zu betreten. Das Fotografieren ist in diesem Gebäude strikt verboten und somit gibt es nur die etwas “pixelige” Auflösung aus dem iPhone.

Kronjuwelen im Jewel House

Wenn man von der Towermauer auf die Themse schaut sieht man im Hintergrund die Tower Bridge, die 1894 erbaut wurde. Die Brücke ist 244 m lang und die beiden Türme sind 65 Meter hoch

Tower Bridge London

Die obere Fußgängerbrücke ist heute noch begehbar. Darin befindet sich aber eine Ausstellung die 7 Pfund Eintritt kostet. Die Brücke ist hochklappbar so dass auch größere Schiffe durchfahren können.  Noch heute wird die Brücke bis zu 1000 mal im Jahr hochgeklappt.

Tower Bridge London

Wir gehen nach Überqueren der Brücke wieder retour zur Underground Station und kommen mit Umsteigen und etwas Laufen an der St. Pauls Cathedral an. Diese Kathedrale wurde 1666 anstelle der alten Kathedrale die im grossen Brand von London zerstört wurde, errichtet.

Sie ist die grösste Kathedrale der Welt zusammen mit der Westminster Abbey. Die Kathedrale ist in einem tollen Zustand auch innen ist alles noch in prima Zustand. Leider ist das Fotografieren verboten und so gibt es nur ein Bild von draussen.

St. Paul`s Cathedral

Direkt gegenüber finden wir durch Zufall noch eine Shopping Mall mit einem Supderdry Store. Da entscheiden wir doch noch kurz einzukehren. Der Blick aus dem modern Gebäude auf die alte St. Paul`s Cathedral ist ein toller Kontrast und gerade das interessante an London.

St. Paul`s Cathedral

Langsam wird es aber dann wieder Zeit zur Rückfahrt, denn wir haben es schon 16 Uhr und eigentlich wollten wir noch was Essen gehen und um 17 Uhr an den Flughafen fahren. Aber alles ist immer wieder etwas anders.

Wir treffen dann erst gegen 17 Uhr an der Noodle Bar ein, die direkt vor unserem Hotel liegt und wir bisher jeden Tag beim Vorbeilaufen gesehen haben. Wir hatten schon zu Beginn der Reise entschieden dass wir das unbedingt mal probieren müssen. Hier gibt es die typische japanische oder chinesische Nudelsuppe die man selbst zusammenstellen kann. Welchen Nudeltyp ? Welche Brühe ? Welche Fleischsorte ? Welche weiteren Beilagen

Noodle Bar London

Ein sehr interessante Sache und vor allem sehr gut und geschmackvoll und mit 8,25 Pfund auch nicht zu teuer.

Wir holen unser Gepäck ab und Frank versucht noch bei Germanwings anzurufen ob unser Flug pünktlich geht. Da alles gut ausschaut, machen wir uns auf den Weg zum Flughafen.

Wir nehmen wieder die Underground ab Westminster bis Liverpool Street, dem Startbahnhof des Flughafenzugs National Express. Leider geht auch heute die Underground nur mäßig und wir müssen15 Minuten auf die richtige Linie warten.

Underground

In der Liverpool Street ist die Hölle los, auch hier warten zahlreiche Fluggäste auf Ihre Verbindungen und auch die Züge vom Flughafen kommend haben teilweise Verspätung. An der Anzeigetafel ist noch keine Plattform angeschrieben also harren wir der Dinge die da kommen. Erst um viertel nach sechs bekommen wir die Info dass Plattform 4 die richtige ist und alles stürmt los. Erstaunlicherweise ist der Zug dann doch nicht zu voll.

Wir fahren zügig los und sind 50 Minuten später am Flughafen Stansted angekommen. Kurz orientiert und los zum Check In. Wir haben nur noch eine Stunde bis zum Abflug was normalerweise die unterste Grenze ist. Am Schalter ist außer uns niemand und wir sind gleich fertig. Noch kurz durch die Sicherheitskontrolle und mit dem Zug zum Abfluggate. Wir treffen dort um 19.40 Uhr ein was eigentlich die Zeit zum Boarding wäre. Aber das Boarden verschiebt sich etwas und wir haben noch eine halbe Stunde Zeit. Viele andere Flüge wie nach Paderborn oder Münster sind ausgefallen.

Die Maschine ist knallvoll und wir haben heute nur eine Stunde Flugzeit also landen wir fast pünktlich um 23:05 Uhr in Stuttgart. Das Gepäck ist schnell da und wir sitzen um halb zwölf im Auto und fahren heim. Ein langer Tag geht zu Ende und morgen geht für einen Teil das Arbeiten wieder weiter !

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