USA 1996 – Reisebericht

Unser Flug geht von Frankfurt über Brüssel nach New York. Als wir in Brüssel ankommen, werden wir von den netten Damen der Sabena gefragt, ob wir nicht eine Nacht in Brüssel bleiben wollen, da der Flieger nach New York überbucht sei.

Wir würden auch eine Entschädigung in Höhe von DM 300.- pro Person bekommen. Der Weiterflug wäre dann am nächsten Morgen via Madrid. Wir haben kurz überlegt und dankend das Geld angenommen.

 

 

Tag 2

 

Wir müssen heute früh raus, denn der Flieger nach Madrid geht bereits um 7 Uhr. In Madrid sind wir dann umgestiegen und es ging weiter nach New York mit der TWA.

Tour USA 1996

In New York JFK angekommen kommt leider unser Gepäck nicht auf dem Laufband und gehen zum Baggage Claim. Hier kommt es zum Super-Gau. Der freundliche Amerikaner bittet Birgit und mich getrennte Aussagen zum Gepäck zu machen und schickt mich zu einem anderen Kollegen. Birgit versucht krampfhaft die Tasche zu beschreiben, was ihr sichtlich schwer fällt.

Da wir noch kein Motel vorgebucht haben, lassen wir uns die Telefonnummer geben, um morgen nochmals nachfragen zu können. Wir fahren mit unserem Mietwagen nach Manhattan und fragen bei einigen Motels die Preise an. Da uns aber die Preise zu hoch sind, entscheiden wir nach New Jersey zu fahren. Dort sind die Preise sicherlich günstiger und der Weg über den Holland Tunnel nach Manhattan ist mit dem Auto auch nicht weit.

Wir hatten Recht, die Preise lagen über die Hälfte günstiger als in Manhattan. Wir checken im Days Inn ein und wollen nur noch unsere Ruhe. Dieser Tag war wirklich anstrengend. Aber wir haben ja erst 3 am. Also nichts wie los nach Manhattan und noch etwas Sightseeing mitnehmen. Wir fahren an die Südspitze und wollen uns zuerst einmal den World Trade Center, seines Zeichens, die höchsten Zwillingstürme der Welt, anschauen. Wir fahren mit dem Expressaufzug hinauf zur Aussichtsplattform.

Tour USA 1996

Der Ausblick von hier oben ist gigantisch. Die Autos auf den Strassen, sind so groß wie Ameisen und die Statue of Liberty kommt einem vor, wie eine Spielzeugpuppe. Nach dieser beeindruckenden Aussicht entscheiden wir noch in die Wall Street zu gehen. Das Finanzviertel von New York, unweit des World Trade Center. Hier entscheiden die Broker über Käufe und Verkäufe in Millionenhöhe an der Börse.

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Wir schlendern noch dem Times Square entlang und wundern uns über einen Menschenauflauf vor der Radio Music Hall. Wie wir später feststellen, finden dort heute die MTV Music Awards statt und sämtliche bekannte Künstler der Musikszene nehmen daran teil. Wir weilen hier einige Zeit aus, um auch einige der Stars zu sehen. Leider ohne großen Erfolg. Entweder haben die sich durch einen Seiteneingang hereingeschlichen oder sind die längst da. Sogar die Straße wurde mit dem MTV-Logo verziert.

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Gut, nicht so schlimm. Wir gehen in das Planet Hollywood, die bekannte Restaurantkette von Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone, Steak essen.

Gefahrene Strecke: ca. 80 Kilometer

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Tag 3

 

Heute wollen wir früh nach Manhattan, dass wir an der Freiheitsstatue keine großen Schlangen antreffen. Gestern Nachmittag war es hier schon ziemlich voll, da natürlich noch in einigen Ländern Ferien sind. Es ist schwierig in Manhattan einen Parkplatz zu finden und so muss man mindestens nochmals 30 Minuten für die Suche einplanen.

Letztendlich haben wir einen adäquaten gefunden und laufen Richtung Fähre. Es ist schon wieder relativ viel los und wir müssen leider mit der Überfahrt noch etwas warten. Nach halbstündiger Wartezeit fährt das Boot Richtung Insel ab und wir erreichen diese nach ca. 10 Minuten Fahrzeit. Als wir Aussteigen sehen wir eine weitere Schlange vor dem Zutritt zur Statue. Na ja, müssen wir uns eben auch hier nochmals anstellen. Wird sich nicht vermeiden lassen. Hier schon mal ein erster Blick.

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Wir sind an den letzten Stufen hinauf zum Eingang. Der Zutritt ist noch recht großzügig und wir je höher man steigt immer enger. Das ist sicherlich nichts für Menschen die Platzangst haben. In der Krone angelangt stellen wir fest, dass Menschen über 1,80 m hier nicht mehr aufrecht stehen können und nicht mehr als 10 Personen Platz finden. Wir können uns dies hier im Hochsommer bei 40° C beim besten Willen nicht vorstellen, länger als 2 Minuten zu bleiben.

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Die Aussicht auf Manhattan ist phänomenal und die Statue of Liberty ist für uns ein Pflichtprogrammpunkt in New York, da alleine die Konstruktion, die man im Inneren zu Gesicht bekommt, das Eintrittsgeld wert ist. Die langen Schlangen sind etwas abschreckend, aber das ist in New York häufigre so.

Hier weitere Infos zu Öffnungszeiten und Preisen. Mit etwas Verspätung machen wir uns auf den Weg Richtung Nord-Manhattan. Wir wollen die Union Station besichtigen. Dies ist der Bahnhof von New York, in einem sehr schönen alten Gebäude, was vor kurzem erst komplett wieder restauriert wurde. Auf der gleichen Strecke liegt das Empire State Building, was wir natürlich auch nicht auslassen wollen.

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Wir gehen nicht auf die Aussichtsplattform, da wir gestern ja bereits auf dem World Trade Center waren. Wir gehen weiter in Richtung Union Station. Dieser Bahnhof ist inmitten der Hochhäuser kann zu erkennen und von außen völlig unscheinbar. Erst nach Betreten der Halle erkennt man die wahre Schönheit. Wir gehen weiter in Richtung Times Square, wollen noch etwas von der Rush-Hour Stimmung mitnehmen, die hier zwischen 3 und 6 pm herrscht. Hier werden die bekanntesten Musicals der Welt aufgeführt und das Programm ist immer unterschiedlich. Hier nur ein Beispiel:

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Wir trinken noch einen Kaffee im Starbucks und entspannen etwas unser strapazierten Füße. Für heute haben wir genug und lassen den Tag mit einem Bummel durch Geschäfte an der 5th Avenue ausklingen.

Gefahrene Strecke: 50 Kilometer

 

 

 

Tag 4

 

Wir hatten gestern ein markantes Hochhaus nicht mehr geschafft. Den Trump Tower. Also machen wir uns heute morgen direkt auf den Weg, wieder durch den Holland Tunnel. Wir parken in einem Parkhaus am Trump Tower. Die Preise sind horrend. Das nächste Mal werden wir in New York Metro fahren, da spart man einen Haufen Geld. Dort angekommen werden wir im Eingangsbereich von einer Bugs Bunny Statue empfangen.

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Im Inneren sehen wir einige Geschäfte der Nobel-Boutiquen und Büros bekannten Finanzdienstleister und Firmen. Diese Gebäude ist nur etwas für besser verdienenden, aber einen Blick allemal wert. Wir steuern auf einen Weihnachtsshop zu, der das ganze Jahr über Weihnachtsdekoration verkauft. Ob dies ein gut gehendes Geschäft ist ? Wir wollen uns noch etwas die Randbezirke anschauen und nehmen wieder unser Auto und fahren mehr oder weniger ziellos umher. Ich hatte ein Bild gesehen, was in vielen Filmen vorkommt und wollte dieses Bild hier in New York einfach ohne nähere Angaben suchen. Und wir wurden fündig. Ein typisches Bild aus einem amerikanischen Krimi.

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Wir wollen noch unbedingt nach Harlem, das hatte sich Birgit in den Kopf gesetzt, also fuhren wir weiter. Da ich schon viel darüber gelesen hatte, war mir klar, dass dies sicherlich nicht s ist, wie es sich viele vorstellen. Harlem ist das Viertel der Schwarzen New Yorker, die nicht sehr viel Geld haben, um zu (Über)leben. Harlem beginnt ab der 103. Straße, also am Ende des Central Parks von Süden aus gesehen.

Der Zustand der Strasse ändert sich, die Straßen sind nicht mehr so sauber, die Fassaden der Häuser sind nicht so toll restauriert. Auf den Strassen stehen oder laufen schwarze Jugendliche mit Ghettoblastern auf den Schultern. All die Klischees, die in Filmen aufgebaut werden, sind hier zu sehen. Wir bevorzugen nicht auszusteigen, denn dies ist nach Einbruch der Dunkelheit nicht empfohlen, da wir als Weiße und zugleich Touristen hier nicht herzlich empfangen werden. Tagsüber mag dies anders sein. Wir drehen also nur eine kleine Runde und fahren wieder zurück nach Manhattan. Heute Abend werden wir in einem der vielen Delis Abendessen und noch auf eine Bier in eine der vielen Bars gehen.

Gefahrene Strecke: ca. 100 Kilometer

 

 

 

Tag 5

 

Auch die kulturelle Seite sollte nicht zu kurz kommen und deshalb gehen wir heute in das Guggenheim Museum.

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Bekannt für hochwertige Kunstausstellungen mit wechselnden Künstlern und Objekten. Die Eintrittspreise sind üppig aber lohnenswert. Man sollte aber 4-5 Stunden an Zeit mitbringen. Hier noch ein Link zur Homepage des Museums mit Öffnungszeiten, Informationen zu Ausstellungen und Preisen. Wir fahren jetzt noch weiter nach Chinatown.

Diese eigenständige Stadt in der Stadt liegt an der Lower East Side von Manhattan, also an der Süd-Ost Spitze. In Chinatown leben nach Schätzungen zwischen 70000 und 150000 Menschen. Es ist ein buntes Treiben, die Straßen sind gefüllt mit Menschen, die etwas verkaufen oder arbeiten. Es gibt Restaurant an Restaurant und Geschäft an Geschäft. Es gibt alles zu kaufen, was man sich nur vorstellen kann. Von Elektronik bis zu Souvenir T-Shirts.

Wir parken unser Auto und laufen die Hauptstrasse entlang. Es macht Spass hier zu schlendern, den alle Chinesen sind sehr freundlich und reden Dich auf der Strasse an. Wir kehren in ein Restaurant ein und essen eine Kleinigkeit. Es ist schon spät und wir wollen noch mal an den Times Square. Wir fahren also wieder in Richtung Nordwesten und suchen uns einen Parkplatz in der Nähe. Wir laufen den Times Square entlang und sind immer noch fasziniert von diesem Treiben jeden Tag. Es ist unglaublich, was hier an Menschenmaßen den kompletten Tag entlang laufen. Zum Abschluss unseres New York Besuchs gehen wir noch in das Hard Rock Cafe zum Abendessen.

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Gefahrene Strecke: ca. 50 Kilometer

 

 

 

Tag 6

 

Wir verlassen heute den Großstadtrummel und fahren Richtung Norden nach Buffalo. Auf dieser Strecke gibt es leider nicht sehr viel zu sehen, deshalb versuchen wir möglichst schnell dorthin zu kommen. Ungefähr auf der halben Strecke fahren wir auf gleicher Höhe eines Tornados, der ca. 200 Kilometre südlich von uns vorbeizieht. Dieser soll lt. Wettervorhersage morgen im Norden Amerikas als Ausläufer weitergehen. Nach 9 Stunden Fahrzeit kommen wir in Buffalo an und suchen uns ein Motel.

Gefahrene Strecke: ca. 720 Kilometer

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Tag 7

 

Es schüttet wie aus Eimern als wir unser Motel verlassen. Wir gehen noch in das hiesige Pancakehouse zum Frühstück. Wir wollen gestärkt zu den Niagara Fällen fahren. Das kurze Stück von Buffalo haben wir in einer knappen halben Stunde geschafft und parken an den großzügig angelegten Parkplätzen. Der Niagara Falls State Park ist der älteste Park in der USA. Gegründet 1885, zuerst als Niagara Reservation, später umbenannte als State Park. Wir wollen uns zuerst einen Überblick verschaffen und laufen zum Visitor Center. Dort erkundigen wir uns nach den Bootstouren „Maid of the Mist“. Da die nächsten beiden Touren schon ausgebucht sind, kaufen wir uns Tickets für die nächste freie Tour. Wir wollen zuerst am Observation Tower unsere erste Aussicht genießen. Der Eintritt kostet 1.- $ pro Person. Der Ausblick von oben ist gigantisch und man kann die Fälle komplett einsehen.

Tour USA 1996

Wir gehen weiter in Richtung Wasser, da wir jetzt unsere Bootstour „Maid of the Mist“ startet. Wir bekommen beim Besteigen des Bootes Regenumhänge, als Schutz vor dem Wasser. Als ob nicht schon genug Wasser heruntergekommen wäre.

Tour USA 1996

Wir werden für unsere Ausdauer belohnt, denn diese Tour führt wirklich direkt an die beiden Fälle. Der Sprühregen ist immens und wir können uns dies besser im Hochsommer als Abkühlung vorstellen. Diesen Anblick vergisst man nicht so schnell und die Dimensionen werden auch erst in Wirklich einem so richtig bewusst. Nachdem wir jetzt komplett durchgenässt sind, gehen wir noch zu einem weiteren Aussichtspunkt, der auf dem Rückweg zu unserem Auto liegt. Info zu Öffnungszeiten sowie Preisen findet Ihr auf der offiziellen Seite. Wir können uns nur schwer von diesem 7. Weltwunder trennen.

Tour USA 1996

Wir beschließen noch kurz in das Hard Rock Cafe einzukehren und eine Kleinigkeit zu essen. Heute steht noch die Weiterfahrt nach Cleveland an, was uns angesichts des Zustandes zum ersten Mal richtig freut. Im Auto ist es wenigstens trocken und warm.

In Cleveland angekommen sehen wir sofort das Stadion der Cleveland Indians ( Für Nichtinsider: Das ist das Baseball-Team der Stadt ) und beschließen noch nach Karten zu schauen. Zuerst schauen wir uns nach einer Übernachtungsmöglichkeit um und werden auch sofort fündig. Nach dem Einchecken starten wir sofort zum Stadion um noch rechtzeitig das Spiel zu sehen. Am Ticket-Counter erfahren wir, dass das Spiel leider ausverkauft ist. Wir wollen trotzdem unser Glück versuchen und schauen uns um, ob noch jemand Karten verkauft. Tatsächlich werden wir auch fündig und erstehen noch zwei recht gute Eintrittskarten und gehen Richtung Einlass. Am Drehkreuz komme ich mit meiner Karte durch aber die zweite Karte funktioniert leider nicht. Wir sprechen einen der Sheriffs an und diese teilen uns nach kurzer Diskussion mit dass diese Karte gefälscht sei. Wir werden sofort befragt, wo wir die Katen gekauft haben. Die Sheriffs schwärmen aus und suchen den Verkäufer. Leider werden sie aber nicht fündig. Da ich bereits innerhalb des Stadions sind, einigen wir uns, dass ich schon mal das Spiel anschauen gehe und Birgit gegebenenfalls nachkommt.

Tour USA 1996

Wir vereinbaren einen Treffpunkt in einer Stunde. Birgit wird zwischenzeitlich von den Sheriffs unterhalten und nach kurzen Plausch bekommt sie einen freien Eintritt. Wir treffen uns durch Zufall auf einer Durchgangsstrecke der Ränge und können jetzt das Spiel in vollen Zügen genießen. Was für eine Action an diesem Abend noch.

Gefahrene Strecke: ca. 420 Kilometer

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Tag 8

 

Heute geht es weiter, entlang den großen Seen, in Richtung Chicago. Da wir aber noch vor Chicago, in South Bend,  Halt machen wollen, haben wir uns überlegt auch dort zu Übernachten. Wer South Bend nicht kennt, hier eine kurze Erklärung. Der Ort South Bend beheimatet die University of Chicago. Zusätzlich gibt es dort noch ein sehr bekanntes College-Team, dass schon bundesweit große Erfolge gefeiert hat. Notre Dam, auch Fighting Irish genannt.

Wie es zu diesem Namen kam, ist bis heute nicht klar. Jedenfalls wurde dieser Name bei einem Football-Spiel von Fans geschrieben. Es gibt allerdings unterschiedliche Versionen, warum. Zuerst aber suchen wir uns ein Hotel für die Nacht, da wir direkt an den Motels vorbeifahren. Wir entscheiden uns für ein Howard Johnson mit Wasserbett. Auf dem Universitätsgelände angekommen, sind wir etwas erstaunt. Hier sieht es aus wie in einem Park. Riesige Wiesen, umsäumt von Bäumen und alten Gebäuden. Einfach wunderschön anzusehen.

Tour USA 1996

Natürlich wollen wir uns auch noch das Football-Stadion anschauen. Das Sportgelände ist besser und größer als bei jedem deutschen Fußball-Club und das Stadion fasst ca. 50000 Zuschauer. Das ist der absolute Wahnsinn. Nach dieser beeindruckenden Tour gehen wir noch etwas in Städtchen und besuchen die ein oder andere Studenten-Kneipe bis wir spät nachts in unser Wasserbett fallen.

Tour USA 1996

Gefahrene Strecke: ca. 410 Kilometer

Tour USA 1996

 

 

 

Tag 9

 

Heute fahren wir die restliche Strecke nach Chicago, dass wir nach zwei Stunden erreichen. Wir suchen uns ein Hotel im Zentrum  und werden auch sofort fündig. Es liegt einen Block entfernt vom Hardrock Cafe und Planet Hollywood. Zur Michigan Avenue ist es ein 15 Minuten Fußmarsch, also können wir die nächsten beiden Tage unser Auto stehen lassen. Wir checken ein und gehen die ersten Schritte Richtung „Magnificent Mile“. Sofort fällt uns ein riesiges Werbeplakat auf. Na ja, ist ja klar. Das Vorbild aller Sportler und ein Bürger Chicagos.

Tour USA 1996

Wir gehen weiter Richtung Einkaufsstrasse. Da wir heute nichts mehr weiter vorhaben, schlendern wir durch die Boutiquen und Läden. Wir entscheiden doch noch auf den Sears Tower zu gehen um das morgen nicht im Programm zu haben. Das dieses Gebäude im Stadtbild nicht zu übersehen ist, weiß jeder. Dass es aber trotzdem sehr schwierig ist, dieses Gebäude als Fußgänger zu finden, wissen wohl die wenigsten. Oben angekommen, bietet sich uns ein grandioser Blick über die komplette Stadt und den Lake Michigan…

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Nach einer kompletten Rundumsicht fahren wir wieder nach unten. Für heute haben wir uns noch ein japanisches Restaurant ausgesucht, dass in unserem Reiseführer erwähnt wurde. Da dies in unmittelbarer Nähe ist, laufen wir zu Fuß. Sushi ist nicht jedermanns Sache, aber wir wollten das schon lange mal probieren. Wir nehmen an der Bar Platz und wühlen uns durch die Speisekarte. Nach den ersten Runden unterhalten wir uns angeregt mit dem Koch. Als er erfährt, dass wir aus Deutschland kommen, erzählt er uns seine Anekdote vom Hockenheimring und der Sachs-Kurve.

Gefahrene Strecke: ca. 160 Kilometer

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Tag 10

 

Heute haben wir uns fest vorgenommen, das United Center aufzusuchen, da Frank schon seit 1994 ein Fan der Chicago Bulls ist. Da dies etwas außerhalb des Zentrums liegt, nehmen wir zuerst unser Auto. Erst im letzten Jahr wurde die alte Halle der Bulls abgerissen und das moderne United Center gebaut. Leider sind wir zu einer ungünstigen Zeit da und wir können kein Spiel besuchen. Macht aber nichts …

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Die Statue wurde erst in diesem Jahr, nach dem Rücktritt von Michael Jordan errichtet und ein unbedingtes Muss als Basketballfan.

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Wir bringen unser Auto wieder zurück und gehen Richtung Michigan River. Dort findet heute das einmal im Jahr stattfindende Duck-Race statt. Hierbei werden gelbe Schwimmenten verkauft, die dann auf dem Fluss ein Rennen veranstalten. Der Sieger bekommt einen Preis und die Einnahmen werden gespendet.

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Nach einem knappen Finish gehen wir weiter zum Navy Pier. Dies ist ein neu gestaltete Vergnügungsmeile direkt am Lake Michigan. Wir unternehmen eine Bootstour mit „Wendella Boat Rides“. Die Tour führt entlang zum Adler Planetarium, hinaus zum Chicago Harbor Light und wieder entlang der Küste und zurück zum Pier.

Tour USA 1996

Es ist Zeit für Abendessen und nichts passt besser als ein Besuch bei Michael Jordan`s Restaurant. Diese Lokalität hat einen doppelten Reiz. Das sehr gute amerikanische Essen und die vielen Memorabilias, die an den Wänden und Decken des Lokals hängen. Unbezahlbar.

 

 

 

Tag 11

 

Heute wollen wir noch auf dem Michigan River eine Bootstour machen, laufen deshalb in Richtung Chicago Tribune. Direkt daneben ist die Ablegestelle der verschiedenen Anbieter. Wir entscheiden uns für die billigste Tour, nur um nochmals einen Eindruck der Stadt auch aus entlegenen Stellen zu gewinnen.

Tour USA 1996

Die Fahrt dauert ca. 1 Stunde und geht entlang des Rivers, vorbei an den schönen Gebäuden der Stadt bis hin zu „hässlichen“ Lagerhallen und Fabrikgebäuden. Muss man gesehen haben, ist aber sicherlich nicht jedermanns Sache.

Tour USA 1996

Wir gehen anschließend nochmals in die Michigan Avenue, Sportklamotten kaufen. Die sind hier so günstig, da kann man einfach nicht widerstehen. Wir gehen noch entlang der Hochbahn, in die äußeren Bezirke von Downtown. Wir stellen immer wieder fest, dass Chicago im Prinzip eine Kleinstadt ist, da alle wichtigen Attraktionen erlaufen werden können. Wo geht so was in anderen Großstädten ?

 

 

 

Tag 12

 

Wir verlassen heute Chicago in Richtung Süden. Das Endziel ist St. Louis. Hier entlang führt die Route 66, die natürlich in den größten Teilen durch Interstates ersetzt wurde. Trotzdem spüren wir den Flair dieser legendären Strecke. An vielen Stellen weißen Schilder auf diesen Streckenteil hin.

Tour USA 1996

Die Strecke ist völlig problemlos zu befahren. Leider kommen wir nur langsam voran, denn andauernd kommen diese Schilder….

Tour USA 1996

Wir kommen trotzdem am frühen Nachmittag in St. Louis an. Wir suchen uns ein Motel und wollen noch etwas in der Stadt umherlaufen, ohne Ziel. Am Abend gehen wir in die Union Station. Dieser Bahnhof wurde geschlossen und neu restauriert. Darin befinden sich zahlreiche Restaurants und Souvenirläden. St. Louis ist die Geburtsstätte von Marc Twain, deshalb hängen hier natürlich überall seine Bilder.

Gefahrene Strecke: ca. 490 Kilometer

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Tag 13

 

Wir stehen früh auf, da wir gestern Abend nicht sehr lange unterwegs waren. In St. Louis ist für unseren Geschmack nicht viel los oder wir waren in der falschen Ecke der Stadt. Wir frühstücken in der Nähe unseres Motels in einer kleinen, schicken Bakery und machen und auf den Weg zum Wahrzeichen der Stadt. The Gateway Arch, Tor zum Westen. Dieser Bogen hat eine Höhe von 190 Meter und wurde zwischen 1959 und 1965 aus rostfreiem Stahl erbaut.

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Von hier oben hat man einen wunderbaren Blick über die komplette Stadt, mitsamt dem Stadion der St. Louis Rams. Für Nicht Sportfans, das Footballteam der Stadt und mehrfacher Champion in den letzten Jahren. Für große Menschen ist die Aussicht etwas beschwerlich, da nicht sehr viel Platz vorhanden ist. Auch bei Menschen mit Platzangst raten wir von diesem Besuch ab. Weitere Infos zu Öffnungszeiten und Preisen findet Ihr hier.

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Da wir uns bereits am Mississippi-Ufer befinden wollen wir auch eine Bootsfahrt mit einem der berühmten  Schaufelraddampfer machen. Im unteren Bild ist ein sehr schönes Exemplar eines Dampfers zu sehen, der aber leider nicht mehr fährt sondern als Fast Food Restaurant am Ufer von St. Louis dient.

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Nach unserer Rückkehr wollen wir die Old Cathedral besichtigen, die sich unweit des Arch befindet. Diese Kirche ist wunderschön auf den Grundmauern der ersten Kirche von St. Louis in den Jahren 1831-1834 erbaut worden. Ein lohnender Abstecher für Liebhaber von schönen Gebäuden der Historie.

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Wir laufen Richtung Innenstadt entlang der Market Street die bis zur Union Station führt. Wir passieren dabei das Old Courthouse, das Bush Memorial Stadium und weitere bedeutende Gebäude der Geschichte der Stadt.

Gefahrene Strecke: ca. 50 Kilometer

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Tag 14

 

Heute starten wir einen kleinen Ausflug in das nahe gelegene Örtchen St. Charles. Viele werden sich jetzt fragen, warum ? Dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung. St. Charles ist die Partnerstadt von Ludwigsburg, dass unweit von unserem Wohnort liegt und wir hatten bei einem Diavortrag vieles über die Stadt erfahren und waren begeistert. Also haben wir uns entschieden, hierher zu kommen. In der Stadt angekommen, fällt uns zuerst die vielen Deutschland-Fahnen auf, was auf die Partnerschaft schließen lässt.  Die Stadt ist sehr belebt, die Hauptstrasse ist gesäumt mit Menschen. Gut, wir haben Wochenende, wundern uns aber trotzdem über diese rege Treiben. Wir haen schnell herausgefunden, was der Grund ist.

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Das „Civil War Reenactment“ Festival, was jedes Jahr im September veranstaltet wird. Die komplette Stadt versetzt sich in das Jahr 1860, mit Original Kostümen, nachgestellte Schlachten und Zeltleben mit Feuer.

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Schon deswegen hat sich der Ausflug hierher gelohnt. Die Stadt selbst ist auch sehr schön, mit wundervollen Biergärten unter Bäumen und schön restaurierten alten Häusern. Weitere Infos zu St. Charles findest Du hier. Erst am späten Nachmittag fahren wir wieder nach St. Louis zurück.

Gefahrene Strecke: ca. 100 Kilometer

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Tag 15

 

Da wir in den letzten Tagen etwas „gedrödelt“ haben, müssen wir jetzt den Rückweg bis New York in zwei Tagen bewältigen, was nicht sehr einfach sein wird. Die heutige Fahrt führt uns nach Indianapolis. Dort kommen wir erst am späten Abend an und haben nur etwas Zeit die Stadt zu besichtigen.

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Leider haben wir keine Zeit den Indianapolis Racetrack zu besichtigen. Hier werden jedes Jahr die Indy 500 ( Autorennen ) gefahren. Wir gehen heute etwas früher in das Bett, weil wir morgen den längsten Fahrtag unseres Urlaubs vor uns haben.

Gefahrene Strecke: ca. 400 Kilometer

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Tag 16

 

Wir stehen um 6 Uhr auf, damit wir nicht unnötig Zeit im Berufsverkehr rund um Indianapolis verlieren. Die Fahrt führt uns quer durch die Staaten Indianapolis, Ohio und Pennsylvania. Unser Flug geht erst um 21 Uhr, also haben wir doch noch etwas Puffer. Wir wissen, dass es um New York nochmals starken Verkehr geben wird, machen uns also keine großen Hoffnungen zu früh am Flughafen anzukommen. Wir schaffen es gerade so um 18.30 Uhr unser Auto abzugeben und wir sind um 19.15 Uhr am Flughafen. Nicht schlecht für 1180 Kilometer, aber sicherlich nicht zu empfehlen.

Gefahrene Strecke: ca. 1180 Kilometer

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Fazit

Chicago war für uns der Highlight dieses Urlaubs. New York muss man ebenfalls gesehen haben, ist aber sehr hektisch und riesengroß. Die Niagara-Fälle wollen wir nochmals bei schönem Wetter sehen. Der Abstecher über St. Louis war sehr riskant, da wir fast den Flieger verpasst hätten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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