USA 2006 – Reisebericht

Viva SouthWest ! Nach den gestrigen Schneefällen sind am Frankfurter Flughafen ca. 500 Flüge ausgefallen. Den ganzen Tag haben wir die Abflüge beobachtet, wie es weiter läuft. Nachdem es aber sich entspannt hatte, sind wir also am Sonntag früh mit dem ICE nach Frankfurt unterwegs. Die Fahrt führt über den Hauptbahnhof Stuttgart. Als wir dort ankommen, wird unser Zug mit ca. 45 Minuten Verspätung angezeigt, da ein Gleis eingefroren ist. Da aber ein weiterer Zug aus München kommend Verspätung hat, nehmen wir diesen und kommen rechtzeitig in Frankfurt an.

Der Check-Inn dauert wie schon erwartet sehr lange und dass Condor seine Passagiere anweist drei Stunden vor Abflug anwesend zu sein, können wir jetzt nachvollziehen. Insgesamt müssen wir zweimal unser Handgepäck scannen lassen und zeigen fünfmal Tickets bzw. Reisepass vor. Nachdem die Einreisebestimmungen durch die USA verschärft wurden, ist die Zeit mehr als notwendig.

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Der Flug startet mit ca. 40 Minuten Verspätung. Auf dem Flug gibt es nichts nennenswertes zu berichten. Das Essen ist richtig gut, leider gibt es auf der Boeing 767 kein Inseat-Entertainment und somit werden die 11 Stunden Flug etwas langwierig. Wichtig ist es bei Condor-Flügen nach dem Landen zu Klatschen. Wir haben das aus lauter Überraschung nicht getan. Vielleicht waren ja die meisten einfach nur froh gelandet zu sein.

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Am McCarran-Aiport angekommen lassen wir uns überraschen, wie es mit der Immigration abläuft. Nachdem wir aber im Flugzeug eine mehr als ausführliche Erklärung bekommen haben, wie wir die Einreisepapiere auszufüllen haben, kann ja nichts mehr schief gehen. Da auch nur ein Flugzeug angekommen ist, geht es innerhalb von 30 Minuten über die Bühne. Am Rollbahn bekommen wir zuerst nur einen Koffer und warten deshalb bis zum Schluss. Als nach Nachfrage uns mitgeteilt wird, dass alle Koffer entladen wurden, war uns klar, dass ein Koffer nicht angekommen ist. Wir füllen daher den „Baggage Claim Report“ aus und bekommen eine Telefonnummer, wo wir uns morgen Mittag melden sollen.

Der Shuttlebus zu Alamo klappt wie immer vorzüglich und wir sind schon gespannt, wie das mit der Choice Line klappt, nachdem wir ja den Chevy  Equinox gebucht haben. In  der Schlange stehend, kommen wir mit zwei Deutschen in das Gespräch. Wie es sich später herausstellt, wohnen die beiden in einem Nachbarort und sind Freunde der Hardrockband „Motörhead“. Die beiden bereisen zusammen mit der Gruppe Californien und besuchen drei Konzerte der  Band. Wir sind eingeladen worden, doch am Samstag nach Las Vegas zu kommen. Das wird uns aber leider nicht passen.

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Wir fahren in`s Aladdin und checken dort ein. Nach dem es erst früher Abend ist beschließen wir noch etwas den Strip entlang zu laufen und schauen was sich verändert hat.

Da wir erst im Flugzeug gegessen haben, beschließen wir in das neu eröffnete Hooters Casino an der Tropicana Avenue zu gehen und nur eine Kleinigkeit zu essen. Wir gehen recht früh in das Bett. Der Tag war ganz schön anstrengend.

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Bewertung:

Hotel Aladdin
Hooters

 

 

Tag 2

 

Heute morgen war ich schon um 6 Uhr wach und habe mich entschieden eine kleine Runde auf dem Strip zu drehen. Birgit wollte noch nicht aufstehen. Als ich nach einer Stunde zurück komme, gehen wir gemütlich zum Spice Market Buffet, was wir schon auf unserer Reise in 2004 als sehr gut empfunden hab en. Es gibt bereits eine lange Schlange vor dem Eingang, aber nach 15 Minuten sind wir auch drin. Das Buffet ist wie beim vergangenen Mal vorzüglich bestückt und wir stärken uns für den langen Tag.

Heute morgen wollen wir erstmal nach Primm. Das hatten wir schon einige Mal vor gehabt, hat aber nie geklappt. Wir holen also unseren TrailBLazer vom Valet-Parking ( was im Aladdin vorzüglich klappt -- Achtung ! Trinkgeld von 1 Dollar nicht vergessen ) und fahren auf die I-15 nach Primm. Da das Las Vegas Outlet Center genau auf dem Weg in`s Hotel zurück liegt, gehen wir auch da gleich vorbei und kaufen ein paar Kleinigkeiten ein. Schließlich fehlt uns ja ein  Koffer. A propo, wir haben heute nochmals am Flughafen angerufen. Leider immer noch keine Info, wann der  fehlende Koffer kommt. Wir wollen noch in`s MGM. Birgit war noch nicht dort und ich im Jahr 1996. Also nichts wie hin. Wir finden nach längerem Suchen das Lions Habitat, wo zwei Löwinnen ihr Revier haben. Das finden wir sehr beeindruckend und viele andere auch.

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So, jetzt müssen wir uns aber sputen. Wir wollen heute Abend das Buffet im Wynn testen und da soll es immer sehr voll sein. Wir nehmen den Wagen und zahlen lieber den Dollar für`s Parken denn vom Aladdin zum Wynn ist es ganz schön weit. Dort angekommen, versuchen wir verzweifelt das Buffet zu finden. Trotz Ausschilderung kommen wir immer wieder am gleichen Punkt heraus ( Die Beschilderung der Hotels lässt generell zu Wünschen übrig ). Nach dem wir das Buffet gefunden haben und die Schlange sehen, stellen wir uns ganz brav an. Als die Empfangsdame etwas von einer Stunde murmelt, entscheiden wir uns, dass dieses Buffet doch nicht so gut sein kann. Wir haben aber noch einen Trumpf in der Hinterhand. Das Ellis Island. Viel darüber gehört und vor allem viel gutes.

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Wir entscheiden uns aber nicht in Restaurant zu gehen, sondern zum BBQ-Grill. Da kann man noch draußen sitzen. Die Rips sind vorzüglich, der Preis auch, aber warum gibt es hier Plastikbesteck und -geschirr ? Nach dem vorzüglichen Essen fahren wir noch zur Freemont Street, da wir das, das letzte Mal auch nicht geschafft haben.

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Bewertung:

Hotel Aladdin
Spice Market Buffet ( 14.- $ pro Person -- Gutschein 2 für 1 )
Ellis Island

 

 

 

 

Tag 3

 

Heute waren wir auch wieder früh wach, aber nicht weil wir nicht länger schlafen konnten, sondern weil wir bei der Lufthansa anrufen wollen um zu klären, wo das Gepäckstück ist. Die Frau am Telefon ist zwar sehr hilfsbereit, aber helfen kann sie auch nicht. Wir bekommen als Aussage, dass die fehlenden Gepäckstücke versucht werden zuzuordnen und dann verschickt werden. Damit können wir nicht wirklich viel anfangen, also gehen wir frühstücken. Heute wollen wir mal das Paris „Le Village Buffet“ testen. Die Schlange ist auch um 8 Uhr morgens schon recht lang. Es läuft aber sehr zügig und wir haben nach 10 Minuten einen Platz. Das Buffet ist sehr umfangreich und auch die Einrichtung ist sehr schön gemacht und gemütlich. Das Paris Buffet ist aktuell unser Topfavorit in Las Vegas, nicht nur wegen der Einrichtung.

Wir fahren nochmals kurz zum Outlet Center, da sich ja das Thema mit dem Koffer weiter verzögert und doch so einige Dinge fehlen. Wir sind mal gespannt, ob wir das wieder ersetzt bekommen.

Wir machen uns auf den Weg nach Norden, denn wir müssen heute noch die Permits für die Subway im Visitor Center in Springdale abholen. Das sind immerhin 150 Meilen und pünktlich um 17 Uhr ist dort Feierabend ( Wir haben auch noch eine Stunde Zeitverschiebung ). Wir passieren dabei die Grenze zu Arizona und Utah.

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Dort angekommen, müssen wir erstmal 20.- $ Eintritt für den Park zahlen, da das Visitor Center innerhalb ist. Wir werden dort von einer Rangerin empfangen und bekommen noch die neuesten Auskünfte zu Wetter, Zustand des Trails und vieles nützliche mehr. Insgesamt haben wir für den Subway-Eintritt jetzt 35.- $ bezahlt. ( 5.- für Onlinereservierung, 5.- $ pro Person für den Permit und weitere 20.- $ für den Parkzugang ).

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Gefahrene Strecke: 213 Meilen

Bewertung:

Parls -- Le Village Buffet ( 17,95 $ pro Person )
Best Western Travel Inn St. George

 

 

 

 

Tag 4

 

Heute holen wir nach, was wir in 2004 aufgrund starker Regenfälle verpasst haben. The Subway. Wir hatten uns sehr gut auf diese Tagesetappe vorbereitet, da es keine ordentlichen Wegbeschreibungen gibt und wir überall von Flußüberquerungen gelesen hatten. Neoprensocken und Gammaschen sollten es dann schon sein. Da aber ein Koffer noch fehlte, mussten wir uns die beiden wertvollen Ausrüstungsstücke teilen. Wir stehen früh auf, da wir mit einem 9-Stunden Tag rechnen. Es wird zwar erst um 18 Uhr dunkel, aber man sollte immer eine Reserve haben. Unser Fahrt führt uns von St. George in östliche Richtung nach Virgin. In diesem kleinen Kaff geht die Kolob Terrace Road nach links weg. Die Strasse schlängelt sich nach oben. Wegweiser zum Trailhead gibt es nicht. Man muss also aufpassen um den Parkplatz nicht zu verpassen. Es ist der zweite Trailhead der von der Strasse aus zu erkennen ist, der Left Fork Trailhead.

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Das ist das erste und letzte Hinweisschild bis zum Fluss. Es befindet sich direkt nach dem Verlassen des Parkplatz. Die weitere Strecke ist mehr oder weniger gut durch Cairns ( Wegweiser aus Steinhaufen ) markiert. Der Trailhead schlängelt sich den Berg hinab, hier und da verliert man die Spur. Da es aber immer nach unten gehen muss, ist es nicht schwierig den Weg zu finden. Am Fluss angekommen ist der zweite und letzte Wegweiser zu finden, da den Trailhead für den Weg zurück markiert.

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Vom Fluss aus gesehen geht es dann nach links, immer am Fluss entlang weiter. Nachdem wir in einigen Reiseberichten gelesen haben, dass einige wenige sogar ohne den Fluss zu wechseln zur Subway gekommen sind, hoffen wir auf das Beste, sind aber für alles vorbereitet. Zu Beginn der Strecke ist es noch einfach, da es einen klaren Weg gibt und man nicht auf Felsen steigen muss. Mit zunehmender Dauer werden die Felsen immer mehr und wir müssen hier und da die Seite wechseln. Das jemand diese Strecke ohne Seitenwechsel geschafft hat scheint uns jetzt unmöglich zu sein. Nach zwei Stunden wechseln und Felsen steigen, sehen wir die ersten Kaskaden. Dies ist das erste Zeichen dafür, dass die Subway nicht mehr weit ist. Die Kaskaden lassen sich auch zu dieser Jahreszeit gut belaufen, da dass Wasser nicht sehr hoch ist. Es ist nur hier und da etwas rutschig.

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Es geht dann noch einige Biegungen nach rechts. Verlaufen kann man sich jedenfalls nicht. Aufpassen sollte man auf der letzten Kaskade, damit man nicht diesen wunderschönen Wasserlauf verpasst, der in allen Bildergalerien und Kalendern zu finden ist. Er wird auch The Crack genannt. Hier verweilen wir einige Zeit, da dieses Motiv dem Hobbyfotografen einiges abverlangt und herausfordert.

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Einige Meter weiter kommen wir an eine Rechtskurve und warten gespannt was sich dahinter verbirgt. Nach 3,5 Stunden sehen wir endlich die Röhre zum ersten Mal aus der Entfernung. Davor liegt ein abgestorbener Baum quer. Wir kämpfen uns voller Vorfreunde nach vorne und stehen vor dem ersten kleinen Pool. Wir gehen weiter und kommen an eine Linkskurve. Dort sind die zwei besten Pools zu sehen. Weiter oben ist das Wasser leider so hoch, dass wir uns nicht an dem beschriebenen blauen Seil abseilen können. Aber auch die bereits beschriebenen Pools entschädigen für die lange Wanderstrecke. Zuerst wissen wir gar nicht, wie wir am besten fotografieren sollen, aber nach einigen Einstellungen haben wir den Dreh heraus.

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Nach endlosen Fotos und Kameraeinstellungen wollen wir wieder zurück. Die Beine sind schon schwer und der Rücken tut von den schweren Rucksäcken weh. Wir wollen jedenfalls schnellstmöglich vorwärts kommen, da wir ja jetzt schon geübt sind. Es ist aber anstrengender als wir gedacht und die Pausen werden länger bzw. die Abstände zwischen den Pausen kürzer. Wir treffen unterwegs noch zwei Wanderer die auf dem Weg zur Subway sind. Ob die es noch vor dem Dunkeln zurück schaffen ? Wir erreichen nach 2 Stunden wieder den Wegweiser zum Anstieg und sind guten Mutes das letzte Stück auch noch zu schaffen. Es wird aber viel schwerer als wir uns das vorgestellt haben. Die Beine brennen, die Luft wird dünn, aber nach 2:50 Stunden sind wir wieder am Auto. Wir waren über die Zeit selbst überrascht. Jedenfalls ist diese Route nichts für unsportliche Menschen. Sie verlangt alles vom Körper ab. Da es noch nicht warm war, möchten wir uns diese Route nicht im Hochsommer vorstellen. Gehört für uns zu den Must-Sees des Südwesten.

Gefahrene Strecke: 107 Meilen

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Bewertung:

Subway Hätte auch 5 Sterne verdient. Zeitbedarf min. 8 Stunden
Best Western Coral Hills, Kanab

 

 

 

 

Tag 5

 

Donnerstag ist Condor-Tag. Heute kommt wieder eine Maschine in Las Vegas an und wir hoffen, dass unser Koffer dabei ist. Wir rufen daher gleich um 9 Uhr an und bekommen die Auskunft, dass Condor bestätigt hat, dass die fehlenden Koffer dabei sind. Also müssen wir heute noch nach Vegas fahren und den Koffer abholen. Da wir aber hier Urlaub machen haben wir vorher noch die Besichtigung der Red Cave Slot geplant. Dieser Canyon ist nahezu unbekannt und um dorthin zu gelangen, muss ein Privatgrundstück durchquert werden.

Wir haben schon vorab uns die Genehmigung bei Dell geholt, dass wir das Grundstück überqueren können und fahren daher in Kanab los in Richtung Mount Carmel Junction. Von dort geht es in Richtung Norden auf der 89 weiter und nach ca. 1 Kilometer kommt rechts ein kleiner Feldweg mit einer Zufahrt zu diesem Grundstück und einem Zaun. Wir parken direkt davor. Direkt nach dem Betreten muss der Virgin River durchquert werden. Wir lesen in einigen Reiseberichten, dass dieser nur Knöcheltief sein soll. Lass Euch nicht täuschen, er war deutlich tiefer.

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Danach geht es auf der Fahrspur des Grundstückbesitzers direkt auf dessen „Anwesen“ zu. Es scheint niemand da zu sein. Dass hier überhaupt jemand wohnen kann, verwundert uns sehr.

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Direkt hinter dieser „Scheune“ führt ein schmaler weg in östlicher Richtung. Nach wenigen hundert Metern kreuzt ein breiter Sandwash diesen Weg. Wir gehen auf diesem Wash weiter in östlicher Richtung ( nach links ). Von hier aus sind es noch ca. 45 Minuten bis zur Red Cave Slot. Diese ist ganz einfach zu finden, denn der Wash endet genau vor dem Eingang und das ist der einzigste Berg der die rote Farbe hat. Der Rest der Berge sind beige bzw. grau. Leider ist der Eingang so tief, dass sich eine riesige Wasserlache gebildet hat, die ca. 1 Meter tief ist. Wir versuchen hinein zu kommen, aber scheinbar ist der ganze Canyon unter Wasser. Pech gehabt. Hier noch das Bild vom Eingang zur Orientierung.

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Den Weg zum Lower Canyon haben wir aufgrund mangelnder bzw. nicht ausreichender Wegbeschreibungen nicht gefunden. Wir gehen denselben Weg wieder zurück und sputen uns, da wir ja noch ca. 280 Meilen nach Las Vegas fahren müssen.

Wir fahren den bereits bekannten Weg durch den Zion NP, via St. George und der I-15 nach Las Vegas. Ab dem Nascar-Racetrack ist leider ein riesiger Stau und wir kommen sehr spät am Fughafen an. Wenigstens ist der Koffer jetzt angekommen und ist auch vollständig. Wir fahren also gleich wieder zurück Richtung Utah, kehren aber vorher noch am zweiten Outlet in Vegas noch zum Einkaufen ein. Da wir jetzt etwas spät dran sind, fahren wir nur noch bis St. George und suchen uns ein Motel. Durch Zufall stoßen wir auf das Comfort Suites, was im Preis gleich teuer wie ein Best Western ist, aber für unseren Geschmack in der Qualität höher eingestuft ist. Es hat uns jedenfalls dort sehr gut gefallen.

Gefahrene Strecke: 348 Meilen

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Bewertung:

Comfort Suites, St. George
Red Cave Slot   ( ohne Bewertung )  Zeitbedarf ca. 3-4 Stunden

 

 

 

Tag 6

 

Heute geht es wieder in dieselbe Richtung wie schon am Mittwoch, nämlich Richtung Page. Wir fahren wieder durch den Zion, unser Eintritt ist ja sieben Tage gültig. Wir fahren über die Mount Carmel Junction und Kanab weiter in Richtung Page. Wir wollen heute Mittag schon mal die Cottonwood Canyon Road befahren und schauen wie der Zustand ist.

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Da wir in den nächsten Tagen einige Highlights hier abgrassen wollen, suchen wir heute schon mal den Weg. Nach 1,8 Meilen kommt rechts die BLM 431. Diese würde uns zum Sidestep Canyon führen. Nach 14 Meilen kommt der Halt der zum Yellow Rock führt. Dieser Halt ist eigentlich die Brigham Plain Road, die rechts von der Strasse abgeht. Dort kann das Fahrzeug aber gut geparkt werden. Wir fahren die Strasse nach oben, den von mir hat man einen tollen Blick auf die komplette Umgebung. Bei nassen Bedingungen aber nur was für Mutige, ansonsten ist laufen angesagt. Die Abfahrt ist sehr steil und kann schmierig sein. Den Yellow Rock haben wir noch nicht besucht, da das Wetter dafür besser sein muss. Die Steine leuchten nur bei Sonnenschein in den besten Farben.

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Wir fahren wieder zurück auf die 89 in Richtung Page bis zum Ort Big Water. von hier aus sind de Wahweap Hoodos zu erreichen. Wir biegen in die zweite Einfahrt in den Ort ein ein und fahren durch den kompletten Ort bis eine Dirt-Road diese geteerte Strasse kreuzt. Das ist die Nipple Creek Road. Diese biegen wir nach links ein und fahren vorbei an der Fischzucht und an einer Rinderkoppel  bis wir den Nipple Creek überqueren müssen. Hier ist für PKW meistens Schluss, wer rüber kommt spart eine halbe Meile zu Laufen. Entweder man parkt direkt vor dem Fluss oder fährt dahinter noch eine Meile weiter und kann dort parken. Die Wahweap Hoodos erreicht man, wenn man dem Wahweap Creek ca. 4 Meilen folgt auf der linken Seite. Wir machen das auch erst in den nächsten Tagen. Da wir noch Zeit haben, fahren wir die Nipple Creek Road, was ein Jeep Trail ist weiter. Das ist eine sehr interessante Strecke für 4WD-Begeisterte, da hier die Fahrspuren gegeben sind es aber dennoch Spass macht da es auf und ab geht. Etwas zu sehen bekommt man unterwegs auch noch. Siehe hier ….

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Nach einer Stunde drehen wir wieder um und fahren Richtung Page. Wir müssen noch unser Motel beziehen und wollen im neuen Wal-Mart einkaufen. Dort angekommen, entscheiden wir uns schließlich für das Best Western at Lake Powell, da wir das andere Best Western schon kennen und wir Gold Crown Member sind und somit Punkte bekommen. Wir fahren noch in den Wal-Mart, der jetzt direkt an der 89 in nördliche Richtung liegt und versorgen uns mit Lebensmitteln. Wir entscheiden uns aber zuvor noch zum Horseshoe Bend zu fahre. Die meisten sagen, dass man dies morgens machen sollte, aber wir fanden das auch am Abend recht schön.

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Gefahrene Strecke: 222 Meilen

Bewertung:

Best Western at Lake Powell
Ken`s Old West   Besonderns die Bar ist sehr zu empfehlen

 

 

 

 

Tag 7

 

Leider ist der Blick nach Draußen auch heute nicht verändert und es schneit wieder oder immer noch. Wir packen unsere Sachen und machen uns nach dem Frühstück auf dem Weg auf die 89 Richtung Kanab. Unser heutiges Ziel sind die Rimrocks, da diese ohne große Anfahrt erreichbar sind. Es gibt einen kleinen Parkplatz gegenüber der Paria Contact Station und sieht dann einen Weidezaun. Dort befindet sich auch ein Tor, was offen steht. Von dort geht man in nordöstlicher Richtung an dem ersten Bergrücken vorbei und sieht ein breites Seitental vor sich. Wir haben eine Beschreibung dabei, wie wir die weißen Hoodos in den Rimrocks finden können. Aber irgendwas passt an dieser Beschreibung nicht oder es hat sich etwas verändert. Wir finden jedenfalls im nächsten rechten Seitental einige Hoodos auf halber Höhe im Felsmassiv und sehen auch in weiter Entfernung einen riesigen Hoodo.

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Wir finden aber leider nicht den Aufstieg der aus einem Lehmberg bestehen soll und gehen daher nach Gefühl und Orientierung unseren eigenen Weg. Dieser führt uns auf einen der ersten Berge und wir vermuten dahinter das Hoodo-Forest, was beschrieben ist. Dies ist leider nicht der Fall, aber wir haben trotzdem eine super Aussicht auf die Rimrocks und Paria mit den schneebedeckten Kuppen.

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Da wir nicht noch weitere Berge besteigen wollen, beschließen wir für heute abzubrechen, da auch die Sicht nicht unbedingt dazu beiträgt etwas zu finden. Wir fahren daher wieder zurück nach Page und überlegen uns noch eine Führung im Glen Canyon Dam zu machen.

Wir haben Glück, denn eben wird eine Führung ausgerufen, die im übrigen kostenlos ist und ca. 1 Stunde dauert. Die Führung geht über den Dam, hinunter bis zum Boden des Dam mit der Energiegewinnung. Die Führerin ist wirklich sehr bemüht und erklärt ausführlich die Entstehung des Dams im Jahr 1959 bis zur heutigen Arbeit des Büro of Recreation. Diese Führung ist sicherlich lohnenswert und da diese kostenlos ist sollte jeder der Page besucht diese Führung auch machen.

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Wir  erfahren sogar, warum es in Page 13 Kirchen gibt. Na, wer weiß das ? 
Richtig, das Büro of Recreation hat jedem der in Page eine Kirche errichtet als Gegenleistung ein Grundstück und Baumaterial geschenkt, somit wurden in 1957 13 Kirchen gebaut. Die Strasse wird übrigens Church Road genannt.

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Gefahrene Strecke: 84 Meilen

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Bewertung:

Best Western at Lake Powell
Fiesta Mexicana Restaurant Empfehlung:  Dinner for Two

Gefahrene Strecke 84 Meilen

 

 

 

Tag 8

 

Wir hatten uns gestern Abend überlegt, ob wir aufgrund des schlechten Wetters weiter in den Süden nach Flagstaff fahren sollen. Dort ist aber das Wetter auch nicht viel besser und es gibt genügend Sehenswürdigkeiten im Norden Arizonas. Wir haben uns daher entschieden nach 2004 nochmals den Bryce Canyon zu besuchen. Die Fahrt von Page über Kanab ist mehr als beschwerlich, da die Strassen nicht geräumt sind und es die beiden letzten Tage doch ordentlich geschneit hat. Wir fahren durch den ebenfalls verschneiten Red Canyon und kommen nach 3 Stunden am Ruby`s Inn an.

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Da es immer noch schneit, entscheiden wir noch abzuwarten und setzen uns vor den schönen Kamin in der Lobby des Motels. Erst gegen 15 Uhr klart es etwas auf und wir packen unsere Fotoausrüstung und fahren gen Parkeingang.

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Wir werden vom freundlichen Ranger gefragt, ob wir bereits in einem Nationalpark waren oder vorhaben noch in einen zu gehen. Da wir beides bejahen, nehmen wir noch einen National-Parkpass zu 50.- $. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir biegen zum Sunset-Point ab und in diesem Augenblick reißt die Wolkendecke auf und es wird fast blauer Himmel.

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Wir schießen noch einige Fotos und entscheiden uns morgen früh zum Sonnenaufgang nochmals her zu kommen. Wir fahren wieder zurück Richtung Motel, da leider im Winterhalbjahr das Restaurant nur bis 20.30 Uhr offen hat.
Für den Abend haben wir uns das Buffet ausgesucht. Leider ist die Auswahl aufgrund der ungünstigen Jahreszeit nicht ganz so groß und es gibt Plastikteller und -besteck.

Gefahrene Strecke: 160 Meilen

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Bewertung:

Best Western Ruby`s Inn
Ruby`s Inn Restaurant
Bryce Canyon Zeitbedarf min. 4-5 Stunden

 

 

 

Tag 9

 

Welcome to

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… Canyon Nationalpark

Die Wettervorhersage für heute sagt „Partly Cloudy“ voraus. Da lassen wir es uns nicht nehmen, doch zum Sonnenaufgang am Sunrise-Point zu fotografieren. Wir riskieren einen kurzen Blick um 6 Uhr und machen uns nach der positiven Aussicht auf den Weg in den Park. Dort angekommen treffen wir nur sehr wenige Gleichgesinnte. Es ist kalt und verdammt früh aber immer wieder schön.

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Danach fahren wir wieder zurück, holen uns einen Kaffee und checken aus. Wir wollen heute noch den Queens Garden Trail in Kombination mit dem Navajo Loop Trail laufen. Wir starten wieder am Sunrise-Point bergabwärts.

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Der Trail verläuft zuerst recht steil nach unten, teilweise in Serpentinenform, wird dann unten flach und einfach. Für den Rundlauf de beiden Trails benötigt man ca. 1.5 -- 2 Stunden Wenn man den Queens Garden Trail auf einem kurzen Stück verlässt, kommt man auch am Finger Rock vorbei.

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Im weiteren Verlauf geht es dann wieder bergauf und der Weg teilt sich. Entweder man nimmt den Weg über die Two Bridges oder zur Wall Street. Wir sind zur Wall Street gelaufen, da es dort ein tolles Motiv, wie wir finden, gibt.

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Nach etwa 2 Stunden sind wir am Sunset Point angelangt und müssen nur noch den kurzen Rim zum Sunrise Point laufen. Wir fahren weiter nach Escalante, wo wir uns eine Cabin bei Escalante Outfitters anschauen wollen. Diese interessante Übernachtungsmöglichkeit wollen wir auf jeden Fall mal testen.

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Wir checken ein und fahren danach weiter auf der SR 12 in Richtung Lower Calf Creek Falls. Dort angekommen, deponieren wir die geforderten 2 Dollar in einem dafür vorgesehenen Umschlag und machen uns auf den Trailhead. Angeschlagen sind 3-4 Stunden für den Hin- und Rückweg. Wir lassen uns überraschen, wir lange wir benötigen. Der Trailhead ist relativ eben und führt immer direkt am Calf Creek entlang, bis wir nach einer Stunde bereits an den Falls angekommen sind. 
Was für ein toller Anblick. Wir können uns sehr gut vorstellen, dass hier im Hochsommer alle nach der Wanderung erstmal ein Bad nehmen.

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Auch den Rückweg schaffen wir in gut einer Stunde und liegen daher weit unterhalb der vorgegebenen Zeit. Wir fahren wieder zurück nach Escalanate und trinken noch einen Kaffee im angeschlossenen Cafe der Cabins. Für den Abend suchen wir noch nach einem Restaurant, was in Escalanate eher schwierig ist ( nicht nur in dieser Jahreszeit ). Wir finden aber das Prospector Restaurant, was an das Prospector Inn Motel angeschlossen ist. Diese Restaurant schließt aber bereits um 20 Uhr.

Gefahrene Strecke: 120 Meilen

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Bewertung:

Escalante Outfiters Cabin  Im Sommer sicherlich besser
Lower Calf Creek Falls Zeitbedarf mit Anreise ca. 3 Stunden
Prospector Restaurant Bessser als nichts

 

 

 

Tag 10

 

Na ja, die Nacht war nicht ganz optimal. Der Heizer ist ziemlich laut und die Luft aufgrund der Dauerheizung sehr trocken. Also sind wir nicht ganz ausgeschlafen, aber das macht ja nichts. Wir holen uns einen Kaffee im Prospector Restaurant, was zum Glück offen hat und fahren gleich Richtung „Hole in the Rock Road“. Wir wollen heute nur den Devils Garden besuchen, da wir anschließend noch eine Tour über SR 12 und Burr-Trail fahren wollen. Der Devils Garden befindet sich 12 Meilen nach der Abzweigung zur Hole in the Rock Road auf der rechten Seite.

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Dort finden man alle Art von Gesteinsformationen die wie Kobolde oder andere witzige Figuren aussehen. Wenn man etwas gründlicher sucht, findet man auch einen schönen Arch, den Metate Arch, der ganz nicht so in das Bild der Kobolde passt aber sehr schön ist.

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Nach dem Umherlaufen wollen wir uns vor der Weiterfahrt noch etwas stärken und frühstücken an einem der vorhandenen Tische mitsamt Grillstelle. Hier lässt es sich auch prima Grillen. Wir fahren wieder zurück in Richtung SR 12 und biegen auf diese in östlicher Richtung ein. Wir wollen heute eine der schönsten Strecken des Südwestens erkunden. Die SR12 und den Burr-Trail. Die SR 12 bzw. der Burr-Trail ist bis zu Beginn des Capitol Reef NP geteert.

Mit Beginn des Parks wird es dann eine Sandpiste. Wir haben eine Fotostrecke der schönsten Bilder des Burr-Trails zusammengestellt.

Nachdem wir den Capitol Reef erreicht haben ( Wir haben kein Ticketoffice gesehen ), geht es nach wenigen Meilen links in eine Dirt-Road ab. Diese führt eigentlich zum Upper Muley Twist Canyon, aber auch zum Strike Valley Overlook. Nach wenigen Metern ist für PKW-Fahrer Schluss. Für diejenigen, die einen 4WD haben sind die nächsten 2,5 Meilen einfacher, denn die können fahren. Die Strecke ist durchweg sehr steinig, also auf die Reifen aufpassen.

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Am Trailhead des Overlook angekommen, sind es noch 10 Minuten zu laufen, bis an einen wunderschönen Ausblick auf die Waterpocket Fold bekommt.

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Wir fahren den Weg wieder zurück und dann weiter durch den Capitol Reef entlang einiger sehenswerter Bergformationen und -farben. Diese Strecke ist ca. 50 Meilen lang und führt anschließend auf die SR24 in Richtung Torrey, die wir nehmen. Nach dem wir Torrey angeschaut haben ( was sich wirklich nicht lohnt ), fahren wir wieder auf die SR12 in Richtung Boulder / Escalante. Diese Strecke führt wunderschön über einen Bergkamm in knapp 3000 Meter Höhe. Die Ausblicke von hier oben sind grandios.

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Wir fahren über Escalante weiter zum Ruby`s Inn, dass wir als Zwischenstation nach Page nutzen. Das Wetter soll ja ab Morgen bleiben und wir werden dann die verpassten Highlights in Page nachholen.

Gefahrene Strecke: 250 Meilen

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Bewertung:

Best Western Ruby`s Inn
Devils Garden Zeitbedarf 2-3 Stunden
SR12 -- Burr Trail Zeitbedarf min. 6-7 Stunden

 

 

 

Tag 11

 

Es geht wieder auf der 89 Richtung Page. Diese Strecke fahren wir mittlerweile im Schlaf und nach ca. 2 Stunden sind wir auch schon wieder an der Cottonwood Canyon Road ( später CCR genannt ). Die Paria Contact Station hat seit heute wieder geöffnet und wir versuchen vielleicht morgen noch an Permits für die Wave zu kommen. Wir fahren die CCR bis zur Abzweigung der Brigham Plain Road ( BLM 430 ) also 14 Meilen, gemessen ab Highway 89. Wir parken unser Auto direkt an dieser Abzweigung, nämlich genau hier.

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Direkt gegenüber der CCR beginnt der Paria River, der noch etwas Wasser führt. Dieser muss überquert werden. Dann sollte schon ein kleines Seitental zu erkennen sein, was nicht sehr weit zu begehen ist. Dort ist der Aufstieg zum Yellow Rock. An der rechten Berghälfte sind einige Fußspuren bzw. ein kleiner Trampelpfad zu erkennen. Immer diesen Spuren bis zum Gipfel folgen. Dort angekommen gibt es noch einen weiteren kleineren Anstieg bis der „gelbe Felsen“ aus der Ferne zu erkennen ist. Es ist noch weiter als es aussieht, aber der Weg dorthin ist weiterhin gut erkennbar. Dort angekommen wird man aber mit spektakulären Farben belohnt.

Viva SouthWest Tour

Das Umherlaufen macht riesigen Spass, da es immer wieder verschiedene Farben und Ansichten gibt. In der ganzen Umgebung ist das der einzigste Berg mit dieser Färbung. Auch der Rundumblick bis zu den Brigham Plains und runter auf die CCR ist atemberaubend.

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Entgegen anders lautender Empfehlungen fahren wir jetzt noch weiter zu den Waweap Hoodos. Wir entscheiden uns für den Weg, der von der CCR aus dorthin führt. Wir fahren also wieder Richtung 89 und 1,4 Meilen vor Ende der CCR führt ein Weg links ab. Dies ist die BL 430, die einiges später wieder auf die BLM 431 trifft ( siehe obige Beschreibung ). Wir fahren exakt nach der Beschreibung aus dem Buch „Photographing der Southwest“ von Laurent Martres und erreichen nach ca. 30 Minuten Fahrzeit den Wahweap Creek. Zuvor haben wir einige Gatter auf- und wieder zugemacht und einige Rinderherden passiert. Wir entscheiden uns, unseren Trail Blazer direkt vor dem ersten Zaun am Wahweap Creek zu parken.

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Von dort folgen wir dem Wash ( der noch einiges an Wasser führt ) für ca. 1 Meile in südlicher Richtung. Nach exakt einer Meile erscheint rechts das erste Seitental mit dem bekannten Hoodoo „Tower of Silence“, der auch in der Spätnachmittagssonne super aussieht.

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Die spektakulärsten Hoodos findet man in diesem ersten Seitental, aber auch die beiden weiteren Seitentäler sind einen Besuch wert.

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Nach 1,5 Stunden gehen wir den Creek wieder zurück, da es schon langsam dunkel wird und wir die Dirt Road ungern mit Licht fahren wollen. Heute Abend wollen wir Dam Bar & Grille aufsuchen und sind dafür schon etwas spät dran. Als wir geduscht wieder in unser Auto steigen, stellen wir fest, dass irgendwas nicht stimmen kann. Der linke hintere Reifen war platt. Jetzt mussten wir erstmal den Reifen wechseln und sämtliche Geräte im Auto zusammen suchen. Dass der Wagenheber unter der Rücksitzbank ist, hatten wir zuvor auch nicht gewusst. Nachdem wir fertig waren, gab es in sämtlichen Restaurants nichts mehr zu Essen.

Gefahrene Strecke: 210 Meilen

Bewertung:

Yellow Rock Zeitbedarf 3-4 Stunden
Wahweap Hoodos Zeitbedarf 4-5 Stunden
Best Western Arizona Inn, Page

 

 

 

 

Tag 12

 

Heute morgen müssen wir uns zuerst um einen neuen Reifen kümmern, nachdem gestern Abend der linke hintere Reifen platt war und wir das Ersatzrad aufgezogen haben. Wir gehen zu Big-O-Tires und dort wird uns gleich geholfen. Nachdem wir nun etwas später weggekommen sind, beschließen wir nur zwei kurze „Fahrtouren“ zu machen. Zuerst wollen wir die White Rocks besuchen. Wir fahren daher wieder die 89 Richtung Westen, bis kurz vor dem Ort Church Wells. Dort geht eine Dirt Road ( BLM 435 ) rechts weg. Dieses fahren wir ca. 8 Meilen bis wir in einen weites Tal kommen. Dort sind alle Berge in weiss gehalten, deshalb auch der Name. Hier findet man in jedem der folgenden Seitentäler sehenswerte Steingebilde. Einfach den Reifenspuren nachfahren und die einzelnen Täler erkunden.

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Schon im ersten Seitental findet man genügend fotogene Motive, so dass wir hier einige Zeit verbringen die umliegenden Berge zu erklimmen und auch „in zweiter Reihe“ zu fotografieren. Die Farben wechseln dabei von weiss über creme nach Gelb.

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Wir fahren weiter den Fahrspuren nach, was unheimlich Spass macht. Wir finden noch den ein oder anderen Highlight und drehen nach einer Stunde wieder um.

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Wir fahren wieder zurück auf den Highway 89 und westlich Richtung Cottonwood Canyon Road ( CCR ). Auf dieser eingebogen, fahren wir wieder 1,4 Meilen bis zur Abzweigung der BLM 431 in östlicher Richtung. Wir fahren auf dieser Route ca. 8 Meilen, bis eine Sandpiste nach rechts abbiegt. Diese folgen wir weitere 1,4 Meilen, bis zu einem Weidezaun. Wir öffnen diesen, parken dahinter unser Fahrzeug und laufen dem Zaun in östlicher Richtung ca. 300 Meter entlang. Völlig überraschend tut sich hier ein herrliches Loch, nämlich der Sidestep Canyon auf. Auf den ersten Blick ist dieser Canyon eher unscheinbar, aber als wir absteigen und die Details sehen, haut es uns fast aus den Socken.

Viva SouthWest Tour

Wir laufen weiter nach unten und finden immer wieder andere Farben und „Modelle“. Hier kann man sich sicherlich tagelang aufhalten ohne etwas doppelt zu sehen.

Viva SouthWest Tour

Dies ist sicherlich eine der grossen Überraschungen unseres Urlaubs, da dieser Canyon in keinem der bekannten Bücher oder Reiseführer erwähnt ist und doch so schnell erreichbar ist.

Viva SouthWest Tour

Nach einer Stunde brechen wir die Erkundungen ab. Für das nächste Mal werden wir uns hierfür sicherlich einiges mehr an Zeit einplanen. Auf dem Rückweg nach Page halten wir noch am Lone Rock. Dies ist ein Fels, der aus dem Lake Powell ragt und gleichzeitig eine Bademöglichkeit mit Sandstrand. Einfach zu finden, da dieser vom Highway 89 kurz vor Page angeschrieben ist.

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Gefahrene Strecke: 98 Meilen

Bewertung:

Best Western Arizona Inn  
White Rocks Zeitbedaf min. 2 Stunden
Sidestep Canyon Zeitbedarf min. 2-3 Stunden

 

 

 

Tag 13

 

Heute früh haben wir uns zuerst überlegt, wie wir nach Las Vegas zurück fahren. Wir haben die Möglichkeit über Zion und St. George oder über Flagstaff und Kingman. Nachdem wir in der Rezeption des Motels eine Karte gesehen haben, in der in der Nähe von Page eine Kupfermine vorhanden sein soll, haben wir uns entschieden über Flagstaff zu fahren, da diese Kupfermine südlich von Page ist. Zusätzlich haben wir durch Zufall entdeckt, dass in St. George, aus welchen Gründen auch immer, einige Hotels bereits ausgebucht sind. Wir verlassen also Page über die Coppermine Road in südliche Richtung. Wir finden nach kurzer Zeit auch einen Abzweig zum „Coppermine Chapter“. Dort ist leider alles geschlossen. Schade.

Wir fahren als wieder zurück auf die 89 und überlegen uns doch noch kurz am Grand Canyon vorbei zu schauen. Wir rechnen die weitere Fahrstrecke aus und entscheiden uns in Cameron rechts abzubiegen. Etwa auf halber Strecke zum Grand Canyon gibt es einen Scenic Overlook. Dort verkaufen ach Indianer Ihren selbst gemachten Schmuck. Wir sind völlig überrascht, dass im Colorado kein Wasser mehr fließt. Müssen wir uns hier Sorgen machen ?

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Am Grand Canyon angekommen herrscht das völlige Chaos. Heute ist St. Patricks Day und sämtliche Familien sind auf den Beinen und tragen Hüte und Verkleidungen in grüner Farbe mit Kleeblatt. Wir schauen uns einige Aussichtspunkte an und fahren weiter Richtung Süden. Da wir schon zweimal am Grand Canyon waren, fällt diese Besichtigung recht kurz aus.

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Erst gegen 16 Uhr treffen wir in Flagstaff ein. Wir haben heute morgen das Best Western Inn & Sites vorgebucht, da es auch hier bereits einige volle Motels gab. Dort angekommen, gibt uns einer der Mitarbeiter einen guten Tipp für heute Abend. Zuvor wollen wir aber erst noch Downtown mit Ihren Eisenbahnen und schönen Sträßchen erkunden. Downtown ist recht klein, das sind nur 4 Strassenzüge. Wir finden es aber sehr schön, da es viele tolle Restaurants und gut erhaltene Gebäude gibt.

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Nachdem auch die Innenstadt in Flagstaff sehr voll ist, entscheiden wir uns heute sehr frühzeitig zum Abendessen zu gehen, was eine gute Entscheidung war. Wir haben den Tipp des Motel-Mitarbeiters gewählt und gehen in die Beaver Street Brewery. Wir müssen zwar 45 Minuten auf einen Tisch warten, aber jede Minute davon hat sich gelohnt.

Gefahrene Strecke: 250 Meilen

Bewertung:

Best Western Pony Inn & Suites etwas älteres Baujahr
Grand Canyon
Beaver Street Brewery Geheimtip

 

 

 

Tag 14

 

Auch in Flagstaff macht der Schnee nicht Halt und es schneit ein wenig. Wir wollen heute noch bis Las Vegas kommen und haben vor noch einige Teilstrecken der alten Route 66 zu befahren. Nach dem Tanken entdecken wir gegenüber per Zufall einen Starbucks Coffee. Endlich wieder einen richtigen Kaffee. Wir fahren weiter auf der I 40B, was der Route 66 entspricht.  Wir halten an den Orten Williams, Ash Fork, Seligman und Kingman und finden noch einige schöne Relikte aus den 50er und 60er.

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Hier findet Ihr eine Bildergalerie der schönsten Bilder von der Route 66.

 

Wir fahren dann weiter auf der 93 Richtung Hoover Dam. Wir haben von diesem neuen Projekt am Dam gehört und wollen uns das mal aus der Näh ansehen. Hier findet Du weitere Infos dazu. Etwa 5 Meilen vor dem Dam wurden Sicherheitsexits eingerichtet. Dort werden alle Fahrzeuge überprüft. Wir haben Glück und kommen ohne nähere Kontrolle durch. Der Verkehr verdichtet sich, da sich die Überfahrt des Hoover Dam sehr verlangsamt hat. Es gibt mittlerweile einige Ausfahrten zum Scenic View davor und auf dem Dam gibt es einige Zebrastreifen. Insgesamt sollte man min. 30 Minuten veranschlagen.

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Wir fahren nach kurzem Halt weiter über Boulder City und Henderson nach Las Vegas. Dort angekommen checken wir im New York New York ein, was sich aufgrund des Wochenendes als sehr langwierig herausstellt. Wir gehen noch den Strip entlang bis zur Fashion Show Mall um noch etwas einzukaufen.

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Für heute Abend wollen wir das Buffet im Wynn Hotel testen. Es ist sicherlich mit 35.- $ pro Person nicht das günstigste, aber im Nachhinein betrachtet, war es jeden Cent wert. Angefangen von Gambas, Hummer und Sushi bis zu Fleischgerichten, gibt es alles was das Herz begehrt. Auch das Nachtisch-Buffet ist riesig.

Zum Abschuss wollen wir noch in die Coyote Ugly Bar im New York New York gehen. Eine lange Schlange vor dem Einlass hält uns nicht davon ab. Zwei freundliche Inder überlasse uns noch eine „Free Admission“ und es kann losgehen. Einige Gäste tanzen bereits ausgelassen auf der Theke. Wir dachten immer, dass dies hier die Baarkeeperinen nur tun. Na ja, es ist March Madness und St. Patricks Weekend, da ist alles möglich. 
Auf der letzten Seite findet Ihr noch unser Fazit, sowie die Highlights dieser Reise nochmals aufgelistet.

Gefahrene Strecke: 260 Meilen

Bewertung:

Route 66
The Buffet, Wynn Las Vegas $ 35.-, aber jeden Cent wert
New York New York Las Vegas

 

 

 

 

Fazit

 

Vor dem Abflug haben wir noch etwas Zeit einzukaufen. Zuvor wollen wir aber noch frühstücken gehen. Wir machen uns auf dem Weg in`s Paris. Das Le Village Buffet hat uns sehr gut gefallen und wir wollen nochmals hin. Da wir heute Sonntag haben, ist die Schlange entsprechend lang und wir entscheiden nicht hier zu warten. Wir gehen wieder zurück in`s New York New York und frühstücken im Chin Chin. Wir checken anschließend aus, packen unseren Wagen und fahren Richtung Outlet. Wir finden dort noch einige Dinge, die wir aber noch gut in unserem Gepäck unterbekommen. Der Weg zum Flughafen dauert heute wieder länger, da Stau auf der I-15 ist. Wir kommen aber noch rechtzeitig an und sind ca. 2,5 Stunden vor Abflug die einzigsten beim Einchecken. Der Flug läuft soweit normal. Ungequem wie immer und wir landen pünktlich in Frankfurt.

Fazit:

Bei dieser Art von Urlaubsplanung bedarf es etwas Glück mit dem Wetter. Die Dirt-Roads im Südwesten sind zwar größtenteils gut befahrbar. aber nach Regen oder Schnee macht es daraus eine unpassierbare Piste. Es hat sehr viel Spass gemacht auf den Sandpisten zu fahren und wir werden das sicherlich im nächsten Urlaub wieder machen. Vielleicht gehen wir dann mal im Sommerhalbjahr, damit es ein bisschen wärmer ist. Hier kommen noch unsere Highlights des Urlaubs, nicht nach Wertigkeit sortiert:

1)  Sidestep Canyon -- Eine der scönsten Canyon, der per Dirtroad zu erreichen ist. Wir könnten uns hier mehrere Tage aufhalten und wird garantiert beim nächsten Mal nochmals eingeplant.
2)  Beaver Street Brewery, Flaggstaff -- Das beste Lokal auf unserer Reise. Die Pizzas werden handgemacht und man kann sogar dabei zuschauen. Super Bier und Cocktails. Alles vom Feinsten.
3)  Bryce Canyon -- Ist jedesmal eine Reise wert. 
4)  Subway -- Extrem anstrengend, aber jeder Meter dieser Wanderung lohnt sich.

Was machen wir nicht mehr:

1)  Cabins im Winter -- Das ist einfach zu kalt und wenn die Sanitärräume separat sind, ist das nicht sehr komfortabel.
2)  Las Vegas am Wochenende
3) Sich auf Wegbeschreibungen aus dem Netz zu verlassen. In zwei Fällen sind wir fast verzweifelt und haben das Ziel nicht gefunden.

Diese Art von Schildern sollte einen SUV-Fahrer bei Aufsuchen von Highlights im Südwesten nicht von einer Weiterfahrt abhalten.

 

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