USA 2007-2 – Reisebericht

Wir haben gestern Abend noch etwas gezittert, nachdem es eine kleine Möglichkeit gab, dass die Bahn doch wieder streikt. Das war aber dann nicht der Fall und wir konnte heute morgen ab Vaihingen über Mainz starten. Wir hatten unser Gepäck genau mit 23 kg gepackt, da wir darauf vorbereitet sind, dass Condor jedes Kilo mehr sich bezahlen lässt. Wir haben auch jeder nur 1 Stück Handgepäck dabei. Das ist zu den anderen Airlines etwas ungewöhnlich, da wir sonst immer den Laptop separat gepackt hatten. Es sollte sich später herausstellen, dass dies nicht ganz so ernst genommen wird.

Wir sind mit etwas Verspätung am Flughafen Fernbahnhof angekommen und machen uns auf den Weg zum Terminal 1. Es ist immer wieder ein Erlebnis, welche Wege man in Frankfurt zurücklegen muss. Am Check-Inn ist nicht sonderlich viel los und wir kommen recht schnell vorwärts. Leider bekommen wir keine Plätze am Notausgang und so nehmen wir Gang und Mitte ziemlich hinten. Das sollte sich als gute Entscheidung herausstellen, denn wir haben die Dreierreihe für uns.

Die Sicherheitskontrollen gehen relativ schnell. Verwunderlich ist nur, dass wir mindestens vier- odrf fünfmal Reisepass und Boardkarten vorzeigen müssen, bis wir am Abfluggate sind. Das Einchecken verzögert sich leider etwas, da der Gepäckwagen, der an der Maschine steht einfach nicht mehr anspringen will und nicht mal sechs Arbeiter es hinbekommen, dieses Gerät zum Laufen zu bringen. Wir starten daher erst um 15.30 Uhr mit 15 Minuten Verspätung.

Gator County Tour

Die Maschine ist relativ gut gefüllt. Wir schätzen, dass in der Economy Class vielleicht 20 Plätze nur leer sind. Der Sitzabstand ist erträglich, aber auch nur weil wir den Mittelsitz noch zusätzlich nutzen können. Alles über Körpergrösse 1,85 m ist eine Qual bei einer Flugzeit von 10 Stunden.

Gator County Tour

Damit auch wirklich niemand das I-94W Einreiseformular richtig und vollständig ausfüllt. lässt Condor einen Film mit Erklärung laufen. Wirklich sehr hilfreich für Ersttäter, die in die USA einreisen. Der Hauptfilm „Born to be wild“ ist sogar richtig gut und lustig. Das restliche Programm lassen wir aus und lesen lieber.

Das Boardpersonal ist ausgesprochen freundlich und zuvorkommend. Das sollte vielleicht auch mal erwähnt werden.

Gator County Tour

Der Flug geht erstaunlicherweise etwas weiter südlich der sonstigen Routen und so erreichen wir New York nach 6,5 Stunden. Ab hier haben wir aber noch 3,5 Stunden vor uns. Ganz schön lang. Warum kann man da nicht einfach quer über den Atlantik fliegen ?

Wir landen fast pünktlich in Orlando. Die Immigration läuft recht zügig, da nur ein Flieger aus dem Ausland an diesem Terminal angekommen ist. Als wir eingewandert sind, ist das Gepäck bereits da. Dieses muss aber kurz darauf wieder aufgegeben werden, da wir mit einem Zug zum Mainterminal fahren müssen. Dort kann dann das Gepäck wieder abgeholt werden. Wir trennen uns, da die Rental Cars auch im Flughafen direkt sind und wir wollen die lange Schlange vermeiden. Das Self Check-Inn funktioniert mit meiner Order Confirmation leider nicht und so stelle ich mich halt in die Schlange und warte. Es dauert ca. 30 Minuten bis ich meinen Midsize SUV habe.

Nachdem wir uns kurz darauf wieder irgendwo im Flughafen gefunden haben, gehen wir direkt gegenüber in`s Parkhaus und suche uns aus der Midsize SUV einen Jeep Liberty heraus. Es gab auch noch Saturn VUE. Den kannten wir bereits aus dem letzten Urlaub und einige Toyota RAV4. Wir denken, dass der Jeep die beste Wahl ist.

Die weitere Fahrt nach Cocoa Beach verläuft ohne Vorkommnisse, ausser das das Street Atlas 2008 mit meinem Garmin GPS nicht zusammenarbeiten will, aber das klären wir morgen. Um 23 Uhr sind wir im Hotel und das Licht geht aus.

Eines habe ich aber beim Aussteigen schon festgestellt: Ganz schön warm hier. Morgen geht es erstmal in die kurze Hose.

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Gefahrene Strecke: 50 Meilen
Hotel: Best Western Oceanfront, Cocoa Beach
Sonstiges: Autobahngebühr $ 1,50

 

 

Tag 2

 

Zu unserer Überraschung sind wir heute morgen gegen 6.30 Uhr wach geworden. Es ist nur ein Katzensprung bis zum Strand und so machen wir uns auf den Weg. Auf halber Strecke springen einige wilde Katzen vor uns weg. Jetzt wissen wir auch, wo der Name Katzensprung herkommt.

Der Sonnenaufgang am Strand ist herrlich. Die Temperaturen schon am frühen Morgen angenehm warm. Einige Wellenreiter sind bereits da und auch der ein oder andere Angler versucht sein Glück. Schon erstaunlich, dass hier so früh am Morgen noch welche aufgestanden sind.

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Wir setzen uns eine Weile hin und geniessen die Sonnenstrahlen. Nach einem kurzen Spaziergang gehen wir wieder zurück und frühstücken im angeschlossenen Best Western Hotel & Suites. Durchschnittliches Continental Breakfast. Wir sind sehr früh dran, deshalb entscheiden wir uns bereits heute unser Auto und die Koffer umzupacken, so dass wir nicht jeden Abend beim Einchecken das komplette Gepäck mit in`s Zimmer schleppen müssen. Dazu haben wir immer eine zweite, kleine Tasche im Gepäck. Nachdem dies alles geregelt ist, machen wir uns auf den Weg nach Süden

Darf ich mich vorstellen: Mein Name ist Jeep Liberty 3.7L und ich höre auf das Kennzeichen JBX 583. Ich bin der treue Gefährte meiner beiden Mieter für die nächsten beiden Wochen. Hoffentlich bringe ich die beiden wieder heil nach Orlando zurück. Jetzt starte ich meine Maschine für die erste Tour.

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So, los geht die Fahrt. Wir haben uns entschieden, weite Teile der Strecke ab Cocoa Beach nach Lauderdale by the Sea über die A1A zu fahren. Auf dieser Strecke ist viel mehr zu sehen, als über die I95 oder den Florida Turnpike. Die Halbinsel direkt vor der Ostküste Floridas ist in den meisten Teilen sehr schön angelegt. Palmengesäumte Strecken mit tollen Villen und Prachtbauten, alle mit eigenem Anlegesteg und das dazugehörige Boot bzw. eine Yacht.

Auf dieser Strecke ist nicht mehr als 30 mph möglich und somit zieht sich die Strecke etwas in die Länge. Wir halten am ersten Wal-Mart Supercenter an und versorgen uns mit dem notwendigsten. Zum ersten Mal erwerben wir nicht die obligatorische Styropor Kühlbox, sondern eine etwas bessere und grössere aus Plastik mit fest verschließbarem Deckel. Wir kaufen Getränke, einige Süssigkeiten und etwas zum Essen für unterwegs. Das ist unsere Grundversorgung, die wir immer dabei haben.

Nachdem wir im Motel einen Werbeflyer für ein kleines Outlet in der Nähe von Vero Beach gefunden hatten und dies direkt auf dem Weg liegt, machen wir den Umweg. Wir suchen aber nur unsere favorisierten Marken auf, da wir bei unserer Rundreise noch einige Outlets besuchen werden. Nach 1,5 Stunden fahren wir weiter zurück Richtung A1A. Auf dem Rückweg halten wir noch an eine der Zitrusplantagen der Firma Premier Zitrus. Hier werden Unmengen an Orangen, Zitronen und Grapefruits angebaut.

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Gegen 18 Uhr erreichen wir Lauderdale-by-the-Sea. Dort haben wir das Shorehaven Resort vorgebucht. Zuerst versorgen wir unsere Kühlbox mit Eis und suchen nach einem Hotel für Morgen. Wir haben bisher noch keines vorgebucht, da wir nicht wussten, ob die Tour so läuft, wie wir das geplant hatten.

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Am Abend gehen wir noch an den Strand. Dort sind einige schöne Bars und Restaurants. Wir entscheiden uns für das The Village Grille, was sich als gut herausstellte.

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Gefahrene Strecke: 202 Meilen
Hotel: Shorehaven, Lauderdale by the Sea
Essen: The Village Grille, Lauderdale-by-the Sea $ 53.-

 

 

 

Tag 3

 

 

Im Motel gibt es leider kein Frühstück und so beschliessen wir das unterwegs einzuwerfen. In The Galleria in Fort Lauderdale gibt es alle bekannte Marken unter einem Dach. Nachdem es aber erst 9.30 am ist gegen wir gegenüber noch in den Starbucks und frühstücken gemütlich. Als um 10am die Pforten öffnen sind wir eine der ersten Kunden. Wir suchen den Apple Store und Abercrombie & Fitch auf.

Die weitere Fahrt führt uns Richtung Downtown. Die Orange County Choppers, meine Lieblingsserie aus den USA, haben wir einen Verkaufsladen eröffnet. Leider ist dieser geschlossen, da aktuell das Biketoberfest stattfindet und der Dealer dort ausstellt. Schade, ich hatte gehofft endlich mal eines der Bikes dort live zu sehen. Das holen wir dann im Mai 2008 nach, wenn wir zu OCC nach Montgomery, NY fahren.

Wir fahren weiter Richtung Sawagrass Mills, eines der grössten Outlet Malls in den USA. Auf halber Strecke fängt es richtig an zu schütten, so dass wir den Scheibenwischer auf höchste Stufe einstellen müssen.

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Nach 20 Minuten ist der Spuk vorbei und wir gehen etwas shoppen. Hier findet man auf einer riesigen Fläche, alle bekannten Marken der USA. Für unseren Geschmack etwas zu unübersichtlich. Dollars werden wir aber trotzdem los. Wir entscheiden uns wieder entlang der A1A zu fahren. Die Strecke hat uns gestern sehr gut gefallen und man sieht deutlich mehr aus dem Umland. Natürlich bedeutet dies, dass wir wesentlich langsamer unterwegs sind, aber es ist ja Urlaub und keine Flucht.

Wir treffen am Ocean Drive in Miami Beach ein. Wir parken unser Auto direkt an den Art Deco Häusern und gehen die erste Runde die Strasse entlang. Diese Häuser wurden in den 20er und 30er erbaut und zum Glück bis heute erhalten. Hier und da wird renoviert aber immer versucht die Fassade zu erhalten. Das ist aufgrund der Nähe zum Meer, mit dem agressiven Salzwasser nicht immer einfach.

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Es bietet sich an diesen Teil des Ocean Drive zu Fuss zu erkunden, am besten auf der gegen überliegenden Strassenseite. Da hat man die Möglichkeit alle Häuser aus einer gewissen Entfernung zu betrachten. Als wir oben angekommen sind, gehen wir den Weg über den Strand wieder zurück. Hier liegen sie also, die schönen und Reichen Amerikaner und natürlich auch viele Einwanderer. Wir haben keine gesehen. Wir haben nur die sehr schön, im Art Deco Stil gehaltenen Wachtürmer der hiesigen Rettungsschwimmer begutachtet.

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Wir fahren wieder zurück auf`s Festland. Zuvor wollen wir aber noch das Holocaust Memorial besuchen, dass auch in Miami Beach liegt. Hier wird den ermordeten Juden des Nazi-Regims in einer beeindruckenden Art und Weise gedacht. Die riesige Hand ist gut zu erkennen und ringsherum wurden die Namen in Steinplatten eingraviert. Auf dem Weg zu der Hand führt ein Tunnel, der mit den Namen der KZ`s geprägt ist und im Hintergrund läuft sehr mystische Musik.

Gator County Tour

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Nach diesem beeindruckenden Erlebnis fahren wir weiter nach Miami. Wir wollen die American Airlines Arena und das Hard Rock Cafe noch besuchen. In der American Airlines Arena ist der letztjährige NBA-Champion, die Miami Heat zu Hause. Eine sehr schön gestaltete Halle, direkt am Wasser, die gar nicht wie eine Halle aussieht.

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Wir gehen in`s Hard Rock Cafe und Essen eine Kleinigkeit. Wir entscheiden uns für Nachos als Vorspeise ( was für eine Riesen Portion ) und jeder einen Burger als Hauptgericht. Pappsatt verlassen wir den Rockschuppen und fahren wieder Richtung Miami Beach um noch ein paar Nachtaufnahmen zu machen.

Hier fahren sie also wieder. Die Schönen und Reichen in Ihren Lamborghini oder Ferrari. Wir haben jedenfalls einige gesehen, wobei es nicht so extrem war, wie wir das oft in Reiseführern gelesen haben. Dafür waren die beleuchteten Häuserfronten um so schöner.

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Die weitere Fahrt nach Florida City zieht sich und wir treffen im Super 8 erst um 23 Uhr ein. Für heute reicht es und wir gehen nach dem Duschen gleich schlafen.

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Gefahrene Strecke: 136 Meilen
Hotel: Super 8, Florida City
Essen: Hard Rock Cafe, Miami $ 53.-

 

 

 

 

Tag 4

 

Nachdem wir beim ersten Wal-Mart Besuch nicht alles gefunden haben, gehen wir heute morgen nach dem „Super Start Breakfast“ auf die Suche nach Moskitospray und Strandtüchern. Das Moskitospray ist für den Besuch des Everglades NP angeraten. Das letzte Mal haben wir nicht wirklich gesucht und deshalb auch keines gefunden. Oder lag es vielleicht daran dass es im Norden Floridas keine Moskitos gibt und deshalb der Wal-Mart dort keines verkauft ? Wir werden es wohl nie erfahren.

Heute sind wir cleverer und fragen bei Pharmacy nach. Dort haben wir im letzten Wal-Mart nichts gefunden. Die Antwort des Pharmazeuten überrascht uns etwas, denn das Moskitospray gibt es in der Sportabteilung. Da hätten wir lange suchen können. Hier werden wir auch mit Strandtücher füdig uns so verlassen wir den Wal-Mart schon nach kurzer Zeit. Noch auf dem Parkplatz sprühen wir uns mit dem Moskitospray ein. Das muss ein komisches Bild für all die Amerikaner, die mit uns auf dem Parkplatz sind, sein. Uns egal, Hauptsache es nützt.

Florida City ist der optimale Ausgangspunkt für den Everglades NP, zu mehr reicht es aber auch nicht. Wir sind innerhalb von 30 Minuten im Park. Wir sprühen uns am Visitor Center zur Sicherheit nochmals ein. Doppelt hilft besser.

Am Parkeingang weist uns ein Schild mit dem Hinweis „Moskito Level High“ darauf hin, was uns erwartet. Dies hält uns aber nicht davon ab, das geplante Programm zu machen. Zuerst wollen wir den Royal Palms Bereich besuchen. Hier ist der Anhinga Trail und der Gumbo Limbo Trails sehr empfehlenswert. Am Anhinga Trail startet eben eine Ranger-Führung und wir schliessen uns direkt an. Es ist immer wieder beeindruckend mit welcher Euphorie die Ranger des NPS den Touristen die Vorzüge der Parks, des Parksystems und die weiteren Pläne und Vorkehrungen, der Natur gegenüber, rüberbringen. Wir laufen den kompletten Anhinga-Trail ab und finden eine sehr schöne Exemplare der Spezies „Alligator“:

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Auf der weiteren Strecke des Anhinga Trails sehen wir noch einige weitere Exemplare, die bis zu 4 Meter lang werden können. Interessant ist auch die Erklärung des Rangers zu den Unterschieden zwischen Krokodil und Alligator. Es ist wirklich mehr als verständlich erklärt und auch für Kinder macht es Spass, an diesen Führungen teilzunehmen.

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Wir haben das Glück und können einen Alligator beim Verspeisen seiner Hauptmahlzeit beobachten. Dieser arme Pelikan hat das zeitliche gesegnet. Wir sind nur etwas mehr als 2 Meter von dem Tier entfernt. Zum Glück hat er schon was im Maul, denn ansonsten wäre es uns mulmig.

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Wir haben das ganze auch noch in einem kurzen Video aufgenommen, da es doch sehr faaszinierend war, wie der Alligator dieses Federtier verspeist hat.

Der Gumbo Limbo Trail startet ebenfalls am Visitor Center und führt durch die Fauna der Everglades, vorbei an dem nach dem Trail benannten Baum und weiteren tollen Pflanzenarten. Hier ist es aber dermaßen schwül, so dass wir nach Ende des Trails durchgeschwitzt sind. Wir entscheiden uns, entgegen unserer Planung doch noch bis Flamingo zu fahren. Wir hatten viel darüber gelesen und die meisten raten davon ab. Wir wollen uns dann einfach mal jetzt selbst ansehen. Die Strecke dorthin ist schnurgerade und führt an einigen Aussichtspunkten vorbei. Alles in allem, aber nicht unbedingt sehenswert. In Flamingo angekommen, wundern wir uns über den gut gefüllten Parkplatz. Wir erkennen aber sofort, dass hier die meisten mit ihren Booten rausgefahren sind. Die einzigste Übernachtungsmöglichkeit dort ist seit Hurricane Wilma nicht wieder instandgesetzt und so gibt es hier keine Grund nochmals wiederzukommen.

Wir fahren den Weg wieder zurück und biegen auf dem Highway 1 Richtung Süden ab. Unser Ziel ist heute Islamorada, wo wir das Chesapeake Resort über derTour vorgebucht haben. Da wir noch Zeit haben, schwingen wir uns direkt an den Strand. Den haben wir fast für uns alleine. Auch die beiden Pools und der Jacuzzi ist nicht sehr begehrt und wir dehnen uns aus.

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Am Abend lassen wir das Auto stehen und laufen nebenan zum Seafood-Buffet, was sich als gute Wahl herausgestellt hat. Jede Menge Auswahl, gute Qualität und dauernd frisch zubereitet. Nicht gerade ein Schnäppchen aber jeden Cent wert. Den Abend lassen wir am Strand, in einen der schönen Stühle vollends ausklingen.

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Gefahrene Strecke: 138 Meilen
Hotel: Chesapeake Resort, Islamorada
Essen: Whale Harbor Sea Food Buffet $ 70.-

 

 

 

Tag 5

 

Heute Nacht hat es einen richtigen Sturm gegeben. Die komplette Hotelanlage ist noch richtig unter Wasser. Das Frühstück findet an dem kleinen Cafe direkt am Strand statt. Nichts schöneres als sich bereits am Morgen den feinen Wind um die Nase blasen zu lassen und auf`s Meer zu schauen.

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Nach dieser Stärkung fahren wir wieder retour nach Key Largo. Wir wollen heute im John Pennekamp SP eine Schnorcheltour unternehmen. Die 9am Tour war uns zu früh also schauen wir dass wir um 12 noon noch Plätze bekommen. Wir kommen sehr zeitig um 10.30 am dort an und gehen an den Schalter. Wir sind erst Person 7 und 8 für diese Tour. Sehr erstaunlich für einen Sonntag. Nachdem wir zuvor noch nie geschnorchelt sind, gehen wir am nahegelegenen Park in`s Wasser und testen unsere in Deutschland gekaufte Ausrüstung. Nachdem wir alles eingestellt haben, sind wir zufrieden und packen unsere Sachen für die Tour.

Leider hat das zweite Akku der Kamera nicht richtig funktioniert und wir müssen noch eine Steckdose suchen um es zu laden. Irgendwie hat die Ladefunktion in Deutschland nicht geklappt. Nachdem wir das Akku zumindest für einen halbe Stunde laden konnten, geht es um 12 noon auch mit dem Boarding los.

Es ist jetzt erstaunlich viel los und wir zählen 49 Teilnehmer. Kapitän Mike und Instructor Dean erklären die Sicherheitsweste und dann geht es raus auf`s Meer. Das Riff liegt ca. 5 Meilen vor der Küste und nach einer schönen Fahrt kommen wir dort an und werden erneut eingewiesen, was wir tun dürfen und was nicht.

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Das Riff ist vom Schiff aus gut zu erkennen und wir schwimmen los. Zu Beginn ist alles noch etwas ungewohnt, da es schwerfällt unter Wasser ruhig zu atmen. Nach einer gewissen Zeit wird es immer besser und wir können uns voll auf die tollen Fische, mit ihren verschiedenen Farben konzentrieren.

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Auch die verschiedenen Korallen haben wir uns nicht so schön vorgestellt als wir das hier sehen. Alles ist lebendig und bewegt sich. Die Fische leuchten in allen Farben. Leider lässt sich dies mit unserer Kamera in keinster Weise festhalten. Es muss auch Dinge geben, die man nicht auf Foto bannen kann, zumindest wir nicht.

Das Wasser ist angenehm warm und die Zeit vergeht wie im Flug. Immer mehr schwimmen wieder zurück zum Boot, da das paddeln doch mehr anstrengt als es viele geglaubt haben. Wir sind eine der letzten, die kurz vor dem Signalhorn wieder an Bord sind. Leider hat Birgit auf dem Rückweg eine Kollision mit einer Qualle gehabt. Aber Instructor Dean hat das notwendige Spray an Bord uns es brennt dann nur kurz. Hier ist so ein Exemplar aber aus sicherer Entfernung fotografiert.

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Wir hatten das Glück, dass einige sehr schöne Exemplare vor die Linsen schwammen und haben deshalb auch ein kleines Video versucht zu drehen. Hier das Ergebnis:

Zurück an Land, packen wir unsere Sachen zusammen und fahren Richtung Key West. Das sind ca. 90 Meilen und wir rechnen 2 Stunden dafür ein. Unterwegs halten wir hier und da noch an um zu fotografieren, aber die Zeitplanung passt optimal. Es ist schon faszinierend, wie diese Brücken gebaut wurden. Die erste Brücke wurde 1906 erstellt und wurde 1982 durch den Neubau ersetzt. Die 7-Mile Bridge ist das bemerkenswerteste Bauwerk aller Brücken, schon alleine aufgrund Ihrer Länge.

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An diversen Stellen sind auch Teile der alten Brücke zu erkennen. Die zuerst nur als Zugbrücke diente uns erst viel später als Autobrücke umgebaut wurde. Teilweise sind die Fahrspuren so schmall, dass man heute darauf nicht mehr fahren könnte. Die alten Brücken werden teilweise noch zum Angeln genutzt.

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Wir checken in das vorgebuchte Hotel ein. Vorbuchen war dringend notwendig, da in Key West in dieser Woche das Fantasy Fest stattfindet und alle Leute reisen etwas vorher an. Das Fantasy Fest ist vergleichbar mit Fasching. Alle Besucher sind verkleidet. Die Sponsoren des Fests veranstalten Wettbewerbe wie „bester Kopfschmuck“ oder ähnliches. Es findet eine Parade statt und alle Leute sind völlig crazy. Das hat man schon heute Abend gemerkt.

Die Duval Street ist voll von Menschen. Vergleichbar mir der Bourbon Street in New Orleans. Wir schlendern entlang bis zum Mallory Square. Wo einige Darbieter Ihre Künste und vorführen. Am Hafen hat die MS Disney Magic angelegt. Ein atemberaubendes Kreuzfahrtschiff, dass wir uns näher anschauen. Die Passagiere verlassen am Morgen das Schiff, besuchen kurz die Duval Street, kaufen Souvenirs oder trinken eine Margarita und fahren am Abend wieder weiter.

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Wir laufen wieder zurück Richtung Sloppy Joe`s, die wohl bekannteste Kneipe in Key West. Hier hat Ernest Hemmingway seine Abende verbracht. Wir trinken natürlich dort etwas und lauschen der Band, die für unseren Geschmack recht gut spielt aber sehr laut ist.

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Nachdem wir etwas Hunger verspüren laufen wir weiter und werden auch fündig. In der Duval Street sind leider alle Lokale um diese Uhrzeit mehr als voll. Zum Abschluss gehen wir noch in eine Sportsbar, denn heute ist Spiel 7 zwischen den Boston Red Sox und den Cleveland Indians im Baseball. Das lassen wir uns bei einer Lime Maragarita nicht entgehen.

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Gefahrene Strecke: 120 Meilen
Hotel: Southernmost Hotel, Key West
Essen:
The Cheesburger, Key West $ 38.-

 

 

 

Tag 6

 

Bisher haben wir noch keine Email bekommen, dass der Space Shuttle Start verschoben wird. Das wollen wir heute morgen nochmals checken. In der Tat, es sieht so aus, dass wir morgen diesen Start miterleben werden. Nachdem wir aber für heute aufgrund der Ungewissheit noch kein Zimmer vorgebucht haben, wollen wir uns jetzt auf die Suche machen. Leider ist in dem Moment des WLAN-Netz weg und es geht gar nichts mehr. Wir entschliessen das später zu machen, wenn wir unterwegs ein Netz haben.

Zuerst schauen wir uns das Hotel an, wo wir diese Nacht verbracht haben. Für gestern Abend war dazu keine Zeit mehr. Das Southernmost Hotel ist in drei Kategorien eingeteilt und jeder Bereich hat einen eigenen Pool. Das Southernmost on the Beach liegt direkt am eigenen Sandstrand und ist das teuerste der drei auswählbaren. Der Strand ist sehr schön aber auch recht klein und wenn hier ausgebucht ist, wollen wir nicht morgens um einen Platz kämpfen. Also nicht zu empfehlen, wenn es voll ist.

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Einen Block weiter ist der Southernmost Point, also der südlichste Punkt Nordamerikas (auf dem Festland). Nur Hawaii ist noch etwas südlicher. Schon am frühen Morgen gibt es hier eine Schlange von Menschen, die ein Bild von dem Punkt oder mit dem Punkt machen wollen. Wir schauen uns das vergnügt an und laufen dann weiter. Von diesem Punkt sind es nur 90 Meilen bis nach Kuba.

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Da im Übernachtungspreis kein Frühstück inkludiert ist, beschliessen wir den Starbucks in der Duval Street aufzusuchen. Hier sind die Preise leider etwas teurer als im Rest der USA, aber das ist uns jetzt egal. Die Muffins sind jedenfalls gut wie immer. Direkt vor unserem Fenster baut ein Überlebenskünstler seine Kunstwerke aus Palmnwedelmaterial auf. Mit diesen veranstaltet er den ganzen Tag eine Show, die bei vielen Touristen mit einem Trinkgeld belohnt wird. Im Vorbeilaufen sehen wir, dass in seinem aufgestellten Behälter mindestens 20 Dollar liegen und das in einer knappen halben Stunde. Kein schlechter Stundenlohn.

Wir gehen etwas weiter die Duval Street entlang. Wir wollen das Ernest Hemmingway Haus anschauen. Das liegt in einer Seitenstrasse der Duval Street. Ein toller tropischer Garten umsäumt das Haus und alles ist gut gegen Blicke geschützt. Man will schließlich möglichst viele dazu motivieren, die 11 $ Eintritt zu investieren. Wir beschliessen, nicht hinein zu gehen, da es zusätzlich zum hohen Preis auch noch recht voll ist.

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Direkt dahinter steht das Key West Lighthouse. Dieser Leuchtturm stand bei seinem Bau einmal an der Küste, wurde aber durch das Aufschütten der Bucht etwas „nach hinten“ versetzt und es erstaunt daher jeden, dass der mitten auf der Insel steht.

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Wir nehmen wieder das Auto und fahren Richtung Mallory Square. Hier in der Nähe findet man auch den Milemarker 0, das bedeutet dass hier der Highway a am südlichsten Punkt seiner Strecke zu Ende ist.

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Hier hatten wir gestern Abend nur kurz die Gelegenheit uns umzuschauen. Zu unserer Überraschung liegen heute zwei riesige Kreuzfahrtschiffe vor Anker. Das ist ein Wahnsinn, was diese Schiffe für ein Ausmaß haben, wenn man direkt davor steht. Heute liegen die Carnival Liberty und die Celebration am Ufer und die Passagiere machen sich auf den Weg Key West zu erobern.

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Der Mallory Square ist um diese Uhrzeit wie ausgestorben. Die ganzen Künstler und Touristen sind wohl noch am schlafen. Nur die Trolley-Touren , die angeboten werden, sind randvoll besetzt. Auch der Besuch des nahegelegenen Friedhofs ist ein Besuch wert. Die Gräber sind sehr schön angelegt und alle Berühmtheiten sind mit einem Lebenslauf versehen.

Wir starten wieder Richtung „Festland“. Wir müssen ja heute noch bis Cocoa Beach fahren. Zuerst suchen wir noch nach einem freien WLAN-Netz, um ein Hotel vorzubuchen. Wir werden da aber schnell fündig und das Days Inn in Cocoa ist gebucht, nachdem das Super 8 ausgebucht und das Best Western zu teuer ist. Wir denken, dass doch viele den Start morgen anschauen werden. Entweder in Titusville und Umgebung oder wie wir direkt am Kennedy Space Center.

Wir halten aber, trotz der langen Strecke, noch am Bahia Honda State Park an, denn wir sind ja nicht auf der Flucht. Dieser State Park hat einige sehr schöne Sandstrände mit klarem Wasser. Im Hintergrund die alte Bahia Honda Bridge, rechts daneben die neue Brücke. Wir baden etwas, knallen uns in die Sonne und fahren nach Trocknen der Badesachen weiter.

Gator County Tour

Hier noch ein Rundumblick des Strandes im Bahia Honda State Park. Hier lässt sich sehr schön die alte und die neue Bahia Bridge erkennen, die direkt vor dem Strand verläuft.

Die weitere Fahrt führt uns über Florida City, den Florida Turnpike, vorbei an Miami, Ft. Lauderdale und Boca Raton auf die Interstate 95 und dann nach Cocoa, unser heutiges Endziel.

Gator County Tour

Gefahrene Strecke: 365 Meilen
Hotel: Days Inn, Cocoa
Essen: Applebee`s, Melbourne

 

 

 

Tag 7

 

Puuh, ist das früh. Es ist 5am und wir müssen / dürfen aufstehen. Heute ist Launch Day am Kennedy Space Center und wir sind schon mächtig aufgeregt. Gestern Abend haben wir noch das erste offizielle Bild der NASA zur aktuellen Mission STS-120 gesichtet und sind erleichtert, dass es heute jetzt losgeht.

Gator County Tour

Es ist schon recht viel Betrieb auf dem Parkplatz und einige der Gäste des Hotels fahren mit uns Richtung Cap Caneveral. Die Fahrt dauert ca. 30 Minuten und wir sind gegen 6.50am am Besucherparkplatz. Am heutigen Tag werden nur Besucher mit Launchtickets bzw. speziellen Eintrittskarten, die nicht für das Launch Viewing berechtigen, eingelassen. Bereits im Eingangsbereich wird über Lautsprecher bzw. Anzeigen über den Status des Starts informiert. Nachdem es zum jetzigen Zeitpunkt nichts gravierendes zu berichten gibt, gehen wir zuerst durch den Rocket Garden.

Hier sind Raketen der ersten Generation aus den 60er und 70er Jahren aufgebaut mit exakten Beschreibungen zu den jeweiligen Missionen. Ein kurzer aber sehr interessanten Rundgang. Im Dunkeln noch viel besser als bei Tageslicht.

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Der Bus, der uns zur Launch Viewing Site bringen soll, fährt erst um 9am, so dass wir uns noch die Zeit nehmen, das IMAX-Theater aufzusuchen. Hier werden aktuell 2 verschiedenen Produktionen in 3D gezeigt, wobei heute morgen nur „“Space Station 3D“, produziert von Tom Cruise angeboten wird. Alleine dieser Film ist aufgrund der 3D-Effekte den Eintrittspreis wert. Nach einer knappen Stunden verlassen wir den Kinosaal Richtung Launch Status Zelt. Hier kann der Weg der Astronauten bis zum Space Shuttle per Video verfolgt werden. Ein Hubschrauber filmt den Weg und das Verabschieden in das Raumschiff.

Kurz vor 9am machen wir uns auf den Weg zum Bus, denn die Schlange davor ist schon recht beachtlich. Es dauert auch eine gute halbe Stunde, bis wir im Bus sitzen und losfahren. Der weitere Weg führt uns über den Banana River, direkt auf einen Grünstreifen neben der Strasse. Die Fahrt ist sehr kurzweilig, da unser Busfahren Geschichten aus zig Jahrzenten Raumfahrt zum Besten gibt. Er ist seit sage und schreibe 50 Jahren für die NASA tätig und fährt immer noch den Bus. Unglaublich.

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Der Bus wird in einer Reihe geparkt und alle Besucher versammeln sich auf diesem Grünstreifen. Wir haben es nicht exakt zählen können, aber es müssen mindestens 50 Busse sein, die vollgepackt mit Besuchern hierher gefahren sind. Also sind hier 3000 Interessierte versammelt. Viele haben Ihre Ferngläser oder Teleobjektive eingepackt. Das ist auch dringend notwendig, denn PAD LC-39A liegt ca. 6 km von diesem Punkt entfernt und die Startrampe ist mit blossem Auge fast nicht zu erkennen. Auf der Karte als „Launch Viewing Site“ markiert.

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Die NASA hat sich viel Mühe gemacht und verkauft Getränke und Kleinigkeiten zu Essen. Es wurden Zelte als Schattenspender mit genügend Stühlen aufgestellt. Das ist bei der Hitze auch dringend nötig. Über Lautsprecher werden ständig die neusten Informationen gemeldet und Interviews der Mitarbeiter im Launch Control Centrum gemacht. Alle sind sehr gespannt ob der Shuttle startet. Da steht sie also, die Discovery, in ihrer vollen Pracht und wartet auf den Startschuss.

Gator County Tour

Als das Ereignis immer näher kommt, kommt eine gewisse Unruhe auf. Ist die Kamera richtig eingestellt ? Ist der Akku noch voll ? Passt meine Blende noch ?
Die letzten zwei Minuten werden durch den Sprecher genauestens kommentiert. Man kann erkennen, dass der Greifarm sich vom Shuttle wegbewegt, ca. 30 Sekunden vor dem Start werden die Turbinen gezündet und der erste Rauch steigt auf. Bei 10 Sekunden beginnen die ganzen Besucher mit zu zählen.

Ein riesiger Feuerstrahl ist zu erkennen und der Rauch umhüllt die Space Shuttle fast komplett. Noch ist kein Geräusch zu hören, da dieser ja 6 Meilen überwinden muss. Die Besucher feuern die Discovery an und applaudieren als diese abhebt. Ein Wahnsinns Erlebnis als die Space Shuttle wieder aus den Rauchschwaden aufsteigt und zu erkennen ist.

Alle hantieren wild an Ihren Kameras und versuchen noch den Superschuß zu machen. Das ist aufgrund der riesigen Entfernung nicht so einfach. Dazu kommt noch der Dunst, der das focusieren noch erschwert. Die Space Shuttle steigt zuerst langsam nach oben. Man denkt, dass ist in Zeitlupentempo. Immer schneller nimmt sie Fahrt auf und machtg nach kurzer Zeit einen Rechtsbogen und verschwindetr kurzfristig hinter einer Wolke.

Als diese dann wieder aus den Wolken auftaucht, brandet der nächste Jubelschrei auf. Wir beobachten den Flug noch lange, bis nichts mehr am Himmel zu erkennen ist.

Gator County Tour

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Jetzt erst ist der mächtige Lärm des Starts bei uns zu hören, auch die Luft riecht streng nach Brennstoff. Alle verfolgen die letzten erkennbaren Kilometer des Space Shuttle in den blauen Himmel.

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Nachdem nichts mehr am Himmel zu erkennen ist, werden die Jagdmotive gezeigt. Jeder schaut beim anderen auf das Kameradisplay, aber nur wenige haben verwertbare Motive. Wir haben hier noch ein kleines Video gedreht. Natürlich ist das nicht ganz so nah wie mit unserer Fotokamera, aber sicher auch ein tolles Erlebnis bewegte Bilder zu sehen.

Für alle die es interessiert, mit was wir fotografiert haben hier die Daten:

Canon 400D ( Crop 1,6 ) mit einem Kenko 2x Konverter und einem Canon 75-300mm IS. Autofokus war nicht möglich, da aufgrund der Entfernung eine Fokusierung unmöglich war, also haben wir manuell scharf gestellt.

Hier noch das offizielle Video der NASA:

Die Busse laufen schon als wir zurückkehren. Das Abfahren dauert aufgrund der grosse Menge aber noch etwas. Am Visitor Complex angekommen, wartet bereits der zurückgebliebene Teil der Besucher auf die Tour, die ab 12.30pm starten soll. Eine Riesen Schlange hat sich gebildet und wir überlegen noch, ob wir anstehen sollen. Da ziemlich sicher der Aussichtspunkt „LC 39 Ovservation Gantry“ ausfällt, sind nur noch zwei Tour Stopps die man besichtigen kann.

Wir entscheiden uns dann doch die Tour mit dem Bus noch zu machen, denn die Apollo/Saturn 5 Haltestelle wollen wir uns auf jeden Fall ansehen. Der Busfahrer erklärt wieder vieles auf der Strecke, angefangen von den Tieren im NASA-Gebiet, den verschiedenen Missionen und anderen tollen Geschichten. Zuerst machen wir einen kurzen Stop am Vehicle Assembly Building, einem der grössten Gebäude der Welt. Hier werden die Einzelteile der Space Shuttle, früher auch der Apollo, zusammengesetzt. Die Halle hat die Maße 160 x 218 x 157 m und ist damit die grösste Hallenbau der Welt.

Gator County Tour

Am Apollo/Saturn 5 Center angekommen, stehen wir von einer grossen Tour und ein Countdown zählt herunter, bis die Tour aufgeht. Im ersten Raum sehen wir einen Film zur Entstehung der Raumfahrt und der Mission: „Wir müssen auf den Mond“ von John F. Kennedy 1962.

Gator County Tour

Nach Tourende starten wir die Weiterfahrt Richtung Süden an. Für heute haben wir noch vor, so weit wie möglich zu kommen. Es soll bis Grossraum Ft. Lauderdale bzw. Miami reichen. Als wir gegen 7pm in Ft. Lauderdale sind, entscheiden wir hier an der Interstate ein Motel zu suchen. Leider gibt es an der Strasse nicht wie sonst gewohnt Werbeschilder und so fahren wir durch Miami und finden am Highway 1 das Best Western Hotel, was wir dann buchen.

Nachdem wir schon so spät angekommen sind und keinen Hunger haben, entscheiden wir im Zimmer zu bleiben.

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Gefahrene Strecke: 260 Meilen
Hotel: Best Western Floridian Hotel, Miami
Essen: ausgefallen

 

 

 

Tag 8

 

Das wird einer der ruhigeren Tage dieses Urlaubs. Für heute haben wir nur eine Schnorcheltour geplant. Direkt nach dem Frühstück fahren wir zuerst nach Florida City, in das hiesige Prime Outlet. Hier gibt es doch die ein oder andere Marke die uns gefällt.

Während des Einkaufs gibt es einen richtig heftigen Regenschauer, der aber nach 20 Minuten wieder vorbei ist. Nach 1,5 Stunden sind wir fertig und fahren über Homestead Richtung Biscayne Nationalpark. Auf dieser Strecke liegt auch der Homestead Miami Circuit. Auf dieser Rennstrecke wird die NASCAR-Serie gefahren und in drei Wochen findet das nächste Rennen statt. Wir lassen es uns nicht nehemn, dort kurz anzuhalten.

Der Biscayne NP liegt direkt an der 328. Es wird nur einmal pro Tag um 1.30pm eine Schnorcheltour angeboten und wir hoffen, dass wir da mitkommen. Als wir am Parkplatz ankommen, sind wir etwas erstaunt. Es stehen nur wenige Fahrzeuge da. Dieser Nationalpark bietet leider nicht viel mehr als eine Glasboden Bootfahrt und eben die Schnorcheltour. Als wir uns am Schalter anmelden sind wir gerade mal 7 Personen. Kapazität hat das Boot für 39 Personen. Kann uns aber Recht sein, dann ist der Andrang am Riff nicht so gross.

Gator County Tour

Die Fahrt an`s Riff dauert eine knappe Stunde. Es liegt sehr weit draussen und auf dem Grossteil der Strecke darf nicht schnell gefahren werden. Dort angekommen wirft der Instructor John den Anker und weist uns in die Sicherheitsvorschriften ein. Der Wellengang ist heute leider sehr hoch und einige der Schnorchler haben Schwierigkeiten. Für die meisten ist es das erste Mal. Einige gehen mutig voran, andere wieder schwimmen nach einem kurzen Versuch wieder zurück an Board.

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Der hohe Wellengang bereitet auch beim Atmen Schwierigkeiten, da natürlich der Schnorchel immer wieder unter Wasser kommt. Trotz AquaStop kommt dann Wasser oben rein und das ist dann natürlich verherrend. Wir sind aber mittlerweile routiniert genug, dies zu verhindern bzw. richtig zu reagieren.

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Es macht beim zweiten Mal noch mehr Spass als beim ersten Mal. Man hat schon gewisse Erfahrung, wie man sich verhalten muss und auf was man achten muss. Leider ist die eine Stunde Zeit mehr als wenig und zusätzlich muss ich noch bei Halbzeit zurück und das Akku tauschen. Das Laden mit 110 Volt ist doch nicht das gleiche wie daheim mit 220 Volt. Das ist zwar ärgerlich, da aber die Strecke vom Riff zum Boot vom Wind unterstützt wird, geht es ziemlich schnell wieder retour. Nur das Hinausschwimmen dauert dann wieder etwas länger.

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Wir haben Fische in alle Farben gesehen, angefangen von leuchtend blau, über knallrot, einige gestreifte, auch Quallen. Die sehen zwar schön aus, sollte man aber nur aus der Entfernung anschauen. Die Fische sind heute direkt unter dem Wasser geschwommen, so dass wir höchstens ein Meter entfernt waren. Aufgrund des starken Seegangs wurden natürlich auch viele Meeresteile aufgewirbelt und das Wasser war nicht klar genug, um die Farben besser rüberkommen zu lassen. Wir haben auch gelernt, dass bei allen Farben, die weiter als ein Meter von der Kamera entfernt sind, nur noch blau zu erkennen ist. Dazu müssten wir uns eine Profikamera mit Beleuchtung anschaffen, die aber sehr viel Geld kostet.

Nachdem alle wieder an Board sind, geht es wieder zurück. Unterwegs sehen wir noch einige Delphine, die unser Boot für ein Stück begleiten. Leider war ein Foto nicht möglich.

Im Nachhinein betrachtet war die erste Schnorcheltour trotzdem besser, da das Wasser fast keine Wellen hatte und das Riff deutlich mehr Farben hervorbrachte als im Biscayne NP. Die Tour dauert jeweils 3 Stunden, aber im John Pennekamp SP ist aufgrund der kürzen Fahrstrecke die Schnorchelzeit eine halbe Stunde länger und günstiger ist die Tour auch noch.

Zurück an Land, packen wir unser Zeug zusammen, ziehen uns trockene Sache an und starten wieder die Rückfahrt nach Florida City. Bevor wir uns vorgebuchte Travelodge einchecken, kaufen wir bei Wal-Mart noch Getränke und Co. nach. Durch die Hitze lässt der Vorrat schneller nach als gedacht. Wir navigieren in Richtung unserem Hotel, aber leider führt uns Street Atlas 2008 etwas in die Irre. Das dort eingetragene Travelodge gibt es nicht oder gab es noch gar nicht an dieser Stelle. Nachdem auch die Kartenrecherche nichts brachte, loggen wir uns kurz in ein WLAN-Netz ein und schauen auf der Hotelseite nach der Anreisebeschreibung. Und siehe da, dieses Gebiet, wo das Hotel steht, ist in unseren Karten noch gar nicht erschlossen. Aber gefunden haben wir es schlussendlich doch.

Wir entscheiden heute Abend direkt daneben bei Dennys Essen zu gehen. Heute Abend kommt um 8pm das erste Finalspiel im Baseball und das wollen wir unbedingt sehen. Das Travelodge ist sehr schön angelegt, mit Stühlen vor den Zimmern. Wir setzen uns nach draussen und schauen das Spiel von dort aus an. Wann kann man schon mal Ende Oktober um 9pm noch draussen sitzen. Wie es der Zufall will, werden wir noch von einem Forumsmitglied angeschrieben, ob wir auch Karten für das Footballspiel am Sonntag in Tampa haben und verabreden uns lose zu einem Treffen.

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Gefahrene Strecke: 45 Meilen
Hotel: Travelodge, Florida City
Essen: Dennys, Florida City

 

 

 

Tag 9

 

Jetzt kommen die Tage mit weniger Programm. Das bedeutet für uns, länger schlafen und kürzere Fahrstrecken. Heute haben wir nur einen Tagesordnungspunkt auf dem Programm. Deshalb starten wir auch erst um 9.30 Uhr Richtung Shark Valley im Everglades NP. Der Everglades NP hat ja bekanntlich zwei Eingänge, einer davon liegt südlich Florida City. Diesen Teil haben wir schon besucht. Der zweite Teil liegt nordwestlich und dort bietet sich nur eine Tramtour oder eigene Erkundung mit dem Fahrrad an.

Die Fahrzeit ab Florida City bis zum Parkeingang beträgt genau eine Stunde. Dort angekommen, ist der Parkplatz mehr als leer und wir hoffen, dass überhaupt ein Tram fährt. Das scheint aber kein Problem zu sein und wir bezahlen. Da wir noch eine halbe Stunde Zeit haben, erkundigen wir uns im Visitor Center und dem kurzen Trail dahinter über die Tierwelt im Park.

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Unser Tram-Fahrer Anthony begrüsst alle Teilnehmer und weist auf Sicherheitsvorschriften hin. Nun kann es auch schon losgehen. Der Tram setzt sich in Bewegung. Mit mäßiger Geschwindigkeit fahren wir die einspurige Strasse entlang und Anthony fängt an über die Tierwelt und die Everglades zu erzählen. Nach kurzer Zeit sehen wir schon die ersten Reiher, Pelikane, Anhingas und weitere Vögel, dessen Namen wir uns nicht merken können.

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Anthony stoppt den Tram hart, denn er halt den ersten Alligator am Wegesrand im Wasser gesehen. Er erklärt dazu, wie zu erkennen ist, wo es Alligatoren gibt und wie die Eigenschaften dieser Spezies sind. Einfach sehr interessant und mit dem Bike hätten wir davon nichts mitbekommen und wahrscheinlich nur durch Zufall einen Alligator gesehen. Unterwegs steigt Anthony sogar in das Wasser, versucht mit einem Stab die Höhe des Mud zu erkunden und zeigt uns allen ein schwammartiges Material, was die kompletten Everglades wie ein Filter reinigt und ohne diese würden keine Tiere im Wasser überleben.

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Die Alligatoren sind nur in der Regenzeit, also von Mai bis November näher am Strassenrand zu finden. In der Trockenzeit ziehen sie sich in ihr Nest, das weiter von der Strasse entfernt ist, zurück und die Chance ist gering, dass am Strassenrand welche zu finden sind. Wir haben trotzdem sehr viel Glück und sehen einige tolle Exemplare.

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Süss sind auch die kleinen Babys, die nicht länger als eine Zigarettenschachtel sind und zu Beginn schwarz/gelb gefleckt sind. Einige Krokodildamen haben bis zu 50 Neugeborene zu versorgen. Diese kleinen Krokodile liegen meist etwas versteckt im Seegras, dass sie nicht leicht zu erkennen sind.

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Auf halber Strecke ist der Observation Tower. Dieser verschafft einen tollen Überblick über den kompletten Park. Man kann hier bis zu 80 Meilen weit sehen. Wir bekommen hier kurz . Dieser verschafft einen tollen Überblick über den kompletten Park. Man kann hier bis zu 80 Meilen weit sehen. Wir bekommen hier kurz Zeit Ausschau zu halten. Da wir aber auf der ersten Halbstrecke sehr oft angehalten haben, müssen wir die zweite Halbstrecke etwas Zeit aufholen.

Aber auch auf dieser Strecke sehen wir wieder viele Vogelarten, die Anthony bis in`s Detail erklärt. Immer wieder kommen uns Biker entgegen, die bei Annährung des Trams anhalten müssen. Wir stellen uns immer wieder vor, wenn wir hier Bike gefahren wären. Auch auf der zweiten Halbstrecke gibt es einige Möglichkeiten Krokodile zu sehen. Immer wieder weiss Anthony eine Stelle, wo ein Krokodil liegen muss und er liegt fast immer richtig.

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Etwas mehr als zwei Stunden später treffen wir wieder am Visitor Center ein. Es war eine sehr interessante Tour, die wir nur jedem empfehlen können. Zwei Stunden Zeit sollten für diesen Teil des Parks nicht zuviel sein. Nach einem kurzen Snack fahren wir weiter Richtung Big Cypress Loop Road. Eine wunderschöne Strasse, die auf der Hälfte der Strecke etwas schmäler und rauher wird. Wir können eben ohne Dirtroads nicht leben.

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Da es dort so viel Spass zum Fahren gemacht hat und wir sicher den ein oder anderen Wagen im Gegenverkehr abgeschreckt haben weiter zu fahren, haben wir noch zusätzlich ein kleines Video gedreht

Auch dort sehen wir sehr viele Krokodile, die natürlich nur mit geschulten Auge im Wasser zu sehen sind. Hier und da halten wir an und halten Ausschau. Auch einige Vögel, die wir heute im Shark Valley gesehen haben, gibt es auch hier.

Wir machen noch einen kurzen Stopp in Ochobee. Dort findet man direkt am Strassenrand, das wohl kleinste Postamt der Welt. Wir kaufen natürlich dort einige Briefmarken und stellen fest, dass eben so zwei Amerikanerinnen darin stehen können. Das ist nämlich der Fall und das Postamt ist mit diesen beiden Mitarbeitern voll.

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Wir machen noch einen Abstecher nach Everglades City, bevor wir nach Naples weiterfahren. Das hat sich aber nicht gelohnt bzw. lohnt sich nur wenn man ein AirBoat-Ride machen will. Das lehnen wir aber nach dem tollen Erlebnis kategorisch ab, denn da wird man nicht mehr zu sehen bekommen, als auf der Tram-Tour.

In Naples suchen wir anhand des Roomsaver Magazins nach einem Motel. Das Best western Inn & Suites verlangt aber 109 $. Das ist uns dann doch zu viel und wir nehmen das etwas weiter vom Zentrum entfernte Super 8.

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Ach, habe ich das noch nicht geschrieben ? Das Wetter war heute das erste Mal schlecht.

Gefahrene Strecke: 175 Meilen
Hotel: Super 8, Naples
Essen: Red Lobster, Naples 50 $

 

 

 

Tag 10

 

Das heutige Ziel ist Ft. Myers. Wir starten in Naples und wollen uns zuerst die Old Town ansehen, die im italienischen Stil angelegt ist. In der S 5th Avenue findet man Galerien, edle Boutiquen und noble Restautrants. In Strandrichtung findet man Villlen, die sich kein normaler Mensch leisten kann. Wir gehen den weissen Strand entlang und sammeln einige Muscheln. Es sind viele Menschen unterwegs, die mit Plastiktüten Muscheln sammeln. Was die wohl damit machen ?

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Das Renaissance Village ist ganz toll angelegt und erinnert an Venedig oder Neapel. Alles scheint naturgetreu nachgebaut zu sein. Auch der Anlegehafen mit einigen Booten passt optimal zu dieser kleinen aber feinen Strasse. Dieser Besuch hat sich gelohnt und wir fahren weiter Richtung Norden.

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Wir verlassen Naples in Richtung Corksrew Swamp Sanctuary. Ein kleines aber feines Naturjuwel, was nicht von vielen Touristen besucht ist, da es etwas abgelegen liegt. Dort angekommen sind wir über die Eintrittspreise etwas erschrocken. Mittlerweile werden 10 $ pro Person verlangt. Wir starten unsere Besichtigung entlang des Boardwalks. Dieser 2,25 Meilen lange Weg durch den Swamp ist auf Naturholz in die Landschaft geschaffen worden.

Das Geheimnis beim Durchlaufen ist die Ruhe, damit keine Tiere aufgeschreckt werden. Man sollte sich also immer von Gruppen oder Familien mit Kindern fernhalten, denn sonst bekommt man keine Tiere zu Gesicht. Am Start des Boardwalk ist an einer Informationstafel angeschrieben, welche Tiere es hier zun sehen gibt und welche am heutigen Tag schon gesehen wurden.

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Wir sehen und hören die ersten Vögel auf den Bäumen. Ein Specht macht seine Arbeit und auch zwei Eulen unterhalten sich. Leider bekommen wir nicht alles zu Gesicht. Die ersten Erfolge stellen sich aber schnell ein, man muss nur etwas Geduld haben.

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Auf dem weiteren Weg sehen wir immer mehr Vögel, eine Schlange und Gekkos in diversen Farben. Es lohnt sich wirklich sich hier Zeit zu nehmen. Der Höhepunkt sollte aber erst zum Ende der Runde kommen. Wir wurden durch zwei der Guides informiert, dass ein Alligator sich eben zum Ausruhen auf Land gelegt hatte. Wir machten uns also auf den Weg, diesen zu finden. Das war durchaus schwierig, denn die Alligatoren sind aufgrund ihrer dunklen Farbe in der Natur gut getarnt. Wir beobachten das Tier eine Weile, aber es bewegt sich die ganze Zeit überhaupt nicht, also ziehen wir weiter.

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Wie durch einen Zufall entdecken wir einige Meter weiter ein Krokodil-Baby und einen Krokodil-Teenager im Swamp. Wir versuchen die Mutter dazu ausfindig zu machen, aber weit und breit ist nichts zu sehen. Auch diese beiden Prachtexemplare bewegen sich nicht und man könnte meinen, dass diese aus Plastik sind und extra für uns Touristen hierher gestellt wurden. Wir beobachten fasziniert die beiden „Babys“ und versuchen eine Bewegung zu erkennen.

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Am Ende des Rundkurs sind wir überrascht, dass 2,5 Stunden rum sind. Diese Zeit ist absolut nötig, um auf diesem Boardwalk auch etwas zu sehen zu bekommen. Normalerweise plant man für 2,25 Meilen ca. 1 Stunde ein, aber aufgrund der Stopps und des langsamen Gehens, ist die doppelte Zeit mehr als angebracht.

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Auf dem weiteren Weg nach Ft. Myers liegt das Miromar Outlet. Eines der grössten in Florida. Dieses Outlet Center ist schön angelegt und die Auswahl ist riesig. Wir shoppen ausgiebig und stellen fest, dass wir mit der Zeit etwas hinten dran sind, aber was soll`s. Das muss ja schließlich auch mal sein.

Wir fahren weiter nach Ft. Myers. Eigentlich wollten wir für diese Nacht ein Hotel auf Sanibel island suchen. Da es aber schon recht spät ist und wir dann von dem, teuren Zimmer nicht mehr viel haben, entscheiden wir uns nach North Ft. Myers zu fahren. Wir haben die Auswahl zwischen Best Western, Days Inn und Howard Johnson. Wir entscheiden uns dieses Mal für das Howard Johnson, was für den Preis eine gute Wahl ist.

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Gefahrene Strecke: 100 Meilen
Hotel: Howard Johnson, North Ft. Myers
Essen: Outback Steakhouse, N. Ft. Myers 50 $

 

 

 

Tag 11

 

Auch der heutige Tag beginnt mit einer Hiobsbotschaft. Das Wetter ist wieder nicht gut. Wir wollen nicht jammern, denn wir können in kurzen Hosen und Flip Flops draussen umherlaufen, aber für Strand reicht es dennoch nicht. Deshalb entscheiden wir uns doch das Edison & Ford Winter Estates zu besuchen. Das hatten wir nämlich gestern Abend zu Gunsten eines Strandtages gestrichen.

Wir hatten bereits im Reiseführer gelesen, dass es zwei verschiedene Möglichkeiten gibt, die Räumlichkeiten zu besichtigen. Die Häuser von Edison und Ford oder zusätzlich noch das Museum und das Labor. Wir entscheiden uns für das Komplettpaket, denn der Preisunterschied von 12 $ zu 20 $ ist nicht mehr so viel und da gleich eine Guided Tour startet, nutzen wir das aus. Marcy ist unser Tour Guide und man sieht ihr an, mit welcher Freude sie diesen Job ausfüllt.

Wir besichtigen die Wohnhäuser von Edison und Ford und zu fast jedem Raum bekommen wir von ihr eine Erklärung oder eine Geschichte. Zusätzlich erhalten wir noch einen Audio-Guide in deutsch, den wir für unsere Self-Guided-Tour später nutzen können. Nachdem wir die beiden Häuser angeschaut haben, bekomen wir von Marcy noch eine kleine Erklärung, was es noch zu sehen gibt und wir starten mit unserem Audioprogramm.

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Da wir gerne noch das Labor anschauen wollen, schliessen wir uns der eben gestarteten zweiten Tour an. Zuerst erfahren wir einiges über die seltene Baumart, die hier im Winter Estate gewachsen ist. Der Baum zieht dünne Fäden aus Holz Richtung Boden. Daraus wächst wieder ein neuer Stamm. Somit hat ein einziger Baum mehrere Stämme und pflanzt sich somit über mehrere 100 Meter Bodenfläche selbst fort. Diese Baumart nennt sich „Walking Trees“ und wächst nur in Florida und Hawaii in dieser Art.

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Das Labor ist der interessanteste Teil der Führung, zusammen mit dem Museum. Erst jetzt registrieren wir, dass Edison nicht nur die Glühbirne erfunden hat. Er hat in seinem 65 Jahren Erfinderleben 1093 Patente angemeldet, darunter die aufladbare Batterie, den Phonograph, die Schreibmaschine, die 35mm Kamera und vieles mehr. Für die beiden Touren sollte man ca. 2 Stunden einplanen. Es ist sicher eines der Highlights in Ft. Myers und gehört zu jedem Besuch dazu. Wir hätten es fast versäumt.

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Wir fahren weiter Richtung Sanibel / Captiva -- Island, obwohl das Wetter nicht besser geworden ist. Die Fahrt über den Causway ist schon sehr interessant. Kurz vor der Insel sehen wir einige Delphine im Meer schwimmen. Die beiden Inseln bestehen hauptsächlich aus Hotels der „besseren“ Klasse. Jedes Hotel hat einen eigenen Strandabschnitt, so ist es für Besucher fast nicht möglich an das Meer zu kommen. Es gibt einige Public Beaches, die aber Parkgebühren kosten. Uns wurden pro Stunde 2 $ abgenommen, was wir unverschämt finden. Wir parken trotzdem, denn wir wollen einige Muscheln suchen gehen.

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Für Muschelsucher ist das ein Paradies. Es macht riesen Spass hier die verschiedenen Muschelarten und -farben zu suchen und danach zu jagen, denn das Meer ist unerwartet schnell und treibt die Sammlung wieder zurück in`s Wasser. Wir starten unsere weitere Reise nach Norden, denn wir müssen / wollen heute noch in Tampa, genauer gesagt in Treasure Island sein. Die Fahrt führt grösstenteils über die Interstate, so dass wir schnell vorankommen. Ein Highlight, die Sunshine Skyway Bridge sehen wir leider nur noch im Halbdunkel. Da fahren wir aber auf jeden Fall morgen nochmals drüber.

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Dank unserer Kartensoftware finden wir das vorgebuchte Best Western auf Anhieb. War eine gute Idee, dass wir hier vorgebucht haben, denn es ist brechend voll. Das ist bisher das beste Zimmer unserer Reise, denn es hat einen extra Wohnbereich, einen Schlafbereich und eine kleine Küche. Der Strand ist in Sichtweite unseres Zimmer und wir morgen getestet.

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Gefahrene Strecke: 200 Meilen
Hotel: Best Western Sea Castle Suites, Treasure Island
Essen: Hooters, St. Petersburg $ 44.-

 

 

 

Tag 12

 

Den heutigen Tag verbringen wir am Strand, direkt am Hotel. Schon am Morgen sind die Stühle vor den Zimmern belegt und alles trinkt Kaffee. Eigentlich richtig gemütlich, so alle zusammen zu sitzen. Nur woher kommt der Kaffe ? Das Hotel bietet nämlich kein Frühstück an.

Ich schaue mich gegenüber der Strasse etwas um und habe die Wahl zwischen Tankstelle und McDonalds. Ich entscheide mich für McDonalds, fragt nicht warum. Ich nehme nur einen Kaffee für uns beide, am frühen Morgen kann ich noch keine Hamburger sehen. Wir sitzen gemütlich vor dem Zimmer und nach dem frühstücken gehen wir an den Strand. Der Strand hier ist sehr breit und feinsandig. Wir haben uns vom Hotel Badetücher geliehen, so müssen wir unsere eigenen, extra im Wal-Mart gekauften, noch nicht dreckig machen. Der Weg ist nicht weit und wir legen uns ziemlich nach vorne.

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Wir sind fast alleine am Strand und gehen gleich mal auf die Jagd nach Muscheln. Das Wetter ist wenigstens heute wieder freundlich und so ist es warm genug auch in`s Wasser zu gehen. Bei Muscheln sammeln sind wir sehr erfolgreich. Hier werden massig Muscheln angeschwemmt und man kann sich wirklich die schönsten heraus suchen. Wir legen uns bis gegen 2pm an den Strand, dann geht es schon wieder weiter. Hier noch der Blick vom Strand auf das Hotel.

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Wir haben über Ebay Karten für das Footballspiel der Tampa Bay Buccaneers gegen die Jacksonville Jaguars erstanden und das Spielt geht heute um 4.05pm los. Das Raymond James Stadium ist in der Nähe des Flughafens von Tampa, also ein gutes Stück entfernt. Wir treffen aber trotzdem noch rechtzeitig dort ein und finden sogar einen kostenlosen Parkplatz. Das Stadion wurde 1998 neu erbaut und ist sehr imposant. Alle Heimspiele sind mit ca. 65000 Zuschauern bereits ausverkauft. Als wir dort eintreffen, ist die Hölle los. Wir suchen unsere Plätze und diese sind wirklich erstklassig. Es sind nur 5 Reihen vom Spielfeld entfernt, schräg hinter einer der Endzonen. Als wir unsere Plätze eingenommen haben, beginnt die Zeremonie mit der Nationalhymne. Es ist immer wieder fantastisch, auch für einen Nicht-Amerikaner, wie das komplette Stadion stehend die Hymne mitsingt und in den letzten Textstrophen zwei Flugzeuge über das Stadion fliegen. Patriotismus pur aber ein Gänsehautfeeling für jeden.

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Das Spiel startet unter dem tosenden Beifall der Zuschauer. Jeder noch so kleine Erfolg auf dem Feld wird mit Rufen und Klatschen begleitet. In jeder kleinen Pause oder Unterbrechung treten die Chearleaders auf oder einige Animateure verteilen Halsketten oder anderes an die Zuschauer. Hier beginnt immer wieder der Wettstreit, wer die lauteste Gruppe im Stadion ist. Einfach sensationell.

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Das Spiel verläuft für die Buccaneers weniger gut. Das Passspiel funktioniert überhaupt nicht und so liegen die Jaguars schnell vorne. Nur mit Laufspiel wird das heute gegen die gute Defense der Gäste nichts. Erst nach der Halbzeit bringt Jeff Garcia die ersten Pässe an den Mann. Leider macht überraschend der Gast den nächsten Touchdown durch einen spektakulären Catch in der Endzone. Damit liegt gut 3 Minuten vor Ende der Gast mit einem Punkt vorne.

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Das ist durchaus einholbar, denn 3 Minuten sind im Football eine lange Zeit. Leider sind viele der Pässe jetzt incomplete und die Buccaneers bringen sich selbst um dem Lohn ihrer Arbeit. Etwa an der 40 Yard-Linie befinden sich die Buccaneers ca. 1 Minuten vor Schluss. Einfach zu weit für ein Field Goal. Als 15 Sekunden vor Schluss die letzte Möglichkeit anbricht, entscheidet sich Jeff Garcia wieder für einen langen Pass, der aber durch einen gegnerischen Spieler abgefangen wird und das Spiel leider verloren geht.

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Die heimischen Zuschauer sind alle sehr geknickt, die Euphorie ist komplett weg aber ich muss es immer wieder betonen. Es gibt keinerlei Handgreiflichkeiten zwischen den Zuchauern, obwohl diese teilweise im gleichen Block sitzen. Das wäre in Deutschland fast nicht möglich. Und dieses Spiel war zusätzlich noch ein Lokalderby zweier Teams aus Florida.

Wir gehen langsam nach draussen, immer noch fasziniert von der super Atmosphäre und dem tollen Rahmenprogramm. Der Rückweg zum Auto dauert etwas länger. Schlussendlich sind wir dann nach 30 Minuten dort und stellen uns in den Stau. Auf dem Rückweg holen wir uns bei Pizza Hut noch Pizzen und verspeisen die gemütlich vor dem Zimmer. Den Rest können wir morgen noch als Mittagessen nehmen.

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Gefahrene Strecke: 70 Meilen
Hotel: Best Western Sea Castle Suites, Treasure Island
Essen: Pizza Hut $ 27.-

 

 

 

Tag 13

 

Leider müssen wir uns heute von diesem tollen Hotel verabschieden. Es war sicher das beste, wenn auch nicht das günstigste, unserer Reise. Wir frühstücken wieder vor dem Zimmer und packen unsere Sieben Sachen zusammen. Wir wollen heute noch einige Sights rings um Tampa anschauen und beginnen gleich in der Nähe mit dem Don Cesar Beach Resort. Dieses einmalige Hotel hat eine lange Geschichte, wurde unter anderem im 2. Weltkrieg als Hospital genutzt und hier waren so illustre Gäste wie Al Capone schon zu Gast. Besichtigen kann man es nicht, aber von aussen fotografieren.

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Wir fahren weiter nach Süden und wieder über einige Brücken. Das Fort de Soto ist unser nächstes Ziel. Dieses Fort diente als Abwehr für den Krieg gegen Spanien 1908. Leider wurde das Fort nur ein Jahr benutzt und die kompletten Truppen nach San Diego abgezogen. Trotzdem interessant diese Restbestände zu besichtigen

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Die beiden Beaches in Norden und Osten sind sehr schön. Hier lässt es sich gut entspannen und natürlich auch wieder wunderschöne und sehr grosse Muscheln sammeln. Hier ist an einem Wochentag nichts los und wir können uns ausdehnen.

Gator County Tour

Wir machen am East Beach eine kurze Pause und essen unsere Pizza von gestern Abend. Hier hat es wunderbare Picknick Möglichkeiten, mit Kinderspielplatz und Restrooms.

Anschließend fahren wir weiter nach Anna Maria Island. Diesmal kommen wir auch am Tag über die Sunshine Skyway Bridge und sind davon sehr begeistert. Ein sehr schönes Bauwerk und angsteinflösend so nah am Wasser zu fahren.

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Die Strecke führt wieder über einige grosse und kleine Brücken. Das mit den Brücken ist wirklich eine faszinierende Sache, denn viele davon, bekommt man gar nicht mit, da diese links und rechts entweder durch Häuser zugebaut oder durch Bäume zugewachsen sind. In Anna Maria Island bläst ein Wind, der zum Segeln einlädt. Wir sehen hier sehr viele Wassersportler und Angler aber leider keinen Strand. Die meiste Strandfläche ist in Privatbesitz oder auch Privateigentum und Schilder an den Häusern weisen dezent darauf hin, dass hier keine Touristen erwünscht sind, die durch die Grundstücke der Eigner an den Strand laufen. Dort steht meist kurz und schmerzlos „Private Property“ oder „Keep out“.

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Wir fahren zurück auf die Interstate 75 und Richtung Norden. Nachdem wir das vorgebuchte Hotel für heute Nacht in Orlando nicht mehr kostenlos stornieren können ( Best Western hat neuerdings eine Cancel Policy einen Tag vor der Anreise ), entscheiden wir uns Bushs Garden sausen zu lassen und nach Orlando zu fahren. Wir müssen uns ja noch etwas für nächste Mal aufbewahren.

Wir kommen gegen 7pm in Orlando an, fahren an all den Exits der Disney-Parks vorbei bis zum International Drive. Leider ist unser Street Atlas auch hier nicht richtig programmiert worden und wir fahren etwas umher um das Best Western zu finden. Am Abend schauen wir das Monday Night Game an. Unser Favoritenteam, die Green Bay Packers spielen gegen die Denver Broncos. Go Cheeseheads !!!!!

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Gefahrene Strecke: 200 Meilen
Hotel: Best Western Movieland, Orlando
Essen: Rest Pizza und Knabberzeugs

 

 

 

Tag 14

 

Für heute haben wir erst gestern Abend die Planung abgeschlossen. Wir gehen nicht heute in einen der Disney-Parks sondern erst Morgen. Der Grund ist recht einfach erklärt. Morgen ist in den USA Helloween und da versprechen wir uns etwas mehr „Action“ als es heute der Fall gewesen wäre.

Für heute haben wir zum Abschluss noch eine kleine Shoppingrunde ausgesucht, denn Orlando bietet hier einiges an Möglichkeiten. Ein neues Outlet-Center ist am International Drive am Entstehehen und eretzt das alte Prime Outlet davor. Es sind noch nicht alle Shops geöffnetr. aber bis Frühjahr 2008 soll alles fertig sein. Auch die Premium Outlet Mall am Exit 68 ist sehr gross und beherbergt alle für uns wichtigen Marken. Auch hier schauen wir uns noch mal um und finden tatsächlich noch hier und da einige Kleinigkeiten.

Das Du mal einen Eindruck bekommst, wie gross diese Läden in den Outlet-Centern sind, habe ich hier als Beispiel mal Nike fotografiert. Die Auswahl ist gigantisch und mit den deutschen Outlet-Centern nur annährend vergleichbar.

Gator County Tour

Sogar Pullover und Winterjacken werden hier verkauft. Wir können uns nicht vorstellen, dass diese hier überhaupt gebraucht werden. Wahrscheinlich werden diese extra für die Touristen zum Verkauf angeboten. Nachdem wir in diesem Urlaub noch in keiner normalen Shopping-Mall, also mit regulärer Ware eingekauft haben, fahren wir heute mal zur The Mall at Milenia. Diese liegt nur einige Meilen vom I-Drive entfernt. Dort findet man alles, was das amerikanische Herz begehrt. Alle bekannten und unbekannten Marken unter einem Dach. Hier könnte man sicher mehrere Tage verbringen. Wir konzentrieren uns auf das wesentliche, so dass wir noch nach Downtown Disney können.

Die Fahrt nach Downtown Disney ist nur kurz. Überraschenderweise müssen wir keine Parkgebühren bezahlen. Wir hatten uns hier auch welche eingestellt. Die Ansiedlung von Geschäften und Amüsement am Lake Buena Vista ist für Besucher kostenlos. Hier findet man einen riesen Disney Store, Virgin Records, das Musical Cirque de Soleil, das Rainforest Cafe und vieles mehr für gross und bevorzugt für klein. Erst gegen Abend wird es hier so richtig voll und die Schlangen an den Restaurants nehmen grössere Ausmaße an.

Gator County Tour

Wir haben schon gestern entschieden, unseren letzten Abend im Hard Rock Cafe abzuschliessen. Wir packen daher unsere Sachen und fahren zu den Universal Studios, wo auch das Hard Rock Hotel und das dazugehörige Cafe ist. Das Cafe ist allerdings nicht im Hotel sondern direkt am City Walk, neben den Universal Studios. Wir essen unsere Lieblingsgerichte. Wir starten mit dem Nachos, danach essen wir jeder das BBQ-Rib. Zum Abschluss trinken wir noch einen Cocktail an der Bar. Alles in allem ein toller Tag.

Gator County Tour

Gefahrene Strecke: 40 Meilen
Hotel: Best Western Movieland, Orlando
Essen: Hard Rock Cafe 72 $

 

 

 

Tag 15

 

Erst am letzten Tag wagen wir uns in einen der Disney-Parks. Ich weiss nicht, ob wir schon geschrieben haben, dass wir eigentlich keine Rollercoaster-Fans sind, wir aber trotzdem in einen der Parks gehen wollen. Nachdem aber die meisten Parks, vornehmlich Disney Rollercoaster-Anteile haben, entschieden wir uns für Epcot. Dieser Park ist etwas mehr für Erwachsene, wobei auch schon grössere Kinder hier vieles lernen können.

Bevor wir in`s Disney World fahren, geht es zu Starbucks einen Kaffee trinken. Hier bietet sich der Laden im Outlet Center an. Dort starten wir nach einer Pumpkin Spiced Latte unseren Trip in`s Reich von Mickey und Co. KG. Den nächsten Schock bekommen wir beim Parken. Es kostet jetzt sage und schreibe 11 $ um dort parken zu dürfen. Wenigstens sind wir kurz nach 10 Uhr da und dürfen fast vorne parken. Auch der Eintritt mit mittlerweile 75 $ ( inkl Tax ) haut uns fast vom Hocker. Wir verstehen nicht wie sich das amerikanische Familien mit drei Kinden leisten können, denn Kinder ab 10 Jahre zahlen voll und von 3 bis 10 Jahren immer 60 $. Wahnsinn !!!!

Gator County Tour

Wir nehmen uns den Parkguide und schauen welche Attraktionen es gibt und was uns interessiert. Es hört sich das meiste sehr interessant an und wir steuern das erste Ziel direkt an. Das „Spaceship Earth“, ist diese markante, silberfarbene Kugel, die direkt am Eingang zu finden ist. Diesen Teil fanden wir nicht so interessant, da es sehr viel zum Spielen gibt. Wir gehen weiter zu „Mission:Space“. Hier wird eine Mission zum Mars simuliert, die es wirklich in sich hat. Wir wählen das „More Intense Training“, dass es wirklich in sich hat. Nicht für jedermans Magen geeignet, hat aber unheimlich Spass gemacht. Die Wartezeit, obwohl 40 Minuten angezeigt, war deutlich kürzer.

Weiter geht es zum „Test Track“. Diese Attraktion, wie kann es anders sein, wird von einemk amerikanischen Autobauer gesponsort. Hier wurd eine Erprobungsphase eines Autos simuliert. In einem Auto fährt man durch Buckelpiste, macht einen Bremsentest, Crashtest und Hitze- und Kältetest. Die abschliessende Fahrt über den Rundkurs macht dann richtig Spass. Alles in allem lohnenswert. Hier ein kleines Video mit der Fahrt:

In „Imagination“ wird in einer Fahrt die verschiedenen Sinne simuliert, also Hören, Sehen, Riechen. Dies ist sehr gut, visuell dargestellt und optimal für Kinder geeignet. Für uns war es jetzt nicht wirklich was neues.

In „Universe of Energy“ wird einem anhand einer Mischung aus Film und Bootstour erklärt, woher die Energie kommt und wie diese entsteht. Eine witzige und sehr informative Fahrt, die sehr aufwendig hergestellt worden ist. Hier wird sehr stark verdeutlicht, dass man mit der Energie nicht so verschwenderisch umgehen sollte, als dies einige tun.

In „The Land“ wird die Entstehung und der Anbau von Pflanzen und Gemüsen in einer Bootstour erklärt. Wie sehen diese Gemüse oder Früchte aus, wie werden diese hergestellt und zusäzlich wird gezeigt, wie ein Forschungsprojekt neue Methoden sucht, um Anbau effektiver und moderner zu gestalten. Anschließend kann man die angebauten Gemüse im Restaurant auch noch essen. Sehr gut gemacht und wirklich informativ.

Dies alles spielt sich im Parkteil „Future World“ ab. Im hinteren Parkteil stellen einige Länder der Erde ihre Spezialitäten und Lebensarten vor. Die meisten grossen Länder, wie Kanada, USA oder China zeigen auch noch einen Film über das Land und die Leute. Die Länge ist jeweils ca. 15-20 Minuten. Sehr interessant gemacht, etwas mehr über die Länder zu erfahren. Die meisten Länder haben auch einen Shop, wo einheimische Dinge gekauft werden können.

Zum Abschluss spielt heute noch Jon Secada, der in den 90er Jahren einige Top 10 Hits landen konnte. Die Show findet im „America Gardens Theartre“ statt und ist sehr gut besucht. Die Show ist erstklassig und wir sind überrascht, welche gute Stimme Jon Secada Live hat. Leider geht der Auftritt nur eine halbe Stunde aber dafür an diesem Abend noch drei weitere Mal, die wir aber nicht mehr sehen können.

Gator County Tour

Wir ziehen uns noch am Parkplatz um, denn lange Sachen sind jetzt wieder angebracht. Wir haben zwei Wochen lang keine lange Hose oder Pullover angehabt, aber um uns auf die deutschen Temperaturen vorzubereiten, tun wir das jetzt eben. Wir starten Richtung Flughafen über den Toll Highway und bezahlen mit den letzten Dollars. Am „Rental Car Return“ angekommen, wir der Wagen gescannt, kurz abgefragt, ob irgendwas vorgefallen ist und nachdem alles klar ist, gehen wir mit unserem Gepäck Richtung Terminal B.

Dort angekommen, sind wir zuerst etwas orientierungslos, da auf dem Herflug uns teilweise Lufthansa betreut hat und es aber in Orlando einen extra Schalter der Condor gibt. Wir sind sehr rechtzeitig da, aber nicht die ersten. Die Gewichtkontrollen sind sehr streng und die meisten Reisenden müssen umpacken, wenn sie können oder eben, wie einige gemacht, Übergepäck bezahlen. Wir haben unsere Koffer, mit Hilfe einer Reisewaage, schon im Hotel gewogen und wir haben bei zwei Gepäckstücken anstatt 23 kg ca. 24 kg gepackt. Wir dachten, dass diese eine Kilogramm unter die Kulanz fällt.

Da es sich aber um eine manuelle Waage handelt, sehen wir erst am Check Inn, dass der eine Koffer genau 23,0 kg hat und der andere 23,8 kg. Das Personal lässt nicht mit sich diskutieren und wir packen eine Jeans aus dem zu schweren Koffer in einen anderen. Das Handikap ist, dass unsere beiden Hauptkoffer eigentlich nur zu 3/4 voll sind aber das Gewicht eben erreicht ist.

Ungefähr die Hälfte aller Passagiere müssen heute umpacken. Wir wissen nicht, wie man unterwegs auf eine Rundreise das Gewicht seines Gepäcks ohne die Anschaffung einer Reisewaage im Blick behalten will. Aber gut, wir haben ja eine angeschafft und das hat sich mehr als bezahlt gemacht.

Wir landen sicher zu Hause und fahren noch mit dem Zug weiter. Alles ist prima gelaufen, sogar das Gepäck kam vollständig und unbeschädigt an. In den nächsten Tagen werden wir noch ein Fazit schreiben und die Kosten aufschlüsseln. Für alle Interessierten geht der Urlaub hier zu Ende.

In den nächsten Tagen werden wir die erhaltenen Broschüren an Parks, Anlagen oder Plätzen noch einscannen und im neuen Teil Downloadcenter zur Verfügung stellen. Dies soll für alle interessant sein, die vorab etwas über dieses Highlight erfahren wollen. Zusätzlich zu den Informationen., die es bereits im World Wide Web gibt.

Gator County Tour

Gefahrene Strecke: 35 Meilen

 

 

 

Fazit

 

Für uns war Florida immer „Nicht USA“ und mit diesem Vorurteil haben wir aufgeräumt. Wir haben sehr schöne Plätze wie die Everglades, John Pennekamp State Park, Kennedy Space Center, um nur einige zu nennen, kennengelernt. In Florida ist eben die Ansammlung der Highlight nicht so intensiv, wie im Westen der USA. Das muss man akzeptieren und damit leben. Dafür gibt es viele andere schöne Seiten, die es eben im Westen nicht gibt. Das Schnocheln haben wir zum ersten Mal machen dürfen und es hat riesig Spasss gemacht. Dazu ist das Meer in Florida optimal geeignet und das ist sicher einer der Höhepunkte dieses Urlaubs gewesen.

Die Menschen dort sind sehr reklaxt, offen für alles und sehr gesprächsfreudig. Es ist immer wieder erstaunlich, mit welchen einfachen Mittel dort Geld verdient werden kann und mit welcher Freude die meisten an die Arbeit gehen.

Wir werden sicher nochmals nach Florida reisen, denn wir haben in den beiden Wochen nicht alles sehen können. Das Land ist sehr überschaubar aber auch aufgrund der vorhandenen Highlights für niemanden in den zwei Wochen komplett zu sehen. Eine Kombination aus Strandurlaub und Rundreise finden wir als das optimalste an. Das nächste Mal werden wir das so machen. 
Hier noch einige spezifische Anmerkungen im positiven wie negativen Sinn:

Positiv:

Aufgrund des starke Euros ist der Urlaub nochmals etwas günstiger als sonst. Wir haben zu Hause dieses Mal mehr Dollar als normal getauscht.

Zum ersten Mal haben wir keine Styropor-Kühlbox gekauft sondern uns für eine hochwertige aus „Plastik“ entschieden. Dieser Mehrpreis hat sich mehrfach und wir werden zukünftig immer diese Art von Kühlbox nehmen:

Gator County Tour

Wir haben die kompletten zwei Wochen keine lange Hose oder Pullover benötigt. Die Durchschnittstemperatur lag bei 25° C.

Negativ:

Sämtliche Räume werden extrem gekühlt, sogar die Motelzimmer. Man bekommt regelrecht einen Hitzschlag, wenn man aus diesen Räumen wieder an die frische Luft kommt. Eine dezentere Kühlung hätte es auch getan. Die Motelzimmer hatten richtig Kondenswasser an den Spiegeln und sogar an der Decke und das muss wirklich nicht sein.

Die Eintrittspreise in Disneyworld bzw. Universal oder Sea World sind für unseren Geschmack viel zu hoch. Dazu muss man schon ein richtiger Enthusiast sein um dort fast 75 $ für ein Tagesticket plus Parkgebühren zu bezahlen. Wir haben es gemacht, können aber nicht verstehen wie sich das eine amerikanische Familie leisten kann.

Die Spritpreise haben im Vergleich zu unserem letzten Urlaub nochmal kräftig angezogen. Wir konnten selten eine Tankstelle unter 3 $ für die Gallone finden.

 

 

 

Kosten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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