Nachdem wir auch heute wieder die eine Stunde beim Grenzübertritt nach Utah verlieren, starten wir entsprechend eine Stunde früher. Der Weg über St. George, Hurricane und Springdale zum Zion NP ist uns aus einigen Urlauben zuvor bekannt und es gibt dazu nicht viel interessantes zu berichten. Eines fiel uns aber dabei unterwegs auf, als wir die Interstate ( Autobahn zwischenstaatlich ) 15 verlassen haben. Die Orte Toquerville, Rockville und natürlich Springdale sind richtige Boomtown geworden. Überall neue Häuser, schöne Farmen und Geschäfte. Das hat sicher unmittelbar mit dem Zion NP zu tun.
Ab April bis ca. Oktober ist es mit dem PKW nicht möglich in den Zion Canyon zu fahren. Aufgrund der sehr hohen Besucherzahlen in dieser Zeit hat die Parkverwaltung im Jahr 2000 einen Shuttle-Service eingerichtet, der direkt nach dem Parkeingang, am Visitor Center ( Besucherzentrum ) startet. Dieser Shuttle fährt alle wichtigen Punkte des Zion Canyon an und pendelt so alle 6-7 Minuten zwischen diesen Station. Man muss also nicht lange warten, wenn man weiterfahren will.
Der Parkplatz am Visitor Center ( Besucherzentrum ) ist schon recht voll und wir finden nur weit hinten eine Lücke. Wir packen unsere Kameras und den Rucksack mit Getränken und Essen und starten Richtung Shuttle Haltestelle. Dort steht wie durch Zufall auch gerade ein Bus zur Abfahrt bereit. Der Shuttle fährt sehr langsam und der Fahrer erklärt sehr viel zum Park und den Möglichkeiten an den einzelnen Haltepunkten, sehr interessant.
Wir steigen am Haltepunkt “The Grotto” aus. Von hier aus startet unser heutiger Trail ( Trampelpfad ), hoch zu Angels Landing. Zu Beginn überqueren wir den Virgin River, der sich durch den Zion Canyon schlängelt. Zu Beginn laufen wir den West Rim Trail ( Trampelpfad ), der sich dann später in den Angels Landing Trail ( Trampelpfad ) teil. Das erste Stück geht fast eben und idyllisch am Fluss entlang. Noch ahnen wir nicht, was da auf uns zukommt. Wir haben zwar die Vorgeschichte dazu gelesen und uns vorbereitet, aber es wird doch heftiger als angenommen. Von hier aus können wir schon unser heutiges Tagesziel erkennen. Der rote Pfeil weißt darauf hin.
Von hier aus können wir schon unser heutiges Tagesziel erkennen. Der rote Pfeil weißt darauf hin.
Der Trail ( Trampelpfad ) ist wohl sehr beliebt, denn es kommen uns ständig Wanderer entgegen, die wohl bereits oben waren oder wieder umgedreht sind. Nach etwa einer halben Stunde nimmt die Wanderung an Intensität auf. In Serpentinen geht es nach oben. Mal steiler mal flacher. Schatten sucht man hier vergeblich. Die wenigen Stellen wo es Schatten gibt, sind meist voll belegt. Hier und da legen wir eine Pause ein und geniessen die Aussicht auf den Canyon. Hier ein Ausblick auf die erste Etappe.
Im weiteren Verlauf geht es im Schatten seitlich entlang des Berges quasi an die Rückseite. Von dort werden wir den Gipfel erklimmen. Dort angekommen geht es in sehr steilen Serpentinen nach oben. Einige Jungs laufen hier bereits oben ohne, andere meinen sie müssen diesen Berg im Dauerlauf nach oben laufen. Wir wählen den konservativen Weg und laufen normal mit kleinen Pausen. Dieses Stelle ist schon sehr anstrengend. Oben angekommen gibt es erstmal die Möglichkeit für eine Pause. Hier treffen sich die Wanderer, die nach oben wollen, mit denen die nach unten weiter gehen und man tauscht sich aus. Die Ansicht nach oben lässt noch nicht vermuten, was da auf uns zukommt.
Aber schon ein kurzes Stück weiter oben lässt sich erahnen, was auf uns zukommt. Das scheint sehr spannend zu werden. Die ersten drehen hier bereits um, da es doch auf der einen Seite sehr viel Körperarbeit bedeutet, an den Seilen hoch zu gehen, zum anderen geht es links und rechts bis zu 500 Meter in die Tiefe und es ist nicht viel Spielraum zwischen Laufweg und Klippe.
Aber schon wenig später hängen wir sprichwörtlich “in den Seilen”. Hier und da wird es sehr eng und teilweise müssen wir uns auch die Wege selbst suchen. Aber im grossen und ganzen ist diese Tour für jeden der etwas sportlich ist und wichtig, keine Höhenangst hat machbar. Wir wollen keinem Angst machen, aber es drehen doch sehr viele wieder um.
Nach der ein oder anderen Schwierigkeit haben wir nach 1:45 Stunden unser Ziel erreicht. Den tollen Blick in den Zion Canyon, mit einem tollen Rundumblick. Es hat sich mehr als gelohnt diese Strapazen auf sich zu nehmen. Wir können diese tolle Tour nur jedem empfehlen.
Wir geniessen die Aussicht und machen eine kleine Pause. Eine Stärkung vor dem anstrengenden Abstieg ist nicht verkehrt. Auch die Aussicht in die andere Richtung ist nicht ohne.
Wir packen unsere Kameras weg, denn beim Abstieg sind diese doch oft im Weg. Der Abstieg ist auch nicht zu verachten und gestaltet sich schwieriger als gedacht. Oft muss man auch anhalten und die entgegenkommenden Wanderer durchlassen. Alles in allem geht das erste Stück verhältnismäßig gut und wir machen eine kurze Pause an der “Sammelstelle” vor dem eigentlich Anstieg. Der weitere Verlauf hinab ist dann unspektakulär und langweilig. Einzig das ständige bergab laufen schmerzt nach einiger Zeit in Knie und Wade.
Wieder an der Haltestelle des Shuttles angekommen, drehen wir noch eine kleine Rund am Riverwalk-Trail ( Trampelpfad ), bis wir wieder bergab Richtung Parkplatz fahren. Dort angekommen, entscheiden wir uns noch vor der Abreise die Fatali Gallery zu besuchen. Seine Gallerie ist mittlerweile von der Ortsmitte in Springdale direkt neben das Zion Kino am Parkeingang umgezogen. Die Gallerie ist sehr großzügig gestaltet und nobel eingerichtet. Michael Fatali ist derjenige, der die meisten “Secrets of the SouthWest” entdeckt bzw. abgelichtet hat und sich die Bilder teuer bezahlen lässt. Die Bilder tragen absichtlicherweise etwas verwirrende Namen. Michael Fatali wirbt dabei, dass er alleine das Licht als Spielzeug für seine Bilder nutzt. Dass es nicht so ist, wurde einige Mal belegt und daher ist dieser Fotograf sehr umstritten, aber gleichzeitig auch beliebt, da er immer wieder neue Highlights entdeckt. Mr. Fatali war bei unserem Besucht sogar persönlich vor Ort.
Am Abend kommt noch die neue Episode von 24 und so gehen wir erst um 9pm zum Abendessen. Heute haben wir uns für das Applebees entschieden, was eine sehr gute Wahl war. Leider war es etwas zuviel was wir bestellt haben und so geht der Rest in Boxen mit auf den Weg für morgen.
Sogar bei ESPN kam eben eine Meldung, dass der FC Bayern München Jürgen Klinsmann gefeuert hat. Da Jürgen lange in den USA gelebt hat, ist das sogar hier ein Thema.
Gefahrene Strecke: 155 Meilen / 249 Kilometer
Hotel: Super 8, Cedar City – 0 $ / 0 €
Sehenswürdigkeiten: Zion Nationalpark ( Angels Landing )
Wetter: 74° F / 21° C ![]()
Essen: Applebees, Cedar City 47 $
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