Sparzwang verlängert Wartezeiten an US-Flughäfen bei Immigration

Hunderte Meter lang sind teilweise die Warteschlangen an manch einem Flughafen in den USA, wie z.B. New York ( JFK ) oder auch in Miami ( MIA ) -- sie rauben Touristen schon bei der Einreise den letzten Nerv. Der Grund für die stundenlange Warterei ist seit langem geplant:  gekürzte Ausgaben der Regierung.

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Wer nach New York, Miami oder Los Angeles reisen will, muss sich am Flughafen gedulden: Die Sparmaßnahmen der US-Regierung machen auch vor Beamten nicht halt und das hat nun auch Auswirkungen auf Touristen und Geschäftsreisende. Die „verordneten Kürzungen für Staatsbeamte“ verbietet ab 01.04.2013, dass Beamten Überstunden schieben. Fluggesellschaften und Reisende beschweren sich, dass Wartezeiten von drei Stunden nicht unüblich seien.

„Es gab bisher schon an den großen Flughäfen der USA Wartezeiten von in Einzelfällen mehreren Stunden, abhängig von der Ankunfts- bzw. Reisezeit. Wir sind von offizieller Seite informiert worden, dass wir damit rechnen müssen, dass sich das noch erheblich erhöhen kann“, sagt Nils Haupt von der Lufthansa. „Das ist für uns ärgerlich, weil wir uns bemühen, die Passagiere rasch ans Ziel zu bringen und dabei so gut wie möglich zu betreuen -- und dann stehen sie drei Stunden in der Schlange bei der Immigration.“ Die Wartereihen seien oft mehrere Meter lang und die so bekannten Queup Linien sind randvoll. „Einige kommen an und stehen noch am Ankunftsgate gleich in der Schlange.“

Das Problem könnte erhebliche Auswirkungen auf die Tourismusindustrie haben, immerhin eine der größten Branchen der USA. Einer Umfrage unter Reisenden zufolge würden 43 Prozent empfehlen, die USA als Reiseland zu meiden -- wegen der komplizierten Einreise. Die Einreise an sich ist die letzten Jahren immer einfacher und leichter geworden aber durch diese Maßnahme dauert es erheblich länger. Zwei Drittel aller Geschäftsreisenden wollen wegen der Warterei vorerst auf weitere USA-Flüge verzichten. Jeder siebte Reisende gab an, deshalb schon einmal einen Anschlussflug verpasst zu haben. Was aber kein Problem darstellt, wenn alle Flüge auf einem Ticket gebucht sind.

Auch bei der Ausreise dauert es länger, nämlich an den Sicherheitskontrollen. „Ja, die Schlangen sind länger als normal“, sagt ein Beamter an einem Kontrollpunkt des New Yorker Flughafens John F. Kennedy. „Wir bekommen keine Überstunden mehr bezahlt“ und deshalb fehlt auch hier das Personal. Viele steigen daher auf Direktflüge um denn gerade bei den inneramerikanischen Weiterflügen wird es dadurch knapp mit der Zeit.

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