Antelope Canyon

Allgemeines

Der Antelope Canyon ist das Ergebnis einer stetigen Weiterentwicklung der Natur  durch Wind und Wasser. Die beiden Canyonteile gehören eigentlich zusammen, wobei die Entfernung dies nicht vermuten lässt. Der Upper Antelope Canyon ist oberhalb der Erdoberfläche und hat deshalb wenig mit einem Canyon zu tun. Erst beim Besteigen des Lower Antelope Canyon kann der Begriff Canyon realisiert werden. Seinen Namen hat der Canyon  durch die der Antilope ähnlichen Form bekommen.

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Durch den schmalen Spalt dringt um die Mittagszeit die im Sommer hochstehende Sonne und durch das Auftreffen auf dem Boden des Canyons wirkt dieser Lichtstrahl wie ein Spot oder auch Beam genannt. Im Winter ist dies aufgrund der flacheren Sonnenposition weniger ausgeprägt. Seine Attraktivität hat von Jahr zu Jahr zugenommen und somit wird es immer schwieriger hochwertige Fotoaufnahmen zu machen.

Da leider die meisten Touristen nicht verstehen, dass keine Personen auf dem gewünschten Bild zu sehen sein sollen. Der Lower Canyon ist aufgrund seiner doch sehr schwierigen Begehbarkeit noch sehr viel besser zum Fotografieren geeignet.

 

Upper Antelope Canyon

Der Upper Canyon, oder auch Corkscrew Canyon genannt, ist aufgrund der leichten Begehbarkeit der Beliebtere  der beiden Canyons. Deshalb trifft man hier meist deutlich mehr Besucher an, als im „Lower Canyon“. Der Canyon selbst ist etwa 400 Meter lang und relativ breit. Im Gegensatz zum Lower Antelope Canyon muss man sich hier nicht durch enge Felsspalten zwängen, sondern kann den kompletten Verkauf in aufrechter Haltung und mit genügend Platz durchqueren.

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Der Canyon selbst befindet sich in Privatbesitz der Navajos. Deshalb ist es nicht gestattet, zum „Upper Canyon“ mit dem eigenen PKW zu fahren. Einen Teil des Eintritts ist für den Transport vom Parkplatz bis zum Eingang des Canyons auf einem Jeep gedacht. Der Weg führt dabei etwa drei Meilen auf einer sandige Piste. Die optimale Zeit für einen Besuch ist ab etwa 10.30-12.30 Uhr. Aufgrund des fehlendes Eigenlichts ist es zwingend notwendig ein Stativ mitzuführen, so dass mit einer größeren Blende gearbeitet werden kann.

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Leider ist die Tour durch den Canyon auf ca. 1 Stunde begrenzt, so dass hier schnell die Zeit zu Ende sein kann. Mittlerweile wird aber auch eine „Fototour“ angeboten, in der man zwei Stunden Zeit hat. In den Wintermonaten ist es nicht so voll und die Navajos lassen sich hier auch mehr Zeit und zeigen gg. noch einen weiteren kleineren Canyon in der Nachbarschaft des „Upper Canyon“.


 

Lower Antelope Canyon

Wer in den Lower Canyon will, sollte keine Platzangst haben, denn teilweise sind die Spalten weniger als einen Meter breit und mit Gepäck wird es dann sehr eng um sich zu drehen bzw. zu bewegen. Der Einstieg selbst erfolgt über eine fast senkrechte Treppe. Die Temperaturen sind selbst im Hochsommer aufgrund der Tiefe angenehm. Die Durchquerung gestaltet sich hier um einiges schwieriger, aber auch interessanter als im Upper Canyon. Man muss sich durch enge Felsspalten zwängen und über steile Treppen nach unten steigen.

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Leider wurde dieser Canyon durch das tragisches Unglück 1997 „berühmt“ als elf junge Leute von einer Flash Flood überrascht wurden und sich nicht mehr nach außen retten konnten. Ein Gedenkstein etwas oberhalb des Eingangs erinnert daran. Daraufhin wurden die Sicherheitsmassnahmen dramatisch erhöht und die Fluchtwege verbessert, so dass sich ein solcher Ereignis nicht mehr wiederholen kann. Die Mittagszeit ist auch hier die optimale Besuchszeit, da auch hier dann die Sonne senkrecht in den Canyon scheint.

Highlights USA

Im Lower Canyon kann man sich beim Fotografieren Zeit lassen. Es gibt bisher noch keine Zeitbeschränkung für das Durchqueren des Canyons. Man sollte aber ca. 1,5-2 Stunden veranschlagen. Am Ende des Canyons besteht die Möglichkeit über eine fast senkrechte Treppe an die Oberfläche zu gelangen. Der Rückweg führt entlang des Canyons wieder zum Parkplatz. Für uns kam diese aber nicht in Frage, da wir uns aufgrund des veränderten Laufwegs neue Fotomotive erhofft hatten. Es ist tatsächlich so, dass auf den Rückweg der Canyon ein anderes Motiv abgibt als auf dem Hinweg. Es ist als vor allem für Fotografen zu empfehlen, den Rückweg auch im Canyon zu laufen.

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Lage

Die beiden Canyons liegen unweit der Stadt Page in Arizona, unweit des Kraftwerks. Die Anfahrt erfolgt über die SR 98 in Richtung Kayenta. Ca. 500 Meter vor dem Kraftwerk liegen die beiden Canyons. Der „Upper Canyon“ Parkplatz befindet sich auf der rechten und der „Lower Canyon“ Parkplatz auf der linken Seite der Strasse. Etwa auf Höhe Milemarker 299. Der „Lower Canyon“ Parkplatz befindet sich unmittelbar vor dem Einstieg. Für die kurze Strecke vom Parkplatz zum Einstieg werdet Ihr aber trotzdem von einem Navajo begleitet, der noch einige Dinge zum Canyon erzählt. Der „Upper Canyon“ ist wie bereits oben beschrieben, nur über eine Jeep-Fahrt zu erreichen.

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Übernachtung

Als Übernachtungsort bietet sich Page an, dass in unmittelbarer Nähe der Canyons liegt. Es sind alle großen Motelketten, wie z.B. Best Western oder auch Days Inn vor Ort vertreten. Es macht Sinn in den Sommermonaten, bzw. in Ferien- oder Feiertagszeiten vorzubuchen. In den anderen Zeiten ist es nicht nötig.

Einkaufsmöglichkeiten sowie einige Restaurants sind auch vorhanden. Es besteht auch die Möglichkeit über Priceline zu buchen. Nähere Informationen zu dieser Buchungsmöglichkeit findest Du hier


Preise

Die beiden Canyons sind im Besitz der Navajo-Indianer, genauer gesagt, zweier verschiedener Familien. Die Preise für die Begehung der Canyons werden fast jedes Jahr erhöht. Somit kann ich nur eine ca. Auskunft geben. Der Upper Antelope Canyon kostet derzeit 26 Dollar ( Stand Juni 2011 ), der Lower Antelope Canyon zusätzlich $20 ( Stand Juni 2011) plus einmalig 6 $ pro Person für die Tribal Fee. Der National Parkpass gilt hier natürlich nicht.

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